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Roadster vor Marktstart BMW legt Z4 neu auf – beliebtes Modell erscheint "sportlicher denn je"

Der neue BMW Z4 fährt auf einer Landstraße
Der neue BMW Z4
© BMW AG
BMW legt den Z4 neu auf. Das beliebte Roadster-Modell erscheint mit erweiterter Serienausstattung, und dadurch "sportlicher und attraktiver denn je". Die aufgefrischte Version könnte die letzte Fahrzeugversion sein, bevor die Produktion des Z4 eingestellt wird.

Bei dem neuen Z4 weitet BMW den sportlichen Charakter des Fahrzeugs aus. Bei dem angekündigten Roadster wird das M-Sportpaket zur Serienausstattung. Damit erscheint der Zweisitzer etwa mit Sportbremsanlage, variabler Sportlenkung und diversen, anderen sportlichen Eigenschaften. 

Es sollen zwei Ausführungen mit einem Vierzylinder-Motor sowie eine Weitere mit Reihensechszylinder auf den Markt kommen. Die Vierzylinder-Varianten sind serienmäßig mit 6-Gang-Handschaltgetriebe ausgestattet. Für das Einstiegsmodell ist aber auch ein 8-Gang-Sportgetriebe erhältlich, das bei den anderen Motorvarianten zur Serienausstattung gehört. Dieses ermöglicht ein Schaltwippen am Lenkrad und eine Kontrollfunktion für traktionsoptimiertes Beschleunigen aus dem Stand heraus. Die Handschaltung bleibt damit dem Sechszylinder-Modell M40i vorenthalten.

Die Top-Ausführung mit einem 3-Liter-Hubraum kommt auf 340 PS und ein maximales Drehmoment von 500 Newtonmeter. Sie soll den Z4 aus dem Stand in 4,5 Sekunden auf eine Geschwindigkeit von 100 km/h beschleunigen können. Der leistungsärmere sDrive30i kommt immerhin auf 258 PS und der sDrive20i auf 197 PS.

BMW Z4 setzt auf sportliche Akzente

Auch optisch setzt der Zweisitzer auf sportliche Akzente. Das Interieur des aufgefrischten Z4 zeichnet sich durch Sportsitze in Leder aus. Bei der Ausführung 30i gibt es eine M-Ausstattung, zu der unter anderem ein Lederlenkrad gehört. Zur umfangreichen Serienausstattung des Z4 zählen zudem 18-Zoll-Räder. Auf Wunsch sind aber auch 19-Zoll-Räder erhältlich. 

Beim Exterieur wirbt BMW mit "zahlreichen individuellen Details". So besitzt der Roadster etwa große Lufteinlässe, weit außen platzierte LED-Scheinwerfer, eine lange Motorhaube sowie eine Heckschürze mit besonders markanten Erfassungen. Die Fahrzeugbreite und -statur sollen nunmehr intensiver zum Ausdruck kommen. Außerdem verleiht ein integrierter Heckspoiler dem Auto einen sportlichen Charakter.

Der Z4 ist in sieben verschiedenen Lackierungen erhältlich, wobei erstmals die Farben Thundernight metallic, Portimao Blau metallic und Skyscraper Grau metallic verfügbar sind. Das serienmäßig schwarze Textildach kann alternativ in der Farbe Anthrazit Silbereffekt bestellt werden und lässt sich elektrisch öffnen wie auch schließen.

Darüber hinaus gehören die Sitzheizung, das Parkassistenzsystem mit Sensoren vorne und hinten, der automatisch abblendende Innenspiegel sowie die Klimaautomatik zur Serienausstattung. Weiter sind eine Frontkollisionswarnung mit Bremseingriff, eine Spurverlassenswarnung mit Fahrbahnrückführung und eine Funktion zur Überholverbotsanzeige in Serie dabei. Optional sind unter anderem die Aktive Geschwindigkeitsregelung mit Stop & Go-Funktion, die Spurwechselwarnung, die Heckkollisions- und die Querverkehrswarnung ebenso wie der Parkassistent mit Rückfahrkamera erhältlich. Gegen Aufpreis erhalten Kundinnen und Kunden auch einen Head-Up-Display, welcher Fahrinformationen in die Frontscheibe projiziert.

Preis startet bei knapp unter 50.000 Euro

Mit dem neuen Z4 setzt BMW eine beliebte Fahrzeugserie fort, die ihre Anfänge im Jahr 1987 nahm. Damals stellten die Münchener den Z1 als Innovationsträger vor – ein Modell mit Frontmittelmotor, versenkbaren Türen, Stahl-Fahrgestell und Kunststoff-Verkleidung. Zwischen 1988 und 1991 verkaufte sich der Roadster nach BMW-Angaben rund 8000 Mal, wobei das Auto inzwischen zum beliebten Sammlerstück geworden ist. 1995 folgte der Z3, der als Dienstwagen von James Bond in dem Kinofilm "GoldenEye" debütierte. Vier Jahre später feierte dann ein Vorserienmodell des Z8 in dem James Bond-Film "Die Welt ist nicht genug" Prämiere.

2002 enthüllte BMW erstmals den Z4, der als Nachfolger des Z3 auf den Markt kam. Vier Jahre später kam eine Coupé-Version heraus, die die Basis für ein GT3-Rennfahrzeug stellte. Im Anschluss brachte BMW 2009 die zweite Generation des Z4 mit versenkbarem Hardtop auf den Markt. Der Roadster sowie das Coupé des Vorgängermodells waren damit abgelöst.

Die aktuell dritte Generation des Z4 ist seit 2020 auf dem Markt und wurde nach BMW-Angaben weltweit bisher über 55.000 Mal verkauft. Der Z4 sei "von Beginn an das mit Abstand meistverkaufte Modell in seiner hart umkämpften, ausschließlich von deutschen Premium-Marken besetzten Fahrzeugklasse". Er habe seinen Marktanteil seitdem kontinuierlich steigern können, heißt es in einer Pressemitteilung. Darin dürfte wohl auch die Begründung für die nun vorgestellte Neuauflage des Roadsters legen, welche ab November ihren weltweiten Marktstart haben und zum Modelljahr 2023 greifen soll. Preislich startet der Z4 bei 48.500 Euro. Der sDrive30i kostet 59.300 Euro und der M40i 66.900 Euro. Der Roadster könnte der letzte Z4 überhaupt sein, denn BMW will dessen Produktion im Oktober 2025 ohne Nachfolger einstellen.

Quellen: BMW, Auto Motor und Sport

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