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Zero Motorcycles: Motorräder mit Power aus der Steckdose

Zweiräder sind bei der Fortbewegung ohne Emissionen sehr viel weiter als Pkw. Sie kann man sofort kaufen und für den Tagesbetrieb reicht ihre Leistung vollkommen aus.

Von Walter Hasselbring

Elektromobilität und Autos – hier wird viel geträumt und dabei funktioniert - noch - wenig. Zweiräder sind bei der Fortbewegung ohne Emissionen sehr viel weiter als Pkw. Sie kann man kaufen, sie funktionieren klaglos und für den Tagesbetrieb reicht ihre Leistung aus.

Wir waren mit Motorrädern der Marke "Zero Motorcycles" auf der Piste. Die Amerikaner sind bislang mit vier verschiedenen Modellen auf dem Markt. Zwei sind Straßenmotorräder die anderen sind Enduros, also geländegängige Maschinen.

Die Bedienelemente der E-Bikes sind für den an den Motorradstandard gewöhnten Biker gewöhnungsbedürftig. Dort, wo normalerweise der Kupplungshebel sitzt, greift man ins Leere, und der Fußschalthebel fehlt ebenfalls. Schlüssel umdrehen, Strom mit einem Kipphebel einschalten, Gasgeben und schon geht es los.

Mit der Straßenmaschine machen wir gleich einen gehörigen Satz nach vorne, denn bei einem Elektromotor steht das volle Drehmoment von Anfang an zur Verfügung. Wer mit lauten Motor- oder Auspuffgeräuschen glänzen will, sitzt auf dem E-Bike falsch. Nur ein leises Summen und das Abrollgeräusch der Reifen signalisieren die Vorbeifahrt des E-Bikers. Der Motor entwickelt einen ansehnlichen Schub, der zwar nicht für einen unfreiwilligen "Wheelie" reicht, aber allemal für den normalen Straßenverkehr. Die Fahrwerte entsprechen etwa denen eines flotten 125er-Motorrollers. Knapp 110 Stundenkilometer sind in der Spitze drin. Mann kann also mehr als nur im Stadtverkehr mitschwimmen. Die Reichweite ist allerdings wie bei allen Elektrofahrzeugen limitiert. Mehr als 50 Kilometer sind nicht drin. Das könnte in größeren Städten schon eng werden.

Vielleicht sind die Enduro-Modelle Erfolg versprechender. Annähernd geräuschlos und emissionsfrei, jedenfalls am Auspuff, kann man mit ihnen durchs Gelände pflügen. Dabei können sogar verschiedene Fahrmodi bei stehendem Fahrzeug programmiert werden. Einmal kann man die Maschine auf „langsam und sensibel" einstellen, wenn man Geschicklichkeitsfahrten, auch Trial genant, bevorzugt. Für die schnelle Fahrt über Stock und Stein gibt es noch zwei gesonderte Fahrstufen mit unterschiedlichen Höchstgeschwindigkeiten und wählbarem Durchzugvermögen. Die „Zero X" dürfte momentan mit 23 PS das leistungsstärkste kaufbare Elektro-Motorrad sein. Rund 67 Newtonmeter stehen als Drehmoment zur Verfügung. Die Maschine ist mit 73 Kilogramm extrem leicht. Der Stromverbrauch wird mit 0,01 Euro pro Kilometer angegeben. Das Schwestermodell ’"Zero MX" zeichnet ein im Ansprechverhalten besseres Fahrwerk aus. Die beiden Sportmodelle kosten zwischen 7495 und 9950 Euro. Eines muss man allerdings deutlich sagen: Mit modernen 125er Benzin Sportlern kann die" Zero" nicht mithalten. Das S- und das DS- Modell sind wie schon erwähnt eher für den Straßenverkehr gedacht. Sie sind trotz ihres relativ hohen Gewichts von gut 123 (125) Kilogramm sehr handlich und leicht zu manövrieren. 43 Kilogramm wiegt allein der Lithium-Ionen -Akku. Dagegen ist der komplette Rahmen mit gut acht Kilogramm geradezu ein Leichtgewicht. Bei der Sitzhöhe von 86 und 89 Zentimetern sitzen selbst große Fahrer sehr kommod. Diese beiden Motorräder kosten jeweils 9995 Euro. Alle Maschinen sind über das Internet zu bestellen.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.