HOME

Technik: Porsche Panamera: 4 X 4 X 4

Der Porsche Panamera ist vielleicht nicht die schönste Versuchung, zu viert seinen Wohlstand zu präsentieren. Doch seine Technik garantiert exzellente Fahrleistungen, geringen Verbrauch, Dynamik und Reisekomfort.

Einer wie der Maserati Quattroporte oder ein BMW M5 versuchen es erfolgreich mit Platz plus maximaler Sportlichkeit. Und auch ein Audi S8 oder ein Mercedes S 63 AMG versuchen sich an der möglichst kompletten Abdeckung der Bereiche vom Rennauto bis zur Flanierlimousine. Die Porsche-Ingenieure haben ein paar Jahre gewerkelt, ehe sie nun ihren sportlichen Viersitzer präsentieren: Im Sommer kommt der neue Panamera auf den Markt. Der fast fünf Meter lange Grand Tourismo bietet zumindest aus Porsche-Sicht nahezu alles, was technisch so möglich ist.

Zum Start wird der Panamera mit zwei Motorisierungen und zwei Antriebskonzepten verfügbar sein. Unter der Haube stecken die überarbeiteten Achtzylinderaggregaten aus dem Cayenne. Bereits das Basismodell, der Panamera S, beeindruckt mit standesgemäßen Leistungsdaten: Der 400 PS starke V8 schafft den Spurt von 0 auf 100 km/h nach Werksangaben in 5,2 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von über 280 km/h.

Für noch mehr Aufsehen dürften jedoch nicht die Fahrleistungen selbst, sondern der Verbrauch sorgen. Porsche gibt seinen Normverbrauch mit 10,8 Litern Super pro 100 Kilometern an. "Wir bieten damit beste Fahrleistungen bei niedrigstem Verbrauch", sagt Porsche-Entwickler Christian Hauck: "Das schafft derzeit kein anderer."

Schnell und sparsam

Der Panamera 4S als zweiter im Bunde schafft den Spurt Dank Allradantrieb und 500 Nm Drehmoment gar in 4,8 Sekunden. Das Topmodell, der aufgeladene Panamera Turbo mit 500 PS knackt problemlos die 300-km/h-Marke und soll sich trotzdem mit 12,2 Litern pro 100 Kilometern zufrieden geben. Deutlich sparsamer dürfte sich die Sechszylinderversion präsentieren, die 2010 folgen soll. Später kommt noch ein Hybrid-Panamera.

Um Fahrleistungen und größtmögliche Effizienz unter einen Hut zu bringen, wurden die V8-Triebwerke des Cayenne gründlich überholt. Geänderte Getriebeschaltprogramme, Reibungsoptimierungen oder ein neues Thermomanagement sind das eine. Doch wer mit dem viersitzigen Porsche an den Ampel anhält, der merkt, wie der Motor ausgeht und dann beim Lösen der Bremse in Sekundenbruchteilen wieder startet. Der Porsche Panamera wird als erstes Fahrzeug der Luxusklasse mit einer Start-Stopp-Automatik ausgestattet – trotz eines serienmäßigen Doppelkupplungsgetriebes.

Diese zusammen mit ZF entwickelte Doppelkupplung spart im Vergleich zu einer einfachen Getriebeautomatik nicht nur 15 Kilogramm Gewicht, sondern pro 100 Kilometer auch einen knappen Liter Kraftstoff. Die Start-Stopp-Automatik soll je nach Fahrzustand rund 0,6 Liter Benzin einsparen. In der Innenstadt sind es laut Porsche bis zu 1,5 Litern. Das Gesamtpaket mit reduzierten Fahrwiderständen, einer optimierter Betriebsstrategie, geringeren Reibungs- oder Hydraulikverlusten beschert dem neuen Porsche eine Verbrauchsersparnis von knapp 25 Prozent – umgerechnet mehr als drei Liter pro 100 Kilometer.

Stolz sind die Porsche-Entwickler aus dem Leistungszentrum in Weissach jedoch auch auf das vergleichsweise geringe Gewicht von weniger als 1,8 Tonnen beim Basismodell und auf die ausgeklügelte Aerodynamik. So ist der ausfahrbare Heckspoiler nicht nur für den nötigen Anpressdruck im Grenzbereich, sondern insbesondere auch für den geringen Luftwiderstand verantwortlich. Er fährt daher nicht nur einfach aus, sondern kann auch seinen Anstellwinkel je nach Fahrzustand ändern.

Wohlig sitzen im Fond

Dass ein Porsche in Sachen Fahrdynamik und Fahrleistungen Bestmarken setzt – davon kann man ausgehen. Doch dass man im neuen Panamera auch zu dritt oder viert angenehm reisen kann, wird gerade ausgemachte Porschefans ebenso überraschen wie die Nobelkonkurrenz.

Selbst mit einer Größe von über 1,90 Metern sitzt man auf den beiden eng geschnittenen Einzelsitzen im Fond sehr wohlig. Zwar ist die Sitzfläche für eine Limousine ungewöhnlich steil - aber alles andere als unangenehm. Optional lässt sich die Neigung der Lehne um sechs Grad verstellen, die Sitzfläche verlängern und der Sitz komplett klimatisieren. Ausbuchtungen im Innendach schaffen den nötigen Raum nach oben. Nur der visuelle Eindruck könnte im Fond etwas großzügiger sein. Die hohe Gürtellinie und die mächtige C-Säule engen optisch ein.

Wem die 430 Liter Kofferraum nicht reichen, kann die Rückbank im Verhältnis 1:2 umklappen und den Schwaben mit über 1.250 Litern Volumen zum Lademeister werden lassen.

Die meisten Kunden dürfte das nur am Rande interessieren. Denn der Porsche Panamera bleibt das, was ein Porsche schon immer war – ein Fahrerauto mit präziser Lenkung, bärenstarkem Motor, bissigen Bremsen und einem Fahrwerk, dass gerade in Verbindung mit der optionalen Luftfeder noch variabler ist.

Die gut betuchten Kunden haben also bald die Wahl, ob sie einen Porsche mit zwei oder einen mit vier Türen haben wollen. Die geplanten 20.000 Fahrzeuge pro Jahr dürften sich jedoch problemlos absetzen lassen. Denn so weit in der Nutzung gespreizt wie der Porsche Panamera zeigt sich derzeit kein anderes Fahrzeug in der sportlichen Luxusliga - und das zu vergleichsweise fairen 94.000 Euro Einstiegspreis. Der geplante Sechszylinder dürfte rund 75.000 Euro kosten.

Die Chancen stehen nicht schlecht, dass der Panamera ein ähnlich großer Erfolg wird wie der Cayenne: Der hatte die Verkaufszahlen der Marke über die Jahre weltweit verdoppelt.

Stefan Grundhoff / pressinform / PRESSINFORM

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.