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Faszination: Mercedes Fascination: Seine Lordschaft lassen bitten

Auf dem Autosalon in Paris zeigt Mercedes sein Design-Showcar Concept Fascination: Eine edle Mischung aus Coupé und Kombi - mit stilvollen Details und starken optischen Anklängen an die kommende neue E-Klasse.

Showcars geben den Designern die Möglichkeit zu experimentieren und großzügig neue Ideen auszuprobieren. Für die Hersteller dienen sie auch dazu, die Reaktionen des Publikums auf neue Autoideen kennen zu lernen. Zum Beispiel schon mal auf die Frontansicht der kommenden E-Klasse. Die wird wie der Fascination statt der aktuellen vier runden Augen unterschiedlich große rhombische Lichtwerfer haben.

Auch noch ganz real ist, was sich unter der Motorhaube der Studie verbirgt: Genau der Vierzylinder-Spardiesel, der demnächst als Blue Efficiency im C 250 CDI Premiere hat. Trotz geringen Verbrauchs leistet er 204 PS und 500 Newtonmetern Drehmoment. Das soll den Spurt auf Tempo 100 in nur sieben Sekunden ermöglichen.

Rund oder eckig, kräftig oder im Verbrauch bescheiden: Der Coupé-Kombi, verkündet Mercedes jedenfalls ganz unbescheiden, solle vor allem beweisen, dass man "die begehrenswertesten Coupés" der Welt baut.

Entsprechend werden im Concept Fascination nur edelste Materialien wie Sattelleder, Holz, Aluminium und hochwertige textile Stoffe verwendet. So ist die Oberfläche der Mittelkonsole zum Beispiel aus Aluminium und mit dickem dunklen Leder bezogen. Leder auch auf den oberen Bereichen der Instrumententafel und den Armauflagen in den Türen. Die Sitze sind aus edlem Nubukleder, die Sitzspiegel mit hochwertigen Stoffen bezogen. Auch die Zierleisten aus amerikanischen Nussbaum wurden in Chrom gefasst.

Zigarren für Merkwürden

Einer, der so ein sportiv stilvolles Ambiente zu schätzen gewusst hätte, flimmerte zu jener Zeit erstmals über die deutschen Fernsehbildschirme, als der heutige Chefdesigner gerade bei Mercedes anfing: Fernsehlord Brett Sinclair (Roger Moore). Er und sein Freund Danny Wilde (Tony Curtis) hätten am Concept Fascination sicher ihre spöttische Freude gefunden.

Etwa an dem aufklappbaren Boden im Laderaum, in dem sich zwei Ferngläser und eine digitale Fotokamera inklusive Wechselobjektiven finden - die ideale Ausstattung für den adligen Hobby-Detektiv und seinen reichen proletarischen Freund bei der Recherche an der Côte d'Azur. Und stilvoll zudem: Auf Knopfdruck gibt der Hubtisch aus Rauchglas das darunter liegen Kühlfach und Sektkelche frei - perfekt, wenn "Die Zwei" mal weibliche Gäste haben. Und für den Fall, dass die beiden den Tag nach gelöstem Fall bei einer kultivierten Zigarre ausklingen lassen wollen, findet sich an dieser Stelle auch noch ein Humidor.

Natürlich kann man den Hubtisch ausklappen und an ihm stilvoll picknicken. Spätestens hier würde "Merkwürden" völlig aus dem Häuschen geraten, "Ich glaub, mich tritt ein Pferd" sagen und seinen geliebten alten Aston Martin DBS umstandlos gegen diesen Kombi eintauschen.

Wenn das Gerücht stimmt, dass an einer Kinofassung von "Die Zwei" mit George Clooney und Hugh Grant gearbeitet wird, dann wäre der Fascination doch ein tolles Productplacement. Na dann - "Tschüssikowski".

Hans Bast / pressinform / PRESSINFORM
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.