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Lupo 1.4 TDI: City-Flitzer für Sparfüchse

Egal, ob Ölmultis oder der Finanzminister daran Schuld haben: der Spritpreis steigt schnell und stetig. Abhilfe schaffen kleine Sparmobile wie der 3-Liter Lupo von Volkswagen.

Egal, ob Ölmultis oder der Finanzminister daran Schuld haben: der Spritpreis steigt schnell und stetig. Abhilfe schaffen kleine Sparmobile wie der 3-Liter Lupo von Volkswagen. Reizvolle Alternative: der Lupo 1.4 TDI. Er bietet mehr Leistung und mehr Fahrspaß bei nur geringfügig höherem Verbrauch - und kostet dazu noch weniger Geld. Preis: ab 13.400 Euro.

Gut im Futter

Wo ist der Berg? Das fragt man sich regelmäßig, wenn der kleine Wolfsburger wieder einmal scheinbar mühelos eine respektable Steigung von 8 Prozent oder mehr bezwungen hat. Pässe mit engen Spitzkehren machen richtig Spaß, und auf der Autobahn zeigt die Tachonadel ohne großen Anlauf 190 Stundenkilometer an. Ein Wert, der Fahrern von Mittelklasselimousinen erst Verwunderung, dann Respekt abringt. Anscheinend standen die 75 Pferde (55 kW) des Testwagens wirklich gut im Futter. Laut Fahrzeugschein sollte bei 170 km/h Schluss sein.

Lupo 1.4 TDI

Motor

Dreizylinder Turbodiesel-Direkteinspritzer

Hubraum

1.422 cm³

Leistung

55 kW / 75 PS

Max. Drehmoment

195 Newtonmeter

Länge/ Breite/ Höhe

3.527/ 1.639/ 1.459 Millimeter

Leergewicht

980 Kilogramm

0-100 km/h

12,3 Sekunden

Höchstgeschw.

170 km/h

Durchschnittsverbr.

4,3 Liter

Grundpreis

13.400 Euro

Wenn der Turbobums kommt

Gewöhnungsbedürftig ist höchstens die kurze Gedenksekunde, die der Motor einlegt, bis der Turbolader richtig auf Touren gekommen ist. Unter 1.800 Umdrehungen wirkt der Dreizylinder vergleichsweise schlapp, was aber auch daran liegt, dass danach umso mehr die Post abgeht. Vor allem beim Herausbeschleunigen aus mittleren Drehzahlen spielt der kleine TDI sein beachtliches Drehmoment aus. Schon bei 2.200 U/min steht mit 195 Newtonmeter maximale Kraft zur Verfügung. Der Sprint von 0-100 km/h ist nach 12,3 Sekunden erledigt.

Da fehlt doch einer

Der kleine Turbodiesel-Direkteinspritzer basiert auf dem im ganzen Volkswagenkonzern bewährten 1,9 Liter Vierzylinder-TDI. Für den Einsatz im kleinen Lupo wurde ihm ein Zylinder amputiert, so dass 1.422 Kubikzentimeter Hubraum übrig blieben. Problem: Dreizylindermotoren laufen wesentlich rauer als Triebwerke mit 4 Zylindern. Das Schüttelproblem wurde mit einer Ausgleichswelle gelöst, die mit gleicher Motordrehzahl Gegenschwingungen erzeugt und so störende Vibrationen gewissermaßen schluckt. Zudem wird, für eine weichere Verbrennung, der Dieselkraftstoff in zwei Portionen in die Brennräume eingespritzt. Trotz aller technischer Kniffe bleibt das Triebwerk ein kerniger Geselle, der besonders bei niedrigen Drehzahlen die bullige Motorcharakteristik akustisch dokumentiert.

Mit Freude tanken

Unser Testverbrauch lag mit 5,8 Litern deutlich über den vom Werk angegebenen 4,3 Litern. Man könnte den Normverbrauch mit etwas Zurückhaltung sicherlich erreichen, doch das Beschleunigen macht mit diesem kleinen Flitzer einfach zu viel Spaß. Zur Beruhigung: Selbst übelste Misshandlung des Gaspedals lässt nur wenig mehr als 7 Liter Diesel durch die Einspritzdüsen fließen. Mit dem 35-Liter Tank ergibt sich normalerweise ein Aktionsradius von deutlich über 600 Kilometer, wobei eine Tankfüllung derzeit noch weniger als 30 Euro kostet. So macht tanken wieder Spaß.

Kleiner Gernegroß

Der Lupo kann, obwohl er mit nur 3,52 Metern Länge ein echter Kleinwagen ist, in punkto Fahrverhalten und Komfort sogar wesentlich größeren Kompaktlimousinen das Wasser reichen. Trotz der straffen Abstimmung und der serienmäßigen Niederquerschnittsreifen im Format 185/55 R 14 bleiben die Passagiere auch bei kurzen Bodenwellen von derben Stößen verschont. Die Breitreifen machen den kleinen Wolfsburger dafür anfällig für Spurrillen, während die Seitenwindempfindlichkeit gering ist. Auf der Autobahn tritt mit zunehmender Geschwindigkeit der kernige Motor immer mehr in den Hintergrund und die Fahrwerksgeräusche sind gut gedämmt. Eigentlich ist man immer schneller unterwegs, als das Fahrgefühl vermuten lässt.

Hinten zwickt's

Überraschend großzügig ist das Platzangebot vorne. Zwei Personen reisen hier bequem, ohne sich in die Quere zu kommen. Die Innenausstattung ist solide verarbeitet und wirkt optisch hochwertig, auch wenn ein überprüfender Griff oftmals harten Kunststoff zu Tage fördert. Der Kleinwagen im Lupo kommt erst hinter den straff gepolsterten Vordersitzen zum Vorschein. Auf der Rückbank sitzen nur Kinder wirklich bequem und der Kofferraum ist mit 130 Litern kleiner als mancher Kühlschrank zu Hause. Trotzdem reicht der Platz noch für das kleine Urlaubsgepäck von zwei Personen.

Fürstlich entlohnt

Der Schock kommt beim Blick in die Preisliste. In der getesteten Version 1.4 TDI Oxford kostet der Lupo satte 13.650 Euro - ohne ABS (325 Euro) und Seitenairbags (245 Euro)! Immerhin gehören eine geteilte Rückbank, Kassettenradio, zwei Front-Airbags und Servolenkung zum Lieferumfang. Wer aber auf so praktische Dinge wie eine Funk-Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber und Außenspiegel, Nebelscheinwerfer, Innenraum-Luftfilter oder ein CD-Radio nicht verzichten möchte, treibt den Preis auf stolze 15.938 Euro - viel Geld für einen kleinen Viersitzer, der eigentlich beim Sparen helfen soll.

Fazit

Der Lupo 1.4 TDI ist ein typischer Volkswagen, der mit solider Verarbeitung, einem spritzigen TDI-Motor und gutem Fahrkomfort überzeugt. Durch den hohen Preis rechnet sich der kleine Flitzer nur für Vielfahrer, die sich oft durch überfüllte Innenstädte wühlen müssen. Wir sind ihn gern gefahren, aber wir mussten ihn ja auch nicht bezahlen.

Holger Schilp, planbar
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