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Porsche Panamera 2016: Der neue Panamera rast über die Nordschleife

Der Porsche Panamera fährt komplett neu in die nächste Generation. Mit bis zu 550 PS gehört er zu den stärksten und schnellsten Luxuslimousinen der Welt. Eine erste Mitfahrt lässt bereits erahnen, zu was der Neuling im Stande ist.

Bis zu 550 PS ist er stark.

Bis zu 550 PS ist er stark.

7:38 Minuten auf der Nordschleife. Nein, die Rede ist nicht vom neuen 911er oder Cayman der Marke Porsche. Es handelt sich tatsächlich um den neuen Panamera. Der 5,05 Meter lange Zuffenhäuser schaut in seiner neuesten Generation von hinten nicht nur so aus wie ein Elfer, er fährt sich sogar fast schon so. Und das, obwohl hinter dem auf Wunsch auf Massagesitzen thronenden Fahrer und seinem stets grinsenden Beifahrer noch zwei weitere Fahrgäste auf ebenso komfortablen Sportsitzen um jedes Eck gezirkelt werden. Gernot Döllner, Leiter der Baureihe Panamera, sieht den Erfolg der Kombination bestätigt: "Der Panamera ist auf der einen Seite eine komfortable Luxuslimousine und auf der anderen Seite ein reinrassiger Sportwagen."

Sportler im Maßanzug
Bis zu 550 PS ist er stark.

Bis zu 550 PS ist er stark.

Der von Anfang an mit drei verschiedenen Motorisierungen erhältliche Porsche Panamera lässt in seinem Topmodell 550 PS per Allradantrieb auf die Straße. Allein der Tempo 100-Sprint per Launch Control zimmert den Insassen innerhalb von 3,4 Sekunden einen Ausdruck ins Gesicht, der entweder pure Ekstase oder eine herannahende Ohnmacht beschreibt. Das ist allerdings völlig egal, da die Gesichtsmuskeln bereits in der ersten scharf gefahrenen Kurve dank der hohen Querbeschleunigung Mühe und Not haben, die Haut und alles was daran hängt, von der Seitenscheibe fern zu halten. Die optionale Hinterachslenkung sorgt im Zusammenspiel mit der auf Sport Plus eingestellten Traktionskontrolle für eine ungeahnte Kurvenstabilität während es den Gasfuß schon wieder nach dem nächsten Einsatzbefehl dürstet. Die neue elektromechanische Lenkung erleichtert deutlich durch ihre erhöhte Präzision, die verbesserte Rückmeldung sowie dem aktiven Lenkungsrücklauf die Kurvenhatz.

550 PS mit Allradantrieb 

Wann Tempo 90 beziehungsweise 205 erreicht sind, lässt sich von den Beifahrern nicht nur auf dem digitalen Tacho ablesen, sondern viel leichter auf dem 12,5 Zoll großen berührungsempfindlichen Bildschirm in der Mittelkonsole. Denn genau dann erhebt sich der filigran und zugleich aber auch irgendwie martialisch wirkende Heckspoiler aus seinem Versteck - was wiederum auf dem Display angezeigt wird. Erst, um den Spritverbrauch durch eine ökonomischere Aerodynamik zu senken - dann um den Hintern und seine beiden 315er-Walzen auf den Asphalt zu pressen. 20 Kilogramm Abtrieb werden hier unterm Strich erreicht. "Der Unterschied zwischen der Eco- und der Sport-Stellung des Heckspoilers ist signifikant erfahrbar", verrät der Porsche-Abstimmungsfahrer und steigt kurz vor der nächsten Haarnadelkurve voll in die Eisen.

Der Begriff Eisen ist an dieser Stelle jedoch genauso fehlleitend wie es der Begriff Kupfer wäre. Denn sowohl die Serienbremse, als auch die optionale Keramik-Zehnkolben-Bremsanlage verzichten zum ersten Mal auf die Verwendung von Kupfer innerhalb der Bremsbeläge. Gleichzeitig ist das Bremsgefühl verbessert und der Pedalweg verkürzt worden. Wem unterdessen der Sound der vierflutigen Abgasanlage nicht reicht, der kann, wie schon zuvor, per Fingerbefehl ein wenig nachhelfen. Dafür muss der Panamera-Fahrer allerdings erst einmal wissen, wo er denn genau seinen Finger parken darf, damit es neben der eindrucksvoll klingenden Burmester-Soundanlage auch vom Motor was auf die Ohren gibt. Der Schalter, beziehungsweise nahezu alle Schalter sind nämlich aus dem Cockpit verschwunden. Hier heißt es: Touch me, if you can! Das neue Infotainmentsystem mit der Möglichkeit aktuell sich nur mit einem Apple-Smartphone zu verbinden, beherbergt neben Google Maps und zahlreichen weiteren Applikationen jetzt auch eben jene, für viele Porschefahrer existentielle Sportabgasanlagen-Aktivierung. Nur gut, dass diese "Taste" als Shortcut im 12,5 Zoll-Touchscreen konfiguriert werden kann und somit stets bedienbar ist.

Zylinderabschaltung

Neben den neuen Motoren, die aus Spritspargründen entweder vier von acht Zylindern ab und an in den Ruhestand versetzen, oder bei drei von sechs Zylindern einfach mal die Ventile geschlossen lassen, sorgen noch weitere Neuheiten für staunende Blicke. Da wäre zum einen das erste Porsche-Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe im Panamera, das sowohl in der aktuellen Motorenpalette, als auch bei folgenden Hybridversionen zum Einsatz kommen wird. Die Höchstgeschwindigkeit wird hier bereits im sechsten Gang erzielt. Der siebte und achte Gang sind als drehzahlsenkende Overdrive-Stufen ausgelegt. Zum anderen zeigt der neue Panamera anhand seiner InnoDrive-Technik schon jetzt auf, wie sich Porsche als Sportwagenschmiede dem Thema autonomes Fahren nähert. Ob ein Sportwagenfahrer tatsächlich seinem Fahrzeug das Abbremsen und Beschleunigen sowie die korrekte Gangwahl nicht nur auf der Autobahn, sondern auch auf der Landstraße überlassen möchte, sei einmal dahingestellt. Die Theorie klingt zumindest spannend. Auf jeden Fall so spannend, dass der Sitzplatz des Beifahrers dringend mit dem des Fahrers getauscht werden sollte.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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