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Jaguar XE 2015: Massenbewegung

Jaguar zeigt auf dem Genfer Salon einen realitätsnahen Ausblick auf seine neue Mittelklasselimousine, die Mitte 2015 auf den Markt kommt. Ein neuer Gegner für Audi A4, BMW 3er und Mercedes C-Klasse.

Auf dem Genfer Salon sucht man den neuen Jaguar XE vergeblich. Mehr als die Ankündigung, dass die Mittelklasselimousine Mitte 2015 kommt, gab es auf der Schweizer Messe nicht zu erhaschen. Kein Auto, keine Fotos, keine weiteren Informationen. Doch es steht fest, dass der Jaguar XE kein Einzeltäter bleiben wird. Auf der gleichen Aluminium-Plattform entsteht aktuell auch der erste Jaguar-SUV. Jaguar-Chef Dr. Ralf Speth: "Erst vor wenigen Wochen haben wir eine neue Familie leichter und hocheffizienter Vierzylinder-Benziner- und -Diesel-Motoren angekündigt. Als erstes Modell wird die neue Jaguar Sportlimousine in der Mittelklasse mit einem Motor der Ingenium Motorenpalette ausgestattet sein. Das Fahrzeug wird Jaguar XE heißen, und wir werden es noch in diesem Jahr in der Serienversion präsentieren." Optisch orientiert sich der neue Jaguar XE stark am Design von XF und dem F-Type. "Der neue XE ist in jeder Faser ein moderner Jaguar; kompakter im Format, aber visuell sehr anziehend", so Jaguars Designdirektor Ian Callum, "die Erwartungen der Kunden an einen Mittelklasse-Jaguar sind sehr hoch - er muss sowohl praktisch wie hochwertig sein. Wir vergessen daher im Designteam nie, dass wir einen Jaguar vor uns haben. Was heißt: Das Auto muss genauso aufregend aussehen wie es sich fährt."

Ein mutiger Schritt, wenn man bedenkt, wie hart umkämpft das Brot-und-Butter-Segment der teutonischen Premium-Marken ist. Umso wichtiger ist es, Skaleneffekte zu generieren, um die Produktionskosten möglichst gering zu halten, ein wettbewerbsfähiges Preis-Leistungsverhältnis zu generieren und damit auch ein rentables Automobil zu produzieren. Das Einer-für-Alle-Baukasten-System ist der Schlüssel dazu. Doch wer eine Plattform in Stile des VW-Modularen-Querbaukasten erwartet, täuscht sich. Die Jaguar-Architektur ist auf größtmöglichste Flexibilität ausgerichtet. Nicht Skaleneffekte sind die oberste Prämisse, sondern das was Technik-Chef Kevin Stride als "Jaguar DNA" bezeichnet. Also in erster Linie das Design. Die kostensparende Effizienz wird hauptsächlich durch Prozesstechnik bei der Produktion der Aluminium-Rohkarosse erreicht. Schließlich rühmen sich die Briten, Experten in dem Umgang mit dem Leichtmetall zu sein.

Die Mittelklasse-Limousine XE wird wahlweise mit Hinterrad- und Allradantrieb zu bekommen sein. Für den Antrieb sorg die neue Generation von Ingenium-Triebwerken bestehend aus vier und sechs Zylindern. Die Aggregate sind variabel einsetzbar, da sie für Quer- und Längseinbau genutzt werden können. Mehr Details will Jaguar noch nicht verraten. Und vielleicht gibt es den neuen Hoffnungsträger auf einer der nächsten messen doch einmal zu sehen - im ganzen.

Press-Inform / pressinform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.