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Audi A6 2.0 TDIe: Der Premium-Sparer

Der Audi A6 2.0 TDIe ist so was wie der Passat BlueMotion für Besserverdienende. Aber wieviel Spaß machen 136 Diesel-PS in einem Prestige-Kreuzer, der am liebsten mit großen Motoren und Allrad gekauft wird?

"Schatz, wo ist der Tank?" Als die besorgte Ehefrau ihren Mann zum Flughafen bringt und den Wagen übernimmt, muss diese Frage natürlich geklärt werden. Doch während der Gatte zur Lage von Lichtschalter oder Rückwärtsgang keine Sekunde zögern muss, schaut er beim Thema Tank nur dumm aus der Wäsche. "Bis zu 1300 Kilometer ohne zu tanken", verspricht die Stimme aus dem Off. 13 Jahre hat der berühmte Werbspot für den ersten A6 TDI schon auf dem Buckel, doch mit ein paar neuen Schnitten könnte Audi ihn wieder senden.

Denn der frisch facegeliftete A6 hat als 2.0 TDI e einen Sparmotor, dessen Durchschnittsverbrauch von 5,3 Litern (Tankinhalt: 70 Liter) die 1300 Kilometer in greifbare Nähe rücken lässt.

Interessant ist der Spardiesel vor allem für Länder wie Frankreich, wo die Zulassungssteuer nach dem CO2-Ausstoß bemessen wird. In Frankreich liege man mit dem neuen 2.0 TDI 750 Euro günstiger als beim Vorgänger, rechnet Audi vor.

Doch der TDI e ist nicht nur für kühle Rechner geeignet. Der Umstieg von Pumpe-Düse auf Common-Rail-Technologie hat dem Motor gut getan und die Laufruhe stark verbessert. Auch an Piezo-Injektoren und Turbolader haben die Ingenieure gefeilt. Mit 320 Newtonmetern Drehmoment schiebt der A6 überraschend kräftig voran und erst beim letzten Drittel des 10,3 Sekunden langen Spurts von 0 auf 100 km/h hat man das Gefühl, dass ruhig noch etwas mehr drin sein könnte.

Kunden wollen Power

Nur manchmal auf der Autobahn stellt sich ein dezentes Gefühl der Unterlegenheit ein - wenn die Dreiliter-Quattros am Berg locker vorbeiziehen und man den TDI e mit Schaltarbeit bei Drehzahl-Laune halten muss. Und während die anderen der 250 auf dem Tacho entgegenfiebern, ist im TDIe nach reichlich Anlauf bei 208 km/h Schluss. Eilige Vertreter werden also weiterhin zu 2.7 TDI (190 PS) oder 3.0 TDI quattro (240 PS) greifen. "Der größte Teil aller A6 hatte Sechs- und Achtzylindermotoren, Allradantrieb und luxuriöse Sonderausstattungen an Bord", beschreibt Audi die bisherigen Kundenpräferenzen.

5,3 Liter Durchschnittsverbrauch gibt Audi für den TDI e mit Handschaltung an (5,8 Liter mit stufenlosem Multitronic-Getriebe). Bei einer sparsamen Fahrweise ist das zumindest laut Bordcomputer auch machbar. Der Mensch kann die Maschine unterstützen, indem er brav den Schaltempfehlungen folgt, die am Instrumentenbrett aufleuchten. Wie bei allen solchen Systemen ist man das ewige Augen-Tennis zwischen Straße und Display allerdings schnell leid.

Auch die leicht tiefer gelegte Karosserie oder das in den oberen Gängen länger übersetzte Getriebe helfen beim Sparen. "Die neue Schaltanzeige werden wir auch bei anderen Modellreihen einführen. Eine Start-Stopp-Automatik wird ebenfalls verfügbar sein, das dauert aber noch ein bisschen", sagt Richard Bauder, Chef der Dieselmotorenentwicklung bei Audi. Bei einem Langstreckengleiter wie dem A6 ist das zu verschmerzen, denn die Start-Stopp-Technik spart vor allem im Stadtverkehr.

Flott mit Kompressor

Bei den neuen Benzinern empfiehlt sich der 3.0 TFSI quattro (290 PS) als schnelles Spaßpaket mit akzeptablem Durchschnittsverbrauch (9,4 Liter). Dem Motor hilft kein Turbolader auf die Sprünge, sondern ein Kompressor. Das Rootsgebläse wird über einen Riemen direkt vom Motor angetrieben, während ein Turbolader den heißen Abgasstrom benötigt. Ein Turboloch gibt es beim Kompressor nicht, und die Extra-Power steht kontinuierlich zur Verfügung.

Wer sich als Privatmann oder Flotten-Einkäufer für den A6 entscheidet, sollte über ein üppiges Budget verfügen. Der A6 2.0 TDI e ist ab 35.100 Euro zu haben (Avant: 37.350 Euro). Den 2.7 TDI gibt es ab 39.900 Euro. Wer seinen A6 hauptsächlich für die Langstrecke verwendet und sparen möchte, ist bereits mit dem TDI e gut bedient und kann die Differenz von 4800 Euro in Extras stecken. Denn Luxusoptionen und Assistenzsysteme (zum Beispiel Abstandstempomat, Spurwechselwarner und adaptive Luftfederung) gibt es reichlich - es sind aber kräftige Aufpreise fällig.

Dicke Karre fahren und trotzdem unter 6 Liter verbrauchen - das geht im Volkswagen-Konzern natürlich auch billiger. Zum Beispiel mit Skodas Fullsize-Gleiter Superb Greenline (105 PS, Durchschnittsverbrauch 5,1 Liter, 24.890 Euro) oder dem Passat BlueMotion (105 PS, ebenfalls 5,1 Liter, 26.525 Euro). Beide Autos bieten freilich nicht die Fülle an Optionen und Assistenzsystemen wie der A6.

Eine Alternative für Technik-affine Kunden wäre der Passat CC 2.0 TDI (140 PS, 30.775 Euro). Er bringt es laut Werksangabe auf 5,8 Liter. Kombi-Alternativen zum Avant sind der Renault Laguna Grandtour 1.5 dCi (110 PS, Durchschnitt 5,3 Liter, 23.950 Euro) oder der BMW 520d Touring (177 PS, Durchschnitt ebenfalls 5,3 Liter, 40.700 Euro).

Ach ja: Der Tankdeckel beim Audi A6 sitzt übrigens hinten rechts.

Sebastian Viehmann / pressinform / PRESSINFORM
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.