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BMW X1 xDrive 28i: Revolutionäres Vierer-Pack

BMW zeigt seine neue Generation von Vierzylindern. Im Topmodell des X1 feiern die Benziner einen imposanten Erstaufschlag. Der BMW X1 xDrive 28i hört sich nach sechs Zylindern und jeder Menge Power an. Doch die 245 PS kommen aus vier Brennkammern.

Die Konkurrenz kann sich ab dem Frühjahr warm anziehen. Jahrelang hatte BMW als einer der renommiertesten Motorenbauer das Feld der Vierzylinder-Benziner beinahe kampflos der Konkurrenz überlassen. Allen voran Volkswagen und Audi setzten in der volumenstarken Zweiliter-Klasse imposante Maßstäbe und BMW fuhr hinterher. Doch nach tränenreichen Jahren schlagen die Bayern nunmehr schmerzhaft zurück. Endlich fährt BMW auch mit vier Brennräumen wieder in der ersten Reihe. Denn während die Bayern bei Dieselmotoren und großen Benzinern klassenübergreifend seit Jahren Maßstäbe setzten, war kaum einem Kunden zuzumuten, im starken Konkurrenzumfeld einen 320i, 520i, X1 oder X3 mit Vierzylinder-Benzinmotor zu bewegen. Die Motoren waren träge, durstig und kein Vergleich zu kraftvoll-bulligen Selbstzündern oder Benzinern mit mehr als vier Brennkammern.

VW den Schneid abkaufen

Den Auftakt in einen neues Motorenzeitalter macht dabei der BMW X1. Die Bezeichnung des Topmodells X1 xDrive 28i lässt sechs Zylinder und rund 250 PS vermuten. Das Triebwerk leistet 180 KW / 245 PS und 350 Nm maximales Drehmoment. Doch der sonore Klang eines Reihensechszylinders fehlt. Über der Vorderachse des sportlichsten SUV arbeitet ein Vierzylinder-Benziner mit zwei Litern Hubraum. Doppelte Turboaufladung, Direkteinspritzung und Vollaluminium-Gehäuse sind neben variabler Ventilsteuerung und bedarfsgerechten Nebenaggregaten technische Dreingaben, die beim BMW bisher allein den größeren Mehrzylindern vorbehalten waren. Mit der völlig neu entwickelten Generation von Vierzylindern will BMW insbesondere Volkswagen angreifen, die ihren Zweiliter-Turbo weltweit viele Jahre in Folge erfolgreich in Szene setzen konnten. Das Triebwerk feierte einst im 200 PS starken Golf GTI seine Premiere. Mittlerweile arbeitet der Direkteinspritzung mit Turboaufladung mit bis zu 270 PS in zahlreichen Konzernmodellen und soll unter anderem auch die Hybridbaureihe aus Q5, A8 oder A6 befeuern.

Die Schrumpfkur geht weiter

BMW geht mit seiner Neuentwicklung noch einen Schritt weiter. Die doppelte Turboaufladung des neuen Vierzylinders ermöglicht Leistungen mit bis über 300 PS. Auch M-Versionen sind zukünftig daher mit vier Zylindern denkbar. Zunächst wird jedoch bei 245 PS Ende sein. Im allradgetriebenen X1 reicht das für 245 PS und 350 Nm bei beeindruckend niedrigen 1.250 U/min. Der Kunde hat die Wahl, ob er die sechs Gänge manuell durchschalten möchte oder seinen Crossover mit einer achtstufigen Automatik bestückt. Den Normverbrauch gibt BMW mit 7,9 Litern Super auf 100 Kilometern an. Im Vergleich zum ehemals ähnlich starken Sechszylinder eine Reduzierung um 1,5 Liter. Über die zeitgemäße Start-Stopp-Funktion verfügt zunächst nur der Handschalter. Den Spurt 0 auf 100 km/h schafft der 4,45 Meter lange und knapp 1,6 Tonnen schwere X1 xDrive28i in 6,1 Sekunden. Seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 240 km/h. Für ein Plus an Fahrdynamik soll die optionale Performance Control sorgen, die das kurveninnere hintere Rad bei schneller Kurvenfahrt abbremst. Das aktive System Dynamic Performance Control wird jedoch auch weiterhin nur in den Topmodellen von X5 und X6 verfügbar sein. Wer dem neuen BMW X1 xDrive 28i nicht nur antriebstechnisch Flügel verleihen will, kann ihn mit einem optionalen Sportpaket auch optisch zum Überflieger machen.

Ganz im Kleinen hat für BMW ein neues Zeitalter begonnen. Die neuen Vierzylinder werden mit einfacher und doppelter Turboaufladung zukünftig alle Modelle unterhalb von 6er, 7er und X5/X6 befeuern. Besonders die Vierzylinder-Benzinversionen in den Neuerscheinungen von 1er und 3er BMW dürften sich ab dem Modelljahr 2012 größerer Beliebtheit erfreuen. Doch damit nicht genug. In der Dreizylinderklasse werkeln die Bayern an einer neuen Motorengeneration mit 1,5 Litern Hubraum – als Benziner und Diesel. Die kommen dann ab 2013.

Stefan Grundhoff/press-inform / press-inform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.