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BMW Gran Tourer: Der BMW für den Kinderwagen

Mit dem 2er Gran Tourer versucht BMW Familien die eigene Marke schmackhaft zu machen. Bis zu sieben Sitze und ein gewaltiger Kofferraum sind ein guter Anfang.

Dank Doüpel-Niere ist Gran Tourer als BMW zu erkennen.

Dank Doüpel-Niere ist Gran Tourer als BMW zu erkennen.

Als der BMW 2er Gran Tourer mit den Worten "Yes, BMW can!" auf der Bühne vorgestellt wird, wird einiges klar. Der Münchener mit seinen fünf oder auf Wunsch sieben Sitzen ist der neue Hoffnungsträger der Münchener. Mit dem 43.750 Euro teuren Allradler 220d xDrive in der Luxury Line sind zumindest die Voraussetzungen nicht allzu schlecht. Das Einsteigermodell 216i ist bereits ab 26.950 Euro erhältlich. Wer jedoch seine sieben Sitze oder das maximale Ladevolumen von bis zu 1905 Litern oft nutzt, ist mit dem selbstzündenden Topmodell am besten aufgehoben.

BMW 220d Gran Tourer xDrive: Der Volks-Bayer
Er ist 218 km/h schnell.

Er ist 218 km/h schnell.

Premium-Version eines Mini-Vans

Der 4,56 Meter lange und 2,04 Meter breite BMW jagt im ungewohnten Revier von VW Touran und Co. Großfamilien mit sportlich ambitionierten Eltern, oder schlicht BMW-Fans mit Kindern sind die Zielgruppe. Dass die Kinder ruhig im Säuglings- oder Kleinkindalter sein können, zeigt der Volks-Bayer sehr eindrucksvoll mit der Zulassung für drei Universal-Kindersitze in der zweiten Sitzreihe. Warum das der um 21 Zentimeter kürzere Bruder Active Tourer trotz gleicher Breite nicht hinbekommt? Ganz einfach: Die Sitzbank ist insgesamt um vier Zentimeter verbreitert worden, ohne dabei die Fahrzeugbreite anzutasten. Das Resultat kann sich sehen lassen. Auch dann noch, wenn bei mit ausgewachsenen Mitfahrern vollbesetzter zweiter Sitzreihe die beiden Äußeren mit ihren Oberkörpern regen Fahrzeugkontakt pflegen.

Verschiebbare Rückbank

Allerdings betrifft dies nur die Arme und nicht die Köpfe. Auf der leicht erhöhten zweiten Fondreihe können auch großgewachsene Passagiere ohne Kopfschmerzen Platz finden. In der letzten, der dritten Reihe gilt dies übrigens auch solange die zweite Reihe keinen Gebrauch von den 13 möglichen Zusatzzentimetern macht, um die die Rückbank im Verhältnis 60:40 verschoben werden kann. Es gilt natürlich auch bei den Bayern, dass ganz hinten nur die ganz kleinen oder ganz bösen sitzen können. Sollte dem Fahrer die Geräuschkulisse aus den hinteren alles andere als billigen Plätzen zu laut werden, hilft nur eines: Gas geben. Und das lässt sich mit dem mächtige 1,7 Tonnen schweren Gran Tourer überraschend gut.

Gewagter Stil-Mix

Der von hinten wie das Ergebnis einer heißen VW-Touran-Ssangyong Rexton-Liaison ausschauende Bayer verfügt in seinem gewöhnungsbedürftigen Kleid über die typischen BMW-Gene. Aus seinem 2,0 Liter großen Reihenvierzylinder-Dieselmotor holt der Fahrer im Höchstfall 140 kW / 190 PS und ein maximales Drehmoment von 400 Newtonmetern. Die 8-Gang-Automatik arbeitet gewohnt fehlerfrei und macht einen Tempo 100-Sprint in 7,6 Sekunden möglich. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 218 Kilometer pro Stunde. Mit seinem Spritverbrauch von normierten 5,1 Litern lässt er sich erwartungsgemäß nur im Labor fahren. Die elektromechanische Zahnstangen-Servolenkung lässt sich vom komfortablen, nicht allzu direkten Einlenken durch einen einfachen Knopfdruck sportlich, direkt einstellen. Gleichzeitig wird die Gasannahme spontaner und das Fahrwerk wird spürbar straffer. Vor allem bei Letzterem ist die Spreizung deutlich erfahrbar. Unebenheiten werden im Komfortmodus hervorragend weggebügelt, während der Sport-Modus einen sehr direkten Kontakt zum Untergrund gewährleistet.

Komfortabler Kindergarten

Komfortabler Kindergarten

Merklicher Preisaufschlag

Ob sich der preisliche Mehrwert eines BMW 2er Gran Tourer gegenüber der etablierten Familienkonkurrenz tatsächlich lohnt, muss jeder mit sich selbst ausmachen. Was allerdings für ihn spricht, ist die Beibehaltung seiner sportlichen Familienzugehörigkeit. Wer den Sportmodus für sich entdeckt hat und ein paar Minuten mal nicht durch den Rückspiegel ins voluminöse Heck schaut, vergisst schnell, wieviel Liter Stauraum und wieviel Sitzplätze er pilotiert. Bei einem solch hohen Einstiegspreis sollten die 900 Euro für die dritte Sitzreihe jedoch auch noch drin sein. Zumal sie lediglich 33 Kilogramm mehr Gewicht ins Auto bringen. Kleine Kinder werden die Investition durchaus zu schätzen wissen - sind die beiden hinteren Plätze doch zumeist die Gefragtesten. Dass bei deren Benutzung der zuvor noch so gewaltige Kofferraum auf 145 Liter schrumpft, ist denen natürlich völlig egal. Zur Not stehen aber noch genau 39,3 Liter Stauraum in zahllosen Ablagen, Fächern und nahezu geheimen Höhlen bereit. Die Aufgabe jede von ihnen zu finden, dürfte zumindest für eine ruhige Fahrt ausreichen.

Press-Inform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.