Angriff gegen die Abteilung Attacke

12. Februar 2013, 11:04 Uhr

Der Zickenkrieg geht weiter: Weil Lothar Matthäus von einem Wechsel Robert Lewandowskis nach München überzeugt ist, fordert er Bayern-Präsident Uli Hoeneß nun zu einer Wette heraus. Von Maximilian Koch

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So schnell lässt sich ein Lothar Matthäus nicht einschüchtern - auch nicht von Uli Hoeneß.©

Das Wechseltheater um den Dortmunder Stürmer Robert Lewandowski lässt den FC Bayern einfach nicht in Ruhe. Und großen Anteil daran hat weiter der ehemalige Münchner Spieler Lothar Matthäus. Nachdem der 51-Jährige bereits am Wochenende von einer Übereinkunft zwischen Lewandowski und den Bayern berichtet hatte, legte er nun via "Bild"-Zeitung noch mal nach.

"Ich biete Uli Hoeneß folgende Wette um 10.000 Euro und eine öffentliche Entschuldigung an: Kommt Lewandowski bis spätestens 31. August 2014 nicht zum FC Bayern, entschuldige ich mich bei ihm und zahle diesen Betrag ein 'Ein Herz für Kinder'. Aber: Kommt Lewandowski zu Bayern, wovon ich überzeugt bin, dann zahlt Uli und entschuldigt sich bei mir!"

Matthäus hat nichts zu verlieren

Matthäus wählt den Angriffsmodus - sogar gegen Uli Hoeneß, den wohl härtesten Gegenspieler, den man sich im deutschen Fußball aussuchen kann. Und der nicht ohne Grund die "Abteilung Attacke" beim Rekordmeister repräsentiert. Keinem Machtkampf ist Hoeneß in seiner Zeit bei den Bayern aus dem Weg gegangen. Und eigentlich immer hat er gewonnen. Der Angriff Matthäus' darf deshalb durchaus als mutig bezeichnet werden.

Andererseits: Was hat der Rekordnationalspieler zu verlieren? Sein Ruf in Fußball-Deutschland ist weitgehend ramponiert, zu einem guten Teil aus eigenem Verschulden. Die Fehde mit Hoeneß bietet ihm die Gelegenheit, zumindest einen persönlichen Sieg davonzutragen. Wenn er Recht behält. Matthäus hat die öffentlichen Vorführungen von Seiten der Münchner nicht vergessen, die am Sonntag einen weiteren Höhepunkt erreicht hatten.

Wie sieht die Antwort der Bayern aus?

Hoeneß stellte im "Sport1-Doppelpass" die Kompetenz des ehemaligen Bayern-Kapitäns infrage und wurde sogar persönlich. Matthäus habe sich "in den letzten Monaten immer mit Frauen beschäftigt. Jetzt diskutiert er plötzlich über neue Spieler beim FC Bayern. Scheinbar hat er sein Jagdfeld etwas verändert", sagte Hoeneß.

Vorangegangen waren Aussagen von Matthäus, er sei aus "sicherer Quelle" über eine Einigung zwischen Lewandowski und dem Tabellenführer der Bundesliga informiert worden.

Die Bayern haben ein mögliches Interesse an Lewandowski bislang weder bestätigt noch dementiert. Doch man kann sicher sein, dass Matthäus' abermaliger Vorstoß nicht unkommentiert bleiben wird.

 
 
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