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Elektroautos auf der 67. IAA: Strom aus der Steckdose

Viele hätten sich gewünscht, auf der IAA 2017 erstmals einen Blick auf den neuen Elektrostar Tesla Model 3 werfen zu können. Doch Tesla bleibt wie ein knappes Dutzend weitere Hersteller der IAA fern. Und doch bietet die IAA gerade in Sachen Elektroantrieben viel Neues.

Jaguar I-Pace Concept - die Serie kommt 2018

Jaguar I-Pace Concept - die Serie kommt 2018

Die Automessen in den vergangenen Jahren hatten in Sachen realer Elektroautos zumeist nicht viele Neuheiten zu bieten. Doch Dieselskandal, CO2-Druck und neuer Akkutechnologie sei Dank sieht bei der Leistungsschau am Main diesmal besser aus. Mercedes zeigt mit dem EQ C einen seriennahen Ausblick auf seinen Elektro-SUV, der die neue Submarke EQ stimmungsvoll einführen soll. Ähnlich sieht es bei BMW aus. Die Bayern wollen eine elektrische Variante des 3ers zeigen, der dem Tesla Model 3 in die Parade fahren soll. Eine Klasse höher greift Konkurrent Audi an. Die Ingolstädter gaben bereits auf der vergangenen IAA vor zwei Jahren mit dem e-tron Quattro Concept einen Ausblick auf den neuen Audi e-tron, der im Spätsommer 2018 mit Leistung satt und Reichweiten von bis zu 500 Kilometern zu den Kunden rollen soll. Schon ein Jahr später legen die Ingolstädter auf der gleichen Plattform das Luxus E-SUV-Coupé e-tron Sportback Concept auf. Die Studie mit den drei E-Motoren und bis zu 503 PS soll zu 85 Prozent der Serie entsprechen. Das E-Mobil macht bei den Assistenzsystemen, dem autonomen Fahren und den Scheinwerfern, die auch Linien auf den Boden zeichnen, den nächsten Schritt in die automobile Zukunft.

Strom aus der Steckdose
Jaguar I-Pace Concept - die Serie kommt 2018

Jaguar I-Pace Concept - die Serie kommt 2018

BMW hat bei der Elektromobilität mit dem i3 und dem i8 schon zwei Modelle auf der Straße. Nachdem der i3 schon im vergangenen Jahr eine größere Batterie für eine Norm-Reichweite von mehr als 300 Kilometer erhalten hat, soll die Performance-Variante BMW i3s die sportlichen E-Fahrer ansprechen. Neben einer Leistungssteigerung auf 135 kW / 184 PS bekommt der dynamische i3 ein strafferes Fahrwerk, ein Update des Infotainments und vermutlich ein paar optische Retuschen, wie breitere Schweller und eine ebenso Spur. Auch das induktive Laden soll der BMW i3s demnächst beherrschen. Beim BMW i8 dürfte der Spyder gemeinsam mit einem Facelift des i8 Coupés auf dem BMW-Stand zu sehen sein. Zudem hat BMW-Chef Harald Krüger für das Schaulaufen unter dem Frankfurter Messeturm eine Elektro-Überraschung angekündigt. Gut möglich, dass es sich dabei um die elektrifizierte Version des BMW 3ers, also einen direkten Konkurrenten des Tesla Model 3 handelt. Was BMW recht ist, ist der Tochter Mini nur billig: Die englische Submarke wird auf der IAA ein reines E-Mobil präsentieren.

Mercedes-AMG spielt die die sportliche Karte und vollzieht einen Techniktransfer aus der Formel 1 in die Serie. Der Hypersportwagen Mercedes-AMG Project One ist sicher einer der Höhepunkte der diesjährigen IAA sein. Der extreme Renner hat einen 1.6-Liter-V6-Turbobenziner mit einer Maximalleistung von circa 760 PS und kombiniert diesen mit vier Elektromotoren, die über 410 PS leisten. Das Resultat ist ene brachiale Systemleistung von etwa 1035 PS. Allerdings sollen nur 275 Stück produziert werden. Weit bodenständiger kommt der EQ C daher. Die elektrische Version des GLC soll 2019 auf den Markt kommen - ein SUV mit elektrischem Allradantrieb, Platz für fünf Personen, 300 kW und bis zu 500 Kilometern Reichweite. Chefdesigner Gorden Wagner: "Seine Faszination liegt in der Neuinterpretation unserer Designphilosophie der sinnlichen Klarheit für eine avantgardistische, moderne und eigenständige Elektro-Ästhetik." Das Design ist innen wie außen auf das notwendige beschränkt. "Das Serienauto wird über beide Achsen angetrieben und die Motorleistung wird bei bis zu 300 Kilowatt liegen", erläutert Jörg Weinhold, Produktmanager des EQ C, "die Reichweite: 500 Kilometer. Wir können die Motorleistung je nach Betriebszustand beliebig zwischen beiden Achsen hin- und herschieben. Das Akkupaket zwischen den beiden Achsen ist dabei besonders gut für die Fahrdynamik wie zum Beispiel bei der Kurvenfahrt." In ein ähnliches SUV-Horn stößt der Jaguar i-Pace. Der Crossover mit 294 kW / 400 PS und einer Reichweite von rund 500 Kilometern wird auf der IAA wohl als Serienversion zu sehen sein.

VW wird vermutlich seine Transformation zur E-Marke auch auf der IAA weiter vorantreiben und neben dem elektrischen Bully I.D. Buzz und weiteren I.D.-Modellen noch eine weitere Studie eines Elektromobils vorstellen. Gut möglich, dass diesmal eine neue Interpretation eines SUVs auf der Konzern-Plattform MEB vorstellen. Schließlich wollen die Wolfsburger 2025 Weltmarktführer bei der E-Mobilität sein und pro Jahr rund eine Million Stromer verkaufen. Das dürfte Toyota nicht schmecken. Der japanische Hersteller wird aber vermutlich erst auf der Tokyo International Motor Show seine E-Karten auf den Tisch legen. Genauso übrigens wie Nissan, denn auch der neue Leaf wird ebenfalls erst Anfang September in der japanischen Metropole seine Premiere feiern. Mitsubishi kommt erst gar nicht nach Frankfurt, genauso wenig, wie Volvo, Peugeot und Citroën. Einen interessanten Ansatz zeigt die TU München mit dem aCar, einem E-Laster, der in Afrika eingesetzt werden soll. Aufgrund des modularen Aufbaus sind verschiedene Modellvarianten umsetzbar.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.