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Bentley Arnage Drophead: Luftige Lordschaft

Bentley zeigt auf der Los Angeles Auto Show das neue Arnage Drophead Coupé Konzeptfahrzeug. Bereits produktionsreif könnte das viersitzige Luxus-Cabriolet schon im Frühjahr 2006 die Nachfolge des Bentley Azure antreten.

Vor zwei Jahren wurde die Produktion des Azure eingestellt. Eingefleischte Bentley-Fans müssen seitdem geschlossen reisen oder aber - schockierende Idee - auf Gebrauchtfahrzeuge zurückgreifen. Die Zeit des Jammerns kann bald vorbei sein. Wenn sich nur genügend Lords und Scheichs für den Arnage Drophead entscheiden, startet die Serienproduktion. Die Zeit wurde für Bentley knapp, ausgerechnet Rolls-Royce, der Nobel-Rivale für die weniger noble Kundschaft, hat das Cabrio 100EX für 2007 auf der Agenda. Eine ernste Bedrohung, kultiviert Bentleys doch den Ruf, Erbauer der stilvollsten Cabriolets der Welt zu sein. Nun haben die Wagen mit der Emily erst einmal das Nachsehen. Plattform und markante Fahrzeugfront des Drophead entsprechen der Arnage Limousine, Innenraum und Heck wurden für das Cabrio neu gestaltet.

Das Design lehnt sich am Park Ward S1 Drophead Coupé von 1955 und dem Azure von 1995 an. Damit es bei der Ausfahrt über den Golfplatz nicht knirscht, wurde die Karosserie aufwändig verstärkt. Mit dem Besten von Mutter Natur wurde der Innenraum ausgeschmückt. Viele Flächen sind aus Eichenwurzelholz mit Buchsbaum-Einlegearbeiten, sonst schmeichelt edles Leder den Händen. Kuschelige Atmosphäre verbreitet eine indirekte Beleuchtung hinter den Armlehnen.

Die Eleganz vergangener Tage verbreitet der leichte Bogen der Karosserie. Dazu trägt auch bei, dass der Kofferraum vom gewöhnlichen Stauraum-Terror verschont blieb. Er muss nur Platz für zwei Golfbags und Handgepäck bieten. Damit der 5,40 Meter lange Straßen-Panzer ein wenig handlicher wirkt, wurde die Karosserie abgesenkt, und zugleich wurde die Windschutzscheibe stark zum Fahrer hin geneigt. "Bei viersitzigen Cabriolets kommt es darauf an, dass sie Anmut und Eleganz im offenen Zustand ausstrahlen. Jedoch dürfen diese Attribute auf keinen Fall verloren gehen, wenn man geschlossen unterwegs ist. Wir denken, dass wir diesen Balanceakt mit der wunderschönen Dachlinie perfekt gemeistert haben", sagt Dirk van Braeckel, Design-Chef bei Bentley Motors. Das Verdeck besteht aus Stoff, es öffnet sich in nur 25 Sekunden. Vollautomatisch natürlich, wie in dieser Preisklasse zur erwarten ist. Für die Sicherheit der wohlgeborenen Passagiere sorgt ein System mit automatisch ausfahrenden Überrollbügeln. Angesichts des flachen Hecks, der abfallenden Frontscheibe und der beachtlichen Länge des Fahrzeuges eine sinnvolle Vorsichtsmaßnahme. Für den Antrieb ist der 6,75 Liter-Twinturbo-V8-Motor mit 456 PS und maximal 875 Nm Drehmoment aus dem Arnage zuständig.

Mit dem Arnage Drophead hat Bentley das Luxus-Cabrio nicht neu erfunden, dafür wurde die Tradition des Azure auf die neue Plattform gebracht. Für eine Kundschaft, die sich per se für Revolutionen jeder Art nicht begeistern kann, die richtige Strategie. Kra

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.