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FORD FUSION: »Stadtaktiv« statt aktiv

Mit hohem Dach, viel Platz und einem Touch Geländewagen kommt der auf dem Fiesta basierende Ford Fusion zu uns. Die günstigen Preise und die praktische Ausstattung sollen vor allem junge Paare anlocken.

Manchmal wird einem richtig übel. Wie ein japanischer Tsunami pflügt die Crossover-Welle durch die Autowelt. Da werden Coupes mit Vans und Geländewagen mit Sportlimousinen gekreuzt. Fast schon verwunderlich, dass noch keiner ein Cabrio mit einem Kombi zu einem vierrädrigen Mutanten vermischt hat. Eine eher dezente Kombination aus »leichtem Geländewagen, Minivan und Kleinwagen« kommt jetzt laut Ford mit dem Fusion auf die Straße.

Hohes Dach und hohes Bein

Die eigentliche Karosserie des Fusion wirkt wie ein imaginärer Fiesta Kombi - bei den blau bepflaumten Kölnern traditionell »Turnier« genannt - mit erhöhtem Dach. Zusätzlich liegt der Fusion relativ hoch. Das bringt zwar keine echte Geländetauglichkeit, aber eine hohe Sitzposition. Die ist wegen der Übersichtlichkeit bei der Tour zum Supimarkt beliebt und gefragt. Die Scheinwerfer an der Front sind noch stärker in die Motorhaube gezogen als beim Fiesta. Harmonisch wirkt das Ergebnis nicht, aber es entspricht dem Trend der Zeit.

Urban

Die anvisierte Käuferschicht sind denn auch nicht Förster und Angler, sondern »junge Familien in urbanem Umfeld«. Früher hieß das mal Young Urban Professionell, abgekürzt Yuppie. Preis und Platz dürften zumindest Familien ansprechen. Für den fast kubisch geformten Fusion verlangt Ford mindestens 13.950 Euro. Dafür gibt es in der Ausstattungsversion Ambiente den bekannten 1,4-Liter Motor mit 80 PS und ein Sorglospaket mit ABS, zweistufigen Front- sowie Seitenairbags. Das obere Ende in der Preisliste markiert der Fusion Elegance mit dem drehmomentstarken Duratorq-Diesel, serienmäßiger Klimaanlage und umklappbaren Beifahrersitz für 16.975 Euro.

Kein Sportwagen

Mit seiner Bauhöhe und dem vergleichsweise schmalen Aufbau kann der Fusion kein fahraktiver Sportler sein. »Stadtaktiv« nennen die Kölner Autobauer den Kompromiss aus Straffheit und Komfort. Interessenten dürfen trotzdem aufatmen: Der Fahrwerksbau von Ford hat seit dem Erscheinen des Fokus einen exzellenten Ruf. Und darum wird der Fusion auch seine Freunde finden. Mit viel Platz, günstigen Preisen und genug Pepp, um die Polos vom Parkplatz zu schubsen.

Christoph M. Schwarzer

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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