HOHER BESUCH Prinz Haakon im Super-Roadster


Bei seinem Deutschlandbesuch musste Kronprinz Haakon nicht nur Hände schütteln. Bei BMW heizte er mit dem Z8 über eine bayerische Test-Piste.

Es hat nicht nur finanzielle Vorteile, wenn eine norwegische Firma Aluminium-Bauteile für BMW herstellt. Zum einen kommt Geld in die Kasse und zum anderen kann der norwegische Thronfolger so auf seinem Deutschlandtrip in vertrauter Leichtmetallhülle transportiert werden.

Besuch bei BMW

Was ein echter Kronprinz ist, lässt sich natürlich nicht per Mini Cooper chauffieren, in dem zweifelsohne auch norwegisches Aluminium verbaut ist. Ganz standesgemäß bewegt sich Prinz Haakon entweder per Zug oder nagelneuer 7er-Limousine durch die Republik. Da es in besagtem Edelschlitten zumeist etwas gemächlicher zur Sache geht, schaute Haakon am Montag persönlich bei den bayerischen Autobauern vorbei.

Genauer gesagt war das BMW-Testgelände in Aschheim Ziel der königlichen Fahrzeugkolonne. Dort warteten zwei exklusive Z8-Sportwagen auf den zukünftigen König. Einer der beiden brachialen Sportler musste jedoch auf seinen Einsatz verzichten. Er war für Kronprinzessin Mette-Marit reserviert, die wegen ihrer Hautverbrennungen im Gesicht nicht mit nach Deutschland reisen konnte.

Flotte Gangart

Nicht nur, dass der großgewachsene Prinz bestens in den Super-Roadster passte - er machte dem Achtzylinder auf der Teststrecke auch mächtig Dampf. Als offizieller Vertreter seines Landes muss er sich schließlich vergewissern, dass sich die norwegischen Materialien auch in deutschen Autos bewähren.

Im Fall des Z8 könnte man fast schon von einem kleinen Norweger sprechen. Die Firma Norsk Hydro liefert das tragende Element der Z8-Karosserie: den so genannten Spaceframe. Dieser Aluminium-Gitterrohrrahmen verdankt seine Festigkeit neben dem norwegischen Aluminium auch noch 1000 Stanznieten und 57 Metern Schweißnaht. Natürlich zeigte sich der schnelle Prinz, bevor er sich zu einer Vorstellung von norwegischem Lachs verabschiedete, »äußerst beeindruckt« von dem 400 PS-starken Geschoss. Ein Urteil, das auch Otto-Normalmensch für schlappe 125.000 Euro durchaus nachvollziehen könnte.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker