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Mini One D: Diesel-Einsteiger

Mini und Vernunft? Nicht wirklich... Das schnuckelige Rechteck mit dem Hang zur rasanten Kurvenfahrt konnte bisher durch andere Qualitäten überzeugen: bombiges Fahrwerk, spritzige Motoren und schickes Design.

Mini und Vernunft? Nicht wirklich... Das schnuckelige Rechteck mit dem Hang zur rasanten Kurvenfahrt konnte bisher durch andere Qualitäten überzeugen: bombiges Fahrwerk, spritzige Motoren und schickes Design. Dass sämtliche Mini-Modelle dabei nicht gerade enthaltsam mit dem Kraftstoff umgingen, störte zumindest die alteingesessen Cooperianer kaum. Anders bei den neu hinzugekommenen Mini-Fans. Die verlangten immer wieder Fahrspaß ohne Reue. Pünktlich zum Genfer Autosalon kann diesen Kunden geholfen werden.

Alptraum für Puristen

Ein Mini mit Diesel-Triebwerk? Bei diesem Gedanken erstarrt Puristen der Gasfuß. Hat man doch in diesen Kreisen gerade erst das Erscheinen des aktuellen Minis mit all seinem neumodischen Schnickschnack verkraftet.

Der Diesel-Mini: nagelnder Taugenichts oder clevere Idee?

Bei der Mini-Konzernmutter BMW geht man nicht ganz so rigoros mit der Auslegung des Mini-Kults um. Die Kundschaft verlangte nach einem Selbstzünder unter der kurzen Motorhaube - also musste ein adäquater Diesel her. Zudem nicht Wenige der Meinung sind, dass auch der seelige John Cooper bei der Entwicklung des Ur-Minis zu einem Diesel gegriffene hätte - wenn Seinerzeit ähnlich dynamische Triebwerke verfügbar gewesen wären.

Japan-Import

Das Problem - keiner der BMW-Diesel wollte in den engen Mini-Motorraum passen. Also machten sich die Mini-Entwickler bei anderen Herstellern auf die Suche nach einem adäquaten Triebwerk. Fündig wurde man im gerade überarbeiteten Toyota Yaris. Bevor der kleine Turbodiesel-Vierzylinder mit Common-Rail-Einspritzung unter der Mini-Motorhaube einziehen durfte, wurde das Vollaluminium-Triebwerk zwei Jahre lang auf seinen neuen Einsatzort vorbereitet.

Unverändertes Fahrwerk

Herausgekommen ist dabei ein 75 PS starkes Kraftwerk, das den Mini mit maximal 180 Newtonmeter Kraft versorgen kann. Das reicht für einen Sprint von 0 auf 100 Stundenkilometer in 13,5 Sekunden. Knapp 3,5 Sekunden mehr als ein Mini One mit herkömmlichen Benzinmotor - aber Wunderdinge darf man von 75 Diesel-PS eben nicht erwarten. Geblieben ist, da schwört man bei Mini Stein und Bein, das Go-Kart-Fahrgefühl. Kunststück - am Fahrwerk wurde auch nicht herumgebastelt.

Mini One D

Motor

Vierzylinder Common-Rail-Turbodiesel

Hubraum

1,4 Liter

Leistung

75 PS / 55 KW

Max. Drehmoment

180 Nm

Leergewicht

1.175 Kilo

0-100 km/h

13,8 Sekunden

Höchstgeschw.

165 km/h

Durchschnittsverb.

4,8 Liter (Werksangabe)

Preis

noch nicht bekannt

Design-Retuschen

Optisch unterscheidet sich der Diesel-Mini nur in einigen Details vom Einstiegmodell mit Benzin-Power. Um den Turbolader sowie den Ladeluft-Kühler mit ausreichend Frischluft versorgen zu können, bekam der Mini D eine größere Frontschürze und die dicken Seitenschweller vom Mini Cooper S verpasst. Weichen musste hingegen das blankpolierte Auspuffendrohr. Die Diesel-Abgase gelangen nun verdeckt von der Heckschürze ins Freie.

Was man für den Genuss ohne Reue anlegen muss, ist noch offen. "Mehr als für einen Mini One, aber weniger als für einen Mini Cooper", vermeldet die Mini-Pressestelle. Genaueres? Fehlanzeige. Ach ja, doch. Erhältlich ist der Diesel-Einsteiger ab Sommer 2003.

Jochen Knecht

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.