Sicherheitspersonal bestreikt Flughäfen

13. Februar 2013, 15:12 Uhr

Passagiere in Hamburg und Düsseldorf müssen am Donnerstag mit erheblichen Behinderungen rechnen: Das Sicherheitspersonal an beiden Flughäfen tritt für einen Tag in den Streik.

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Flughafen Düsseldorf: Aufgrund eines erneuten Streiks des Sicherheitspersonals dürfte es am Donnerstag zu Verzögerungen und Ausfällen im Flugverkehr kommen.©

Eine Flugreise ab Düsseldorf wird ab Donnerstag wieder zur Geduldsprobe. Passagiere müssen sich auf erheblich längere Wartezeiten vor den Sicherheitskontrollen und auf Flugausfälle einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat mit Beginn der Morgenschicht um 4 Uhr die Mitarbeiter an den Sicherheitsschleusen zu einem ganztägigen Streik aufgerufen.

Die Fronten in dem seit Januar schwelenden Tarifkonflikt der privaten Sicherheitsbranche mit den Arbeitsgebern sind verhärtet. Bereits am 25. Januar war es zu Streiks an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn gekommen. Die Gewerkschaft will für die Beschäftigten der Wach- und Sicherheitsbranche höhere Löhne durchsetzen.

Die Arbeitgeber hätten die Karnevalstage verstreichen lassen und die Chance vertan, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, sagte ein Gewerkschaftssprecher. In der vergangenen Woche war ein Sondierungsgespräch der Tarifparteien ergebnislos abgebrochen worden. Die Beschäftigten hätten "momentan keine andere Wahl als zu streiken", so der Sprecher.

Auch Streiks am Hamburg Airport

Verdi und der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) verhandeln in Hamburg und in Nordrhein-Westfalen über die Lohnhöhe. Verdi fordert 30 Prozent mehr Gehalt für die 34.000 Beschäftigten in NRW.

Über aktuelle Verspätungen und Flugausfälle informieren die Website des Flughafens Düsseldorf sowie die Homepages besonders betroffener Airlines wie Lufthansa und Air Berlin, die in Düsseldorf die meisten Flüge abwickeln.

Auch der Hamburger Flughafen wird am Donnerstag erneut von den Arbeitskampfmaßnahmen betroffen sein. Nach Angaben des Flughafens sind 179 Abflüge mit 17.200 Passagieren geplant.

Der norddeutsche Airport war der bereits am 18. Januar bei einem Streik der Fluggastkontrolleure weitgehend lahmgelegt worden. Leidtragende dürften am Donnerstag nicht nur Zehntausende von Fluggästen sein, die auf den Weg zu Geschäftsterminen oder in die Ferien sind, sondern auch der Teilnehmer der Hamburger Aviation Conference. In der Hansestadt trifft sich am Donnerstag und Freitag die Flughafenbranche zu einer internationalen Tagung.

tib/DPA
 
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