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Neuvorstellung: BMW Z4 sDrive 23i: Zugeklappt

Die eigentliche Überraschung gleich vorneweg: Schluss mit Mütze - der neue BMW Z4 hat ein Klappdach. Mutig, mutig. Doch sonst bleibt bei dem sportlichen Bayern-Roadster - leicht gestählt - alles beim Alten.

Die lange Nase hat sich der neue BMW Z4 beim 6er abgeschaut. Doch wer den neuen BMW Z4 sieht, der weiß auch so gleich, wen er da vor sich hat: Gefällige Proportionen, bekannte Formen - und ab sofort auch ein Klappdach. Hatten die BMW-Verantwortlichen vor Jahren noch mit Blick auf den Hauptkonkurrenten Mercedes SLK vollmundig getönt, dass ein echter Roadster unbedingt ein Stoffdach benötige, so richten sie sich bei dem Z4 der zweiten Generation nach einem Spruch des einstigen Bundeskanzlers Adenauer: "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?"

Genau wie der Stuttgarter hat nun auch der offene Zweisitzer aus Bayern eine Teilzeit-Kappe aus Aluminium, die vollelektrisch in 20 Sekunden öffnet und schließt. Nun ja: Wirklich schnell ist das in der heutigen Zeit nicht mehr.

Haifischgesicht, spitz nach oben zulaufende Scheinwerfer im 3er-Design und eine Heckansicht, die ebenfalls an der großen 6er erinnert - so kommt der neue Z4 daher. Dafür hält sich das Spiel aus konvexen und konkaven Linien etwas mehr zurück als bisher.

Die Aufgabe, die der 4,23 Meter lange und 1,5 bis 1,6 Tonnen schwere Z4 ab kommendem Frühjahr zu erfüllen hat, ist alles andere als einfach. Der seit 2003 mit exzellenten Fahreigenschaften ausgestattete Roadster der ersten Generation war alles andere als ein Mega-Seller. Ordentlich verkauft – ok. Aber selbst bei BMW macht man hinter vorgehaltener Hand kein Geheimnis daraus, dass der Z4 nach den hohen Vorgaben des kleineren Z3 deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist.

Vorbei ist es glücklicherweise mit dem nur wenig überzeugenden Navigationssystem des alten Modells. Zwar klappt auch das neue System seinen 8,8 Zoll großen Bildschirm wenig innovativ aus dem oberen Teil des Armaturenbrettes aus. Doch ist die Bedienung nun standesgemäß an das iDrive-System der neuesten Generation gekoppelt. Der Kofferraum fasst zwischen 180 und 310 Litern. Wem das nicht reicht, der bestellt das optionale Ablagepaket oder die Durchlade.

Sechs vor Vier

Zur Markteinführung des neuen BMW Z4 stehen drei Reihen-Sechszylinder-Motoren mit einem Leistungsspektrum zwischen 150 kW/204 PS und 225 kW/306 PS zur Verfügung. Für günstige Verbräuche sollen unter anderem variable Ventilsteuerung, Benzin-Direkteinspritzung, Bremsenergie-Rückgewinnung, Schaltpunktanzeige und eine optimierte Aerodynamik sorgen. Alle Motorvarianten erfüllen laut BMW die Abgasnorm Euro-5.

Verkaufsstart ist Anfang Mai kommenden Jahres. Bis im Jahre 2010 eine M-Version folgt, wird der Z4 sDrive 35i das Topmodell sein. Er ist optional mit einer Siebengang-Sport-Automatik mit Doppelkupplung ausgestattet und ermöglich Schalten ohne Zugkraftunterbrechung.

Das 306 PS starke Topmodell soll trotz beeindruckender Fahrleistungen nur neun Liter Super auf 100 Kilometern verbrauchen. Der kleine Z4 sDrive 23i mit 204 PS begnügt sich mit 8,2 Litern. Seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 241 km/h. Von 0 auf 100 km/h benötigt der sportliche Hecktriebler nach BMW-Angaben 6,6 Sekunden. Noch verbrauchsgünstigere Vierzylinder mit Turboaufladung sollten mittelfristig folgen.

Das Sicherheitspaket des neuen BMW Z4 umfasst neben der extrem steifen Karosseriestruktur Front- und seitliche - in die Sitzlehnen integrierte - Head-Thorax-Airbags, Automatikgurte mit neuer Gurtstraffer-Technik sowie eine verstärkte A-Säule und Überrollschutzbügel hinter den Kopfstützen. Zudem gibt es serienmäßig Runflat-Bereifung, Reifen-Pannen-Anzeige und Bi-Xenon-Licht. Die Preise starten bei 35.900 Euro für den Z4 sDrive 23i. Das Topmodel kostetg mindestens 47.450 Euro.

Stefan Grundhoff / pressinform / PRESSINFORM
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.