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Ferrari 612 Scaglietti: Ein Pferd für Vier

Am Image von Ferrari zu kratzen, das haben sich bisher nur wenige getraut. Bentley, zum Beispiel.

Am Image von Ferrari zu kratzen, das haben sich bisher nur wenige getraut. Bentley, zum Beispiel. Kaum von Volkswagen geschluckt, werden die Briten in einigen Wochen das "schnellste Coupé der Welt" von der Leine lassen. Den Bentley Continental GT konnte Ferrari natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Auf der Detroit Motor Show 2004 schlagen die Italiener zurück. Mit einem gewaltigen 2+2-Sitzer.

Ungleiche Konkurrenten

Inzwischen gibt es erste Bilder und Informationen vom viersitzigen Ferrari. Der Ferrari 612 Scaglietti ist ein feiner Italiener, ausgestattet mit ewig zeitlosen Linien aus der Pininfarina-Feder. Nicht zu vergleichen mit dem selbstbewussten Emporkömmling von der Insel. Der schiebt einen mächtigen Kühlergrill vor sich her. Für einen Ferrari undenkbar. Lediglich die Position des Triebwerks eint die Konkurrenten. Sowohl beim Bentley, als auch beim Ferrari sind die zwölf Töpfe vorne untergebracht.

Beim Scaglietti sitzen die 540 PS als Frontmittelmotor hinter der Vorderachse, das Getriebe sitzt an der Hinterachse. Eine Bauweise, die für eine ideale Gewichtsverteilung spricht. Sein Name erinnert an den berühmten Karosseriebauer Sergie Scaglietti, der lange Jahre in Modena tätig war.

Mehr als 300 Sachen. Basta!

Die technischen Daten sind beeindruckend. Der neue Ferrari ist einer der schnellsten 2+2-Sitzer der Welt. Basta! Verantwortlich dafür ist der von 515 auf 540 PS leistungsgesteigerte Zwölfzylinder aus dem 575 Maranello. Hier hat der Bentley kräftig vorgelegt. Sein Zwölfzylinder aus dem Wolfsburger Motorenregal bringt es dank zwei Turboladern auf über 500 PS. Für mehr als Tempo 290 reicht das trotzdem nicht. Auf 315 Sachen bringt es der Ferrari. Mindestens! Ganz zu schweigen von den 4,2 Sekunden, in denen der Scaglietti von null auf 100 sprintet und damit eine Bestmarke setzen, an der sich germanische und angelsächsische Emporkömmlinge eine Zeitlang die Zahnräder ausbeißen können.

210.000 Euro muss einem das Vergnügen wert sein, die Ausfahrt in einem Ferrari auch zu viert genießen zu können.

Jochen Knecht

Wissenscommunity