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Streuen Sie die Risiken

Aktien runter. Anleihen rauf. Das Auf und Ab von Wertpapieren muss Sparer nicht stören, wenn Sie Ihre Anlagen geschickt kombinieren. So lassen sich auch Krisenzeiten gut und sicher überstehen.

  Gut beraten durch die Krise navigieren. Mit unserem Ratgeber klappt`s

Gut beraten durch die Krise navigieren. Mit unserem Ratgeber klappt`s

Wer nichts wagt, der nichts gewinnt. Und wer alles auf eine Karte setzt, gewinnt entweder alles oder verliert es. Im Spiel beherrschen wir Chance und Risiko gut – ob beim Skatkloppen oder bei "Wer wird Millionär?". Einen "Grand ohne vier" kann man respektabel verlieren, gleiches gilt für das Verpatzen der "32.000-Euro-Frage". Aber niemand verliert gern sein eigenes, sauer verdientes Geld. Dumm nur, dass es sich beim Geldanlegen genauso verhält wie beim Spielen: Je geringer das Risiko, desto niedriger die Gewinnchance.

Diversifikation: Das Risiko reduzieren

Geld anlegen hat im Gegensatz zum Zocken jedoch einen Vorteil: Sparer müssen nicht alles auf eine Karte setzen – und sollten es auch nicht. Die Auswahl ist groß, aber doch einfach zu sortieren: Aktien (auch Aktienfonds), Anleihen (z.B. Bundeswertpapiere), Investmentfonds, Immobilien (auch Immobilienfonds), Rohstoffe (z.B. Gold) und Geld (z.B. Tages- und Festgeld) selbst. Dabei gilt: Die Mischung macht’s. Statt auf einzelne lukrative Chancen zu schielen, gilt es, das Kapital möglichst breit gestreut anzulegen und die fünf Vermögensarten geschickt zu kombinieren. Das mindert das Verlustrisiko – oder kann bei gleich bleibendem Risiko die Ertragschancen erhöhen.

Aus der Bankenkrise sollten auch schon Kleinanleger außerdem eins gelernt haben: Breit streuen gilt insbesondere auch für Finanzdienstleister wie Banken und Versicherungen, denn auch die können pleite gehen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, hat seine Geldanlagen also bei mehren Instituten liegen. Im besten Fall sitzen die Finanzdienstleister dabei in einem vertrauenswürdigen, wirtschaftlich vergleichsweise leistungsfähigen Staat, der für sie bürgt. Gerade bei der Geldanlage im Ausland lohnt sich die Nachfrage, was passiert, wenn das Institut bankrott geht und ob - wie in Deutschland oder zum Beispiel den Niederlanden - im Notfall der Staat einspringt.

Information: Nur Verständliches erwerben

Finanzprodukte, die noch nicht einmal der Experte am Beratungstisch gegenüber richtig verstanden hat, gehören aber in kein Portfolio. So vertrauenswürdig mancher Bankberater und Versicherungsvertreter auch wirken mag, er ersetzt nicht die eigene Entscheidung - und die kann man nur mit ausreichendem Wissen treffen. Warren Buffet, einer der reichsten Männer der Welt, hat seine Haltung zum Thema Aktienkauf so zusammengefasst: "Ich investiere nur in Unternehmen, wenn ich ihr Geschäft verstehe." Was der Börsenexperte formulierte, gilt uneingeschränkt auch für alle anderen Finanzprodukte.

Passgenauigkeit: Wohlfühlen ist Pflicht

Am Ende bleibt dann immer noch die persönliche Abwägung von Renditechancen und Verlustrisiken und die Frage, welche Geldanlage im Vergleich gut zu einem passt. Welche der verschiedenen Vermögensarten und wie sie miteinander gemischt sein sollen, hängt zum einen von den Lebensumständen ab. Ein Familienvater hat andere Ansprüche als ein Berufseinsteiger. Zum anderen muss sich der Sparer mit seinen Finanzanlagen auch wohlfühlen.

Bescheidenheit: Keinen Lotto-Gewinn erwarten

Jeder träumt einmal vom großen Absahnen. Es gibt jedoch gute Gründe, von sicheren Geldanlagen im echten Leben keine Casino-Renditen zu erwarten. Denn hinter Anlagen, die das versprechen, steht auch das gleiche Verlustrisiko wie in den entsprechenden Spieltempeln. Es gilt die Faustregel: je höher die Rendite, desto höher auch die Möglichkeiten, ein Minus zu machen oder gar sein komplettes Kapital zu verlieren. Anlagen, die deutlich mehr als den durchschnittlichen Tagesgeldzins versprechen, sind letzten Endes immer irgendwie riskant.

Das richtige Portfolio für Sie

Wenn Sie wissen wollen, welche Geldanlage für Sie die richtige ist, sollten Sie einen Blick auf unsere Muster-Portfolios werfen. Mit unseren Tools können Sie ganz einfach nachrechnen, welche Bank die besten Tarife bietet.

Komplexes Wissen leicht vermittelt

Damit Sie Ihrem Bankberater, der sich zwar so nennt, aber in erster Linie Verkäufer ist, beim nächsten Treffen auf Augenhöhe begegnen, sollten Sie zudem einen Blick auf das Glossar mit den wichtigsten Wirtschaftsbegriffen werfen. Ihr neu gewonnenes Wissen können Sie zudem gleich in einem kniffligen Test überprüfen. Wem das Angebot noch nicht reicht, der kann sich über eine Linkliste zu weiteren Internet-Seiten zum Thema Geldanlage informieren.

#Link;http://www.stern.de/wirtschaft/geld/festgeldkonto-vergleich-sichere-anlagen-mit-hoher-rendite-1502839.html;Hier geht's zum Festgeldkonto-Vergleich#

Felix Disselhoff

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Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

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