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Twingo Renault Sport: Vorsicht! Heiß und günstig

Kleine Knallkisten liegen im Trend. Als direkten Konkurrenten zum Fiat Abarth 500 bringt Renault jetzt den Twingo Renault Sport an den Start - dies aber zu einem deutlich niedrigeren Preis.

Von Michael Specht

Den richtigen Riecher für den Spieltrieb junger Männer hatte Renault schon 1977. Damals schickten die Franzosen den R5 Alpine auf die Straße, mit 93 PS eine Rakete. Konkurrenz? Fehlanzeige. Allenfalls Autobianchi, die hatten einen Abarth mit 70 PS im Programm. Und wer damals die Rennen des R5-Cups verfolgte, weiß, wie viel Spaß die Jungs auf der Piste hatten. So ganz die Finger von den kleinen Rennern konnte Renault nie lassen. Man denke nur an das Mittelmotorgerät Renault 5 Turbo mit seinen fetten ausgestellten Kotflügeln.

Ganz so krass geht es beim neuesten Projekt von Renault nicht zu. Ein paar Seitenschweller, leicht verbreiterte Kotflügel, eine geänderte Front- und Heckschürzen müssen als optisches Tuning für die Topvariante des Twingo genügen. Der 3,60 Meter kurzen Kiste pflanzten die Techniker einen 1,6-Liter-Motor mit 133 PS an, der mit dem nur 1124 Kilo leichten Wägelchen natürlich wenig Mühe hat. 8,7 Sekunden von Null auf 100 km/h und 201 km/h Höchstgeschwindigkeit werden versprochen. Das dürfte sowohl an der Ampel als auch auf der Autobahn Verwirrung stiften. Nichts ist ja bekanntlich für den Fahrer eines Kleinwagens schöner, als große Limousinen zu jagen. Ohne jedoch deren Spritkonsum zu erreichen. Im Drittelmix soll der heiße Twingo lediglich sieben Liter pro 100 Kilometer verbrauchen.

Sportliche Coolness im Innenraum

Wie schon bei Clio und Mégane nennt Renault auch den Twingo "Renault Sport". Die Karosserie liegt im Vergleich zum Twingo GT nochmals zehn Millimeter tiefer, das Fahrwerk erhielt 30 Prozent straffere Federn. Um auch in Kurven genügend Stabilität sicher zu stellen, wurde die Spur vorn und hinten um sechs Zentimeter verbreitert. 195er Reifen (16 Zoll Durchmesser) sowie größere Bremsen runden das Programm ab. Darüber hinaus wird es ein Cup-Fahrwerk mit 17-Zöllern und härterer Einstellung geben.

Auch im Innenraum liegt die Betonung auf Sport. Dazu gehören Aluminiumpedale und perforiertes Leder am Lenkrad. Ziemlich cool ist das Design des Drehzahlmessers. Je näher die Skala der roten Linie bei 7000/min kommt, desto größer werden die Ziffern. Ein optisches Signal warnt den Fahrer zum Gangwechsel, wenn er sich dem roten Bereich nähert. Das alles bietet Renault ab Mitte September für sensationelle 14.800 Euro an. Im Vergleich zum Fiat Abarth 500 geradezu ein Schnäppchen. Der heiße Italiener beginnt bei 18.100 Euro.

"Stärkster Twingo aller Zeiten"

Offiziell bezeichnet Renault den Twingo Renault Sport zwar als den "stärksten Twingo aller Zeiten", doch so ganz richtig ist das nicht. "Wir wollten zeigen, was geht", sagt der Unternehmenssprecher von Renault Deutschland, Thomas May-Englert, und öffnet ein Hallentor. Drinnen steht der wirklich stärkste Twingo aller Zeiten, der 2.0 16V. Schon die technischen Eckdaten klingen böse: 238 PS, 340 Nm, 1070 Kilo. Mit diesen Werten lassen sich Porsche versägen. Wer heiß auf solch einen Mini-Renner ist, sollte einmal beim Autohaus Kirfel in Adenau am Nürburgring nachfragen. Patrick Kirfel hat den Super-Twingo in Abstimmung mit dem TÜV-Rheinland aufgebaut. Und das Auto muss ja kein Einzelstück bleiben, oder?

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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