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Audi A8: Herausforderer Audi-Maximus

Audi ist wer. Der Titan unter den Edelmarken, erfolgreich, wo andere straucheln. Der neue A8 soll die Verhältnisse in der Oberklasse neu definieren und die Konkurrenz auf die Plätze verweisen.

Von Gernot Kramper

Jetzt wird der Audi aller Audis auf die Straßen geschickt: der neue A8 ist da. Er soll die Verhältnisse in der Oberklasse neu definieren. Und so gewaltig vorfahren, dass sich die Büchsen von BMW und Mercedes winselnd in ihren Garagen verstecken. Das Ziel ist hoch gesteckt, auch für die selbstbewussten Ingolstädter. Früher konnte man stolz sein, als ungebetener Dritter am Tisch der Oberklasse zu sitzen. Damals war es frech und kernig überhaupt in der Edelrunde dabei zu sein. In Zukunft wird allein die Platzierung zählen. Und im Moment ist der A8 auf dem dritten Platz von drei Teilnehmern. Er fährt also Siebener und S-Klasse hinterher. Das soll und muss dieser Audi ändern.

Bescheidenheit ist keine Zier

Dieses Ziel will der neue A8 nicht mit Bescheidenheit erreichen. Sein Anspruch wurde ihm in die Aluminiumhaut geschnitten. Der Vorgänger war – bis auf den Audi-Rachen – zurückhaltend und fließend geformt. Der neue spricht eine andere Sprache. 5.14 Meter Länge ist eine Ansage. Sie richtet sich nicht an die deutschen "weniger ist mehr"-Propheten. Nach vorne blinken die A8-Scheinwerfer wie ein irrer Hund, so aggressiv brechen sich die LED-Linien und Kreise. Diese Kreation ist zumindest tunersicher, viel wilder geht es nicht. Dazu kommt eine neue Freude an harten Kanten. Wuchtig treffen sie am Heck aufeinander, massiv stellen sie die Radläufe aus. In dem vorgestellten Modell verliert sich ihre Kraft noch in der unglaublichen Länge – aber in diesem A8 schlummert schon der S8. Das Sportmodell wird das Linienspiel erst entfesseln.

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Spaß für Fingerschreiber

Bei Endpreisen um 100.000 Euro herum, will der Mann auch etwas zum Spielen haben. Im A8 kann man hemmungslos zuschlagen. Eine exzellente Stereoanlage von 1400 Watt – also mit der Kraft eines tüchtigen Heizlüfters – verwandelt den Innenraum in einen wandelnden Konzertsaal. Sitze verwöhnen mit tausend Verstellbarkeiten und Massagefunktionen. Nirgendwo auf der Welt kann man besser sitzen als in diesen großen Limousinen. Kein Sessel- oder Sofahersteller treibt derartigen Aufwand für standesgemäßes Gestühl. Ein großes Plus auch in diesem Audi ist die enthobene Mühelosigkeit der Fortbewegung – auch dank des extra Paktes mit besonders Geräusche dämmenden Scheiben – kein Platz ist besser für ein Nickerchen geeignet als der Beifahrersitz im großen Audi. Und hinten sitzt es sich vorstandgerecht – auch ohne die besondere Langversion. So ein A8 hat eben echte Doomsday-Qualität, wenn draußen die ganze Welt in Stücke bricht, darf man drinnen nicht mal ein Ruckeln bemerken.

In der Wunschliste der Extras ist manches einzig, anderes wie ein Head-Up-Display vermisst man. Manche Innovation ist durchaus verbesserungswürdig. Mit einer Nachtsichtkamera will Audi unbeleuchteten Fußgängern und schlechter Sicht entkommen. Aber hier – wie bei der Konkurrenz – muss der Blick dann abwechselnd Frontscheibe und Bildschirm abtasten. Noch einmal einen großen Schritt nach vorn hat die Bedienung des MMI-Systems getan. Nun kann man mit einem Finger während der Fahrt Buchstaben auf ein Touchpad malen und so Navigation und Telefon steuern. Das funktioniert ausgezeichnet und lenkt wesentlich weniger ab, als die Selektion der Buchstaben und Ziffern über das Drehrad.

Dem Dampfer einheizen

Dieses alles beherrscht die große Audi-Limousine – dazu die Perfektion in Verarbeitung und Materialwahl. Die große Reise mit der Limousine ist die souveränste aber nicht die aufregendste Art von A nach B zu kommen. Mehr ein Traum der gepflegten Langeweile. Aus unverständlichen Gründen präsentieren alle Hersteller ihre Luxuslimousinen dennoch als junvenile Fahrspaßmaschinen. So als hätte man beim A8 einen RS4 in der Komfortversion vor sich stehen. Und richtig, wer will, kann dem Flugzeugträger mit vier Rädern mächtig Dampf machen. Die serienmäßige Luftfederung des A8 lässt sich ziemlich robust einstellen. Entweder mit dem bärenstarken 4.2-Liter-Dieselaggergat oder etwas sportlicher mit dem 4.2-Liter-Benziner gibt es dann auch genügend Leistung um ein Gewicht von etwa 2 Tonnen leichtfüßig über den Asphalt zu scheuchen. Allrad sei Dank bekommt man die bereitgestellte Kraft mit beiden Motoren auf den Boden und falls es einmal nicht klappt, wird der A8 elegant, aber doch sehr rigoros und entschieden wieder eingeregelt. Vom Gefühl macht der Benziner dann doch die größere Freude. Trotz der Geräuschdämmung dringt bei Vollgas ein kerniger Sound in den Innenraum und es ist ein Spaß wie der große Audi auf dem Drehzahlband nach vorne eilt.

Perfekte Kurvenlage

Gut ausbalanciert geht der A8 durch scharfe Kurven, leistet sich nur minimale Unsicherheiten auch bei ungeschickten Abbremsmanövern. Was man auch anstellt, der Wagen lässt sich nicht dazu verleiten, so zu schlackern, dass der Herzschlag stockt. Wie von einem Audi mit Quattro zu erwarten, verteilt sich der Massendruck über die ganze Karosserie – in Folge lässt sich der A8 sehr gleichmäßig durch die Kurven bringen. Man spürt zwar die Masse des Geschoßes, doch trotz der Gewaltkur eilt der A8 elegant voran und bricht nicht wie ein Berserker durch die Serpentinen. Aber bei aller Kraft und allem Fleiß der Ingenieure: zur Emotionsmaschine wird der große Vorstandswagen nicht. Zu groß, zu gedämmt und auch zu perfekt eilt der A8 dahin. Am Ende eines wilden Kurvenritts auf der Testfahrt kommt ein Golf GTI entgegen. "Wow, mit dem jetzt dieses Strecke fahren", entfährt es da dem jungen Beifahrer. Tja, in der Oberklasse werden eben keine Rennsemmeln gebacken. Immerhin bleiben die Verbräuche durchaus im Rahmen Natürlich sind Achtzylinder keine verkappten Klimaretterchen, aber auch bei flotter Fahrweise sollte man mit dem Achtzylinder-Benziner auf lange Sicht im Alltag mit weniger als 12 Litern auskommen - auch mit laufender 1400 Watt Anlage. Zunächst gibt es den A8 nur mit Allradantrieb, ein Frontantriebler mit 204 PS und soll folgen – hier kündigt Audi einen genormten Durchschnittsverbrauch von sechs Litern auf 100 Kilometer an.

Einer von Dreien

So ist der neue Audi A8 ein großes Fahrzeug, ein perfektes Fahrzeug, das sehr selbstbewusst vom Anspruch der Marke kündet. In wichtigen Exportmärken wird das markante Äußere helfen, Markanteile zu gewinnen. "Der A8 hat eine Überlegenheit, die sich nicht beweisen muss", sagt Audi-Vorstandschef Rupert Stadler. Aber auch wenn der A8 neu ist und betören kann, er vermag es nicht, auf einen Schlag die Konkurrenz zu deklassieren. Der Siebener ist nach wie vor die Fahrmaschine in der Oberklasse und auch die S-Klasse, die schon einige Jahre auf den Buckel hat, sieht nicht auf einmal ganz alt aus.

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Betruf beim Autokauf
ich habe letztem September ein gebrauchtes Auto gekauft und nach einem Monat habe ich wegen Servolenkung mein Auto bei ADAC abgescleppt lassen. (Damals hat die Servolenkung plötzlich ausgefallen und ich hätte mit Straßenbahn einen Unfall bekommen. Damals habe ich versuchte mit meinem Verkäufer zu kontaktieren. Leider hat er 3 Wochen Urlaub gemacht und habe ich mein Auto bei einer Werkstatt repariert hat und das kostet ungefähr 90 Euro und musste ich für ADAC mehr bezahlen. (Da meinte Meister, dass wegen Betteriepol meine Servolenkung ausgefallen hat.) aber nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und Bremeschalter auch kaputt gegangen ist und habe ich dafür 252 Euro bezahlt. Da war der Verkäufer imemrnoch im Urlaub. Nach seinem Urlaub habe ich mein Auto mitgebracht und er hat mir gesagt, dass wenn ich für Erstazteil(Servolenkung) bezahle, dann kann er mein Auto reparieren. (Das kostet ungefähr 50 Euro). Aber er konnte eine Teil von meinem Auto nicht finden und mit anderer Teil(verschidenen Artikelnummer) mein Auto repariert und er meinte, dass wenn ich wieder dieses Problem hätte, repariert er wieder mit richtiger Teil und wieder nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und habe ich mein Auto wieder mitgebracht. Aber er hat noch nicht die Servolenkung für mein Auto gefunden und er meinte, dass ich auch bei Ebay oder irgendwie die Teil suchen soll. Aber wenn ich wieder darüber telefoniert habe(weil ich leider nicht richtige Artikelnummer von meinem Auto kenne), hat er mir einfach gesagt, dass er einfach damals gar nicht repariert hat und d.h mein Auto wurde immernoch meine richtige ausfallende Teil eingebaut und er meinte, dass ich selber die Teil finden muss... Das ist echt scheiße. Deswegen habe ich die Servolenkung selber gekauft(200 Euro) und selber ausgetauch. Da ich nicht mehr dem Verkäufer vertrauen konnte. jzt alles wieder in Ordnung. Und letzte Woche habe ich Bremseleläge selber gewechselt da habe ich anderes Problem gefunden. Als ich hinten Bremsbeläge ausgebaut habe, habe ich ganz viel Problem gemerkt. Die Korben war festgeklebt im Zylinder deshalb Bremsbeläge einfach abgebrochen hat. Ich denke das ist sehr gefährlich.. Und Nach dem Rapatur von Hintenbremse kann ich nicht mehr schlechte Geräuch hören.. Dieses Geräuch hat auch als ich dieses Auto erstes Mal mitgenommen habe gehört, dachte ich, wegen ABS. Aber das war auch nicht.. Ich denke er hat total kaupttes Auto verkauft und gar nicht verantwortlich.. villeicht hat er mich ganz einfach unterschätzt weil ich ein Ausländer bin nicht so fließend Deutsch sprechen kann... In dem Fall was kann ich machen? Soll ich einfach anzeigen?