Welche Dämmung wirklich nützt

31. Oktober 2012, 11:37 Uhr

Wer sein Haus nach modernen Standards dämmt, kann die Energiekosten stark senken. Aber gilt wirklich immer: je mehr, desto besser? Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Dämmung und Belüftung. Von Sven Rohde und Michael Brüggemann

Seit dem Einzug der Wärmebildkameras lässt sich auch visuell wunderbar nachvollziehen, wo die kostbare Energie aus dem Haus entweicht. Die Schwachstellen in der Dämmung sollte man möglichst sanieren, denn sie kosten bares Geld. Andererseits ist die energetische Aufrüstung auch nicht kostenlos zu haben, sodass Aufwand und Ertrag gegenüber gestellt werden müssen. Was kostet wie viel und lohnt sich die Investition? Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Dämmung und Belüftung zusammengestellt.

Soll der Energieberater kommen?

Auf jeden Fall! Achten Sie aber darauf, wem Sie die Tür öffnen. Der Begriff Energieberater ist nicht geschützt. Eine Stromsparberatung für den Haushalt beispielsweise darf jeder anbieten, der sich für qualifiziert hält. Gute Berater findet man auf der Liste des zuständigen Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) unter www.bafa.de. Eine zweite verlässliche Adresse ist die Datenbank für Gebäudeenergieberater der Deutschen Energie-Agentur: www.zukunft-haus.info.

Bewertung
• Investition: zwischen 5 und 1000 Euro, je nach Aufwand, Zuschüsse möglich
• Amortisation: in Abhängigkeit von der Sanierungsmaßnahme
• CO2-Einsparung: individuell unterschiedlich
• Aufwand: Termin vorbereiten, alte Strom- und Heizungsrechnungen zusammenstellen
Gesamturteil: *****

Sollte die Dämmung immer so dick wie möglich sein?

Eine Fassadendämmung hält bei fachgerechtem Einbau je nach Material 20 bis 40 Jahre. Die Dämmstärke nachträglich zu erhöhen ist mit viel Aufwand und Kosten verbunden. Deshalb sollte stets eine Dimension gewählt werden, die für diesen Zeitraum wirtschaftlich wie ökologisch gesehen sinnvoll erscheint. Beim Wärmedämmverbundsystem machen die Dämmplatten nicht den Hauptteil der Gesamtkosten aus. Dämmstärken zwischen 12 und 25 Zentimetern sind daher immer noch wirtschaftlich. Mit jedem zusätzlichen Zentimeter ist die Energieersparnis jedoch sehr gering. Für Passivhäuser gilt allerdings: Erst ab 30 Zentimeter Dämmung ist der Restheizbedarf so niedrig, dass das Haus auch mit vorgewärmter Frischluft beheizt werden kann. Heizkörper braucht es dann nicht mehr.

Die Heizkosten sind jedoch nur ein Aspekt: "Auch mögliche gesundheits- und umweltgefährdende Inhaltsstoffe, der Lebensweg eines Baustoffs von der Herstellung bis zur Entsorgung und das Verhalten im Brandfall sollten berücksichtigt werden", sagt der Architekt und Baubiologe Winfried Schneider vom Institut für Baubiologie + Ökologie Neubeuern (IBN). Je nach Primärenergieaufwand schwankt die energetische Amortisationszeit zwischen wenigen Tagen bei manchen Naturfaserdämmstoffen und bis zu zwei Jahren bei Mineralfaser- und Kunststoffdämmungen. So lange dauert es, die bei der Herstellung des Dämmstoffs verbrauchte Energie einzusparen. Zudem ist eine hohe Qualität des Materials wichtig, sonst geht der Energiespareffekt verloren. Ist das Bauteil erst verkleidet, sind nachträgliche Korrekturen nur mit großem Aufwand möglich.

Gesamturteil: ****

Wie gut sind Passivhäuser?

Passivhäuser helfen, viel Energie zu sparen, und ihre Technik wird von den Nutzern akzeptiert. Man muss kein Technik-Freak sein, um in einem Passivhaus zu wohnen. Werden die Einsparziele nicht erreicht, liegt das vor allem an einer fehlenden oder mangelhaften Einweisung der Bewohner in die Lüftungstechnik, aber auch an unsachgemäßen Installationen und schlechter Planung. Studien stellen fest, dass die meisten Bewohner sehr zufrieden mit dem Wohnklima ihrer Häuser sind. Je besser sie sich auf ihr Passivhaus einstellen, desto höher die erzielten Einsparungen und desto behaglicher das Raumklima.

Dass man in Passivhäusern nicht lüften darf, ist übrigens eine Mär: Die Bewohner können jederzeit die Fenster öffnen, müssen es aber nicht. Eine Lüftung versorgt alle Räume mit vorgewärmter Frischluft. Im Sommer ist ein nächtliches Lüften im Schlafzimmer sogar vorteilhaft, nur im Winter sollte das Fenster geschlossen bleiben. Woran man sich allerdings gewöhnen muss, sind die gleichmäßigen Temperaturen im ganzen Haus. Im Passivhausstandard ist serienmäßig weder ein kühlerer Vorratsraum noch ein wärmeres Bad vorgesehen - beides kann aber auf Wunsch eingeplant werden.

Bewertung
• Investition: ab etwa 1300 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche
• Aufwand: sorgfältige Planung und Ausführung nötig
Gesamturteil: ****

Kann man die oberste Geschossdecke selbst dämmen?

Das Dämmen der obersten Geschossdecke ist rasch erledigt. Deswegen ist die Maßnahme bei Heimwerkern sehr beliebt. Wird das Dachgeschoss nicht genutzt, reicht es, die Dämmung auf die Decke aufzulegen oder zu schütten. Auch bei einem begehbaren Dachgeschoss können Laien die Decke selbst dämmen. Allerdings sollte ein Fachmann die Sanierung begleiten, damit keine Baumängel auftreten. Das kann schnell passieren, etwa durch den Einbau einer PVC-Schicht: Dringt nun Feuchtigkeit in die Decke, kann diese unter Umständen nicht mehr nach oben entweichen und schädigt die Konstruktion.

Bei Dampfbremsen ist besondere Sorgfalt gefordert. Sie verringern die Wasserdampfmenge, die in die Wärmedämmung diffundiert, nur dann effektiv, wenn sie an der richtigen Stelle sitzen und alle Übergänge dicht verklebt sind. Falsch geplante und mangelhaft ausgeführte Dampfbremsen können Durchfeuchtungen, Schimmelpilz und Bauschäden zur Folge haben. Ludwig Sabel, Architekt und Koautor des Buches "Hauserneuerung", motiviert Bauherren, selbst anzupacken, warnt aber auch: "Man sollte sich nicht von vermeintlich einfachen Anleitungen im Baumarkt verleiten lassen."

Bewertung
• Investition: 25 Euro pro Quadratmeter Amortisation: nach zwei bis drei Jahren
• CO2-Einsparung: bei einer Dämmung mit 24 Zentimeter Zellulose jährlich 70 kg pro Quadratmeter
• Aufwand: gering, wenn die oberste Geschossdecke nicht begehbar sein soll
Gesamturteil: ****

Lohnt es sich, Rollladenkästen und Heizkörpernischen zu dämmen?

Auf jeden Fall! Die Dämmung ist preiswert, einfach und sehr wirksam. Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Sie rechnet sich durch niedrigere Heizkosten nach ein bis fünf Jahren und wird umgehend durch mehr Behaglichkeit belohnt. Das liegt an der armseligen Konstruktion der alten Rollladenkästen. Zum Raum hin verschließt sie nur eine Holz- oder Metallplatte. Ein gewaltiges Wärmeleck.

Dieser sogenannte Revisionsdeckel lässt sich leicht öffnen. Im Baufachhandel gibt es spezielle Rollladendämmungen, die dann aber noch präzise zugeschnitten und im Kasten verlegt werden müssen. Wichtig: die Fugen mit dauerelastischem Acryldichtstoff abdichten. Außerdem einen hochwertigen Dämmstoff wählen: Polyurethan oder, noch besser, Phenolharz, kein Polystyrol.

Auch die Kosten halten sich in Grenzen. Für ein mittelgroßes Einfamilienhaus werden 500 bis 1800 Euro fällig - je nach Dämmstoff und Anteil von Eigenleistung beziehungsweise Handwerkerleistung. Ebenso lohnend ist die Dämmung von Heizkörpernischen - dadurch lassen sich bis zu sechs Prozent Heizkosten sparen. Am effektivsten, aber auch am aufwendigsten ist es, die Heizkörpernische vollständig zu dämmen. Dazu muss der Heizkörper versetzt oder die Aufhängung verlängert werden. Aber auch mit einer guten Dämmung hinter dem Heizkörper lässt sich der Energieverlust drosseln.

Bewertung
• Investition: fürs Dämmen der Rollladenkästen 500 bis 1800 Euro, fürs Dämmen der Heizkörpernische ab 20 Euro pro Nische
• Amortisation: bei Rollladenkästen ein bis fünf Jahre (in Eigenleistung), bei Heizkörpernischen zwei Jahre
• CO2-Einsparung: 41 kg pro Quadratmeter Rollladenkasten
• Aufwand: bei Rollladenkästen gering, bei Heizkörpernischen mittel
Gesamturteil: *****

Sind teure Wärmeschutzfenster wirklich eine gute Lösung?

Bei der Sanierung ist der Austausch der Fenster meist nur ein Schritt unter vielen. Andere Wärmelecks - schlecht gedämmte Außenwände und Decken oder dünnwandige Heizungsnischen - sind damit noch nicht beseitigt. Das kann zu erheblichen Problemen führen, denn die neuen luftdichten Fenster verringern den Luftaustausch im Haus. Die Folge: In den Räumen steigt die Luftfeuchte. An kühlen Wänden kann dadurch Schimmelpilz entstehen. Werden Fenster ausgetauscht, sollten die Außenwände möglichst zeitgleich (aber spätestens innerhalb der nächsten zwei Jahre) saniert werden.

Durch den Einbau dreifachverglaster Wärmeschutzfenster sinkt der Wärmeverlust im Vergleich zur Einfachverglasung um bis zu 80 Prozent. Gleichzeitig schützen die neuen Scheiben vor Außenlärm. Der Austausch ist teuer. Aber es lohnt sich dennoch. Bei einem Einfamilienhaus mit einer Fensterfläche von 30 Quadratmetern macht sich die Investition schon nach etwa sechs Jahren bezahlt. Wer statt Zweifachverglasung dreifachverglaste Fenster wählt, spart über einen Zeitraum von 30 Jahren, der durchschnittlichen Lebensdauer eines Fensters, sogar rund 5300 Euro Heizkosten und entlastet das Klima um knapp 20 Tonnen CO2.

Alternative: Für Altbauten gibt es Fenster mit Außenwand-Luftdurchlässen. Das klingt zunächst widersinnig - undichte Fenster werden ausgetauscht, um sie dann durch neue Fenster mit Lüftungsschlitzen zu ersetzen. Aber solche Fenster sichern eine Mindestlüftung.

Bewertung
• Investition: für den Glasaustausch 140 bis 175 Euro pro Quadratmeter, für neue zweifachverglaste Fenster 300 bis 400 Euro pro Quadratmeter
• Mehrpreis für dreifachverglaste Wärmeschutzfenster: 15 bis 70 Euro pro Quadratmeter
• Mehrkosten für Außenwand- Luftdurchlässe: 10 bis 50 Euro pro Fenster
• Aufwand: hoch
Gesamturteil: ****

Gilt immer noch die Reihenfolge: Zuerst in Wärmedämmung, dann in Haustechnik investieren?

Mit einer besseren Dämmung sinkt der Energiebedarf sofort. Wird zuerst die Heizung und Jahre später die Dämmung erneuert, müsste die Heizung viel zu groß dimensioniert sein. Denn in einem nicht gedämmten Haus muss die Vorlauftemperatur immer noch relativ hoch sein. Das bedeutet, dass bestimmte Heizsysteme wie eine Wärmepumpe gar nicht genutzt werden können. Sie setzen eine gute Dämmung der Gebäudehülle voraus. Und selbst die Brennwerttechnik eines neuen Gaskessels lässt sich in einem schlecht isolierten Haus nicht voll ausschöpfen. Deshalb ist es sinnvoll, Dämmung und Heizung immer im Paket zu sehen und die Sanierung parallel anzugehen.

Bewertung
• Investition: Dämmung von Außenwänden, Keller und Dach bei einem 110-Quadratmeter-Einfamilienhaus rund 30.000 Euro, reine Außenwanddämmung etwa 16.000 Euro. Muss die Fassade ohnehin saniert werden, liegt der Aufpreis für die energetische Sanierung bei rund 10.000 Euro. Zum Vergleich: Ein neuer Brennwertkessel kostet inklusive Montage 6000 bis 8000 Euro
• Amortisation: Wärmedämmung bis zu 40 Jahre, energetische Fassadensanierung 12 bis 14 Jahre, neuer Brennwertkessel 8 bis 10 Jahre
• CO2-Einsparung: bei einem 110-Quadratmeter-Einfamilienhaus aus den 60er Jahren durch eine Außenwanddämmung jährlich 34 kg pro Quadratmeter Wohnfläche. Der Austausch eines Gas-Niedertemperaturkessels gegen ein Gasbrennwertgerät bringt 15 kg pro Quadratmeter Wohnfläche
• Aufwand: beim Dämmen hoch - rentiert sich nur, wenn die Fassade ohnehin saniert wird. Beim Kesselaustausch niedrig.
Gesamturteil: ***

Ist es ökologisch sinnvoll, die Fassade mit einem Wärmedämmverbundsystem auf Erdölbasis zu verkleiden?

Es klingt verkehrt: Wir isolieren unsere Häuser mit Dämmstoffen auf Erdölbasis, um Heizöl zu sparen und die Umwelt zu entlasten. Erreichen wir damit nicht genau das Gegenteil? Diese Frage hat das Wuppertal Institut anhand von extrudiertem Polystyrol-Hartschaum (XPS) untersucht. Verblüffendes Ergebnis: Der Energie- und Ressourcenverbrauch sowie die Umweltbelastung durch die Herstellung fallen kaum ins Gewicht gegenüber der großen Menge eingesparter Heizenergie. Auch andere Studien kommen zu dem Schluss, dass die energetische Amortisationszeit von künstlichen Dämmstoffen maximal zwei Jahre beträgt.

Alternative: Naturdämmstoffe sind zum Teil schon nach wenigen Tagen oder Wochen im grünen Bereich. Hinzu kommt, dass sich Polystyrol, der am meisten eingebaute künstliche Dämmstoff bei Wärmedämmverbundsystemen, aus diesem Verbund nur sehr schwer trennen und entsorgen lässt. Ein Großteil des beim Bauen eingesetzten Polystyrols wird daher nicht recycelt.

Bewertung
• Investition: im Altbau ca. 120 Euro pro Quadratmeter, im Neubau ab 60 Euro
• Amortisation: bis zu 40 Jahre beim Altbau. Soll die Fassade ohnehin saniert werden, rechnen sich die Mehrkosten für eine energetische Fassadensanierung aber schon nach 12 bis 14 Jahren
• CO2-Einsparung: ca. 25 kg pro Quadratmeter Außenwandfläche
• Aufwand: hoch
Gesamturteil: ***

Sollen Altbauten energetisch aufwendig saniert werden, oder soll man sie lieber abreißen und ein Passivhaus bauen?

"Für einen Abriss sprechen meistens ganz andere Kriterien als mögliche Grenzen einer energetischen Verbesserung", sagt Werner Eicke-Hennig, Leiter der hessischen Energiesparaktion. "Beispielsweise der extrem schlechte Schallschutz von Bauten aus den 50er Jahren oder unzeitgemäße Grundrisse im Mietwohnungsbau." Oft lässt sich mit einem Neubau auf gleichem Grundstück ein Gebäude mit höherer Nutzfläche errichten. Auch das energetische Verbesserungspotenzial ist beim Altbau begrenzt. Allerdings wird für den Neubau eines Einfamilienhauses mindestens die doppelte Energiemenge benötigt wie für seine Modernisierung. Und da ist der Energieaufwand für den Abbruch noch nicht eingerechnet.

Bewertung
• Investition: für die Sanierung eines typischen Einfamilienhauses aus den 50er Jahren mit 140 Quadratmeter Wohnfläche, voll unterkellert, ohne Außendämmung, mit einer 36 Jahre alten Ölheizung und einfach verglasten Fenstern etwa 74.000 Euro (Dämmung, Fenster, Türen, Kesseltausch, neue Lüftungsanlage und Solarthermie). Weitere Kosten können hinzukommen, etwa für Dacheindeckung, Wasserleitungen oder Badsanierung. Zum Vergleich: Ein 140 Quadratmeter großes Passivhaus kostet im Durchschnitt rund 180.000 Euro, der Abriss des Altbaus 10.000 Euro • Amortisation: bei einer Komplettsanierung für 70.000 Euro 14 Jahre
• CO2-Einsparung: kleine Sanierung (Dämmung oberste Geschossdecke, Kellerdecke, Rohrleitungen, Thermostatventile): 5500 kg pro Jahr, Komplettsanierung: bis zu 26.000 kg pro Jahr
• Aufwand: hoch. Vorteil bei der Sanierung: stufenweises Vorgehen möglich
Gesamturteil: ***

Müssen Häuser wirklich luftdicht gebaut sein?

Das ist sogar per Gesetz vorgeschrieben. Dick gedämmte Außenwände und mehrfach verglaste Scheiben halten die Wärme im Haus, Anschlüsse und Fugen werden sorgfältig abgedichtet. Das ist wichtig, denn undichte Stellen an Fenstern, Türen, Wänden oder Dächern führen zu enormen Wärmeverlusten. Mit der fachgerechten Dämmung von Häusern und Wohnungen können Eigentümer und Mieter viel Geld sparen. Das Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft.

Allerdings kann durch die luftdichte Hülle Schimmel entstehen. Regelmäßiges Lüften ist also Pflicht. Wer viel Zeit außer Haus verbringt, fährt am besten mit dem Einbau einer bedarfsorientierten Lüftungsanlage. Sie saugt verbrauchte Luft aus Küchen und Bädern ab und versorgt alle Räume mit vorgewärmter Frischluft. Die Luftmenge passt sich dabei automatisch der vorhandenen Raumluftqualität an.

Gesamturteil: *****

Lohnen Lüftungsanlagen, oder werden sie zu Keimschleudern?

Dass sich in Lüftungsrohren durch eine falsche Filterinstallation Keime und Sporen bilden, ist nicht ausgeschlossen, aber äußerst selten. Die Luftqualität bei Lüftungsanlagen sei sogar besser als bei der üblichen Fensterlüftung, stellte eine Studie der Technischen Hochschule Zürich fest. Gerade in den Übergangsphasen und im Sommer sei die Außenluft, die über Fenster ins Haus gelangt, wesentlich stärker bakteriell belastet. Voraussetzung ist allerdings eine sorgfältige Planung der Anlage und ein jährlicher Filterwechsel.

Bewertung
• Investition: zentrale Abluftanlage im Neubau 3500 Euro, zentrale Lüftungsanlage mit Wärmetauscher 7900 Euro, mit Kompaktgerät 16.400 Euro, in Altbauten 250 bis 400 Euro mehr
• CO2-Einsparung: bei einem 155-Quadratmeter-Haus etwa 500 kg im Jahr
• Aufwand: im Neubau sowieso gefordert, kein zusätzlicher Montageaufwand
Gesamturteil: *****

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