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Technik: Mercedes-Benz Sustaineer Eierlegende Wollmilchsau

Mercedes-Benz Sustaineer
Mercedes-Benz Sustaineer
© press-inform - das Pressebuero
Die Mercedes-Ingenieure haben einen eSprinter zum Technologieträger aufgerüstet. Der Sustaineer bietet eine bunte Mischung vom Feinstaubsauger bis zu beheizten Sicherheitsgurten.

Es klingt ein wenig nach eierlegender Wollmilchsau, was Mercedes-Benz da jetzt unter dem Stichwort Sustaineer ankündigt. Die Schwaben dagegen sprechen lieber von "Innovationstreiber" und "Technologieträger". Der vollelektrische Van soll "einen konkreten Ausblick darauf geben, wie Nachhaltigkeit im urbanen Lieferverkehr der Zukunft aussehen kann". Dazu haben die Stuttgarter Ingenieure eine ganze Reihe von technischen Ideen in einen eSprinter gepackt, mit denen die Lebensqualität in den Städten ebenso verbessert werden soll wie Klima und Ressourcen sowie die Sicherheit und der Komfort der Fahrer.

So dient der Hightech-Sprinter beispielsweise als eine Art Öko-Staubsauger. Zwei zusammen mit Mann + Hummel entwickelte Feinstaubpartikelfilter sollen ein Paradoxon real werden lassen: Hinten kommt weniger Feinstaub raus, als vorne hinein kommt. So reinigt ein Frontmodulfilter die Umgebungsluft während der Fahrt und beim Laden. Im Bereich der Hinterachse fängt zudem ein Unterbodenfilter die eigenen Feinstaubpartikel des Vans und anderer Fahrzeuge auf und bläst am Heck die gereinigte Luft wieder aus. Grauguss-Bremsscheiben mit Keramikbeschichtung und rollwiederstandsoptimierte Reifen sorgen schon vorher dafür, dass weniger Feinstaub entsteht als üblich. Auf dem Dach liefern extrem flache Solarmodule Energie für mehrer tausend Kilometer Fahrleistung zusätzlich pro Jahr.

Kameras rundum sollen für ein vergrößertes Sichtfeld und ein geringeres Unfallrisiko sorgen. Da, wo sonst die Außenspiegel montiert sind hat der experimentelle eSprinter rückwärts gewandte "Mirror Cams". Sie reduzieren den Luftwiderstand liefern den Blick nach hinten auf Bildschirme im Cockpit. Ein Bildschirm ersetzt auch den klassischen Innenspiegel - der in einem geschlossenen Kastenwagen eh nicht viel nützt. Die Kamera dafür ist oben über den hinteren Ladetüren in der "Haifischflosse" intergriert, in der sonst nur Radio- und Naviantenne verbaut sind. Kameras zeigen außerdem den Raum rund um die sensor- und lichtschrankengesteuerten Ladetüren (in schönem Marketing-Denglisch "Speed Delivery Door" getauft). Dass die Türen deutlich leiser sind und so frühmorgens nicht mehr die ganze Nachbarschaft wecken, versteht sich von selbst.

Auch an den Fahrer ist gedacht, der sonst im Winter durch das ständige Aus- und Einsteigen den Fahrerraum kaum je warm bekommt. So sind sowohl das Lenkrad als auch die Sicherheitsgurte beheizbar. Die Klimaanlage wärmt auf Wunsch nicht das ganze Cockpit, sondern nur den Bereich um den Fahrer herum. Ein in die Sonnenblende integriertes Lichtmodul, das Tageslicht immitiert, erhellt das Fahrerhaus und sorgt laut Mercedes so dafür, dass "der Fahrer aufmerksamer und fitter bleibt".

Was aus dieser Wundertüte es in die Serie schafft, bleibt abzuwarten.

pressinform

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