Flugausfälle und Warteschlangen an NRW-Flughäfen

24. Januar 2013, 08:50 Uhr

Ein Streik des Sicherheitspersonals führt an den Flughäfen in Düsseldorf und Köln-Bonn zu Beeinträchtigungen. In Düsseldorf wurden zunächst 94 der 530 für den Tag geplanten Verbindungen gestrichen.

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Ein Streik des Sicherheitspersonals für höhere Stundenlöhne hat am Donnerstagmorgen den Betrieb an den wichtigsten nordrhein-westfälischen Flughäfen durcheinander gebracht. An den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn fielen zahlreiche Flüge aus. In Düsseldorf wurden nach Angaben des Airports am Vormittag 94 Flüge abgesagt - darunter 67 Abflüge, die den Flughafen zum Teil ohne Passagiere verließen, und 27 ankommende Flüge. Geplant waren dort ursprünglich 528 Starts und Landungen mit 22.400 abfliegenden Passagieren. Gestrichen worden seien vor allem innerdeutsche Flüge und Europa-Verbindungen. Die Langstreckenflüge konnten zunächst abgefertigt werden. Passagiere müssten sich vor den Personenkontrollen auf Wartenzeiten von eineinhalb Stunden einstellen. Lediglich acht der über 40 Kontrollstellen seien besetzt. Übersichtlicher ist die Lage am Flughafen Köln/Bonn: Dort wurden zunächst zwölf der insgesamt für Donnerstag vorgesehenen 80 Abflüge gestrichen.

Mehr Druck für die Tarifverhandlungen

Die Gewerkschaft Verdi hatte die Sicherheitsleute in der Nacht zu einem ganztägigen Streik aufgerufen. In Düsseldorf hätten ab vier Uhr morgens 95 Prozent der Frühdienst-Beschäftigten ihre Arbeit niedergelegt, in Köln 80 Prozent, erklärte die Gewerkschaft. Mit der Aktion will Verdi den Druck für die Tarifverhandlungen mit dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft erhöhen. Die Gewerkschaft Verdi will mit dem unangekündigten Warnstreik ihrer Forderung nach höheren Löhnen für die Sicherheitsleute Nachdruck verleihen. Der Ausstand soll am Freitag fortgesetzt werden. Nach Gewerkschaftsangaben sind 70 bis 80 Prozent der Beschäftigten in der untersten Lohngruppe mit einem Stundenlohn von 8,23 Euro. Das reiche nicht zum Leben. Verdi fordert 2,50 Euro mehr pro Stunde.

Eine ähnliche Aktion hatte am vergangenen Freitag am Hamburger Flughafen für Chaos gesorgt. Dort bildeten sich an den wenigen geöffneten Sicherheitskontrollen Schlangen mit bis zu vier Stunden Wartezeit, zahlreiche Fluggesellschaften strichen ihre Verbindungen oder ließen ihre Flieger leer starten. Schätzungsweise rund 12.000 Fluggäste waren in Hamburg von dem Streik betroffen.

mad/pas/DPA/AFP/REUTERS
 
 
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