VG-Wort Pixel

Ausblick auf den Automarkt 2022 Bessere Aussichten

Nvidia Tegra X1 Chip
Nvidia Tegra X1 Chip
© press-inform - das Pressebuero
Das ausklingende Autojahr 2021 war geprägt von der anhaltenden Pandemie und einer immer weiter um sich greifenden Chipkrise. Die Aussichten für 2022 dagegen sind durchaus vielversprechend.

Es ist dabei nicht so, dass die Autoindustrie durchweg mit traurigen Augen auf das Jahr 2021 blickt - im Gegenteil, denn die Chipkrise sorgte dafür, dass die seit Jahren anhaltenden Rabattschlachten komplett zum Erliegen kamen. Davon profitierten jedoch in erster Linie die Autohersteller und die Zuliefererindustrie hatte zu kämpfen. Nahezu all die Fahrzeuge, die auch produziert werden konnten, wurde zu guten Preisen im Markt verkauft. Viele Neufahrzeuge waren dagegen nicht lieferbar oder die Hersteller hatten mit Lieferzeiten von deutlich mehr als einem Jahr zu kämpfen. Ein Grund dafür, weshalb auch die Gebrauchtwagenpreise innerhalb der vergangenen Monate um rund 20 Prozent stiegen. Ein Ende des Trends scheint erst einmal nicht in Sicht.

Die Experten von Dataforce blicken trotzdem durchaus erwartungsfroh auf 2022. Nach den eigenen Analysen gibt es einen Anstieg der Fahrzeugproduktion in der ersten Jahreshälfte und ein stärkeres Wachstum im zweiten Halbjahr. Das soll europaweit in 2022 für rund 12,6 Millionen Neuzulassungen führen. Im Vergleich zu 2021 wäre das eine Steigerung um immerhin 8,9 Prozent. Der Privatmarkt soll sich demnach etwas stärker entwickeln als die gewerblichen Neuzulassungen. Zwar erwartet die Analysten von Dataforce bei Firmenwagen ein deutlicheres Wachstum, Autovermieter, Hersteller und Handel werden aber weiterhin nur eingeschränkt beliefert werden können. "Auch wenn die Talsohle durchschritten ist, 2022 bleibt die Fahrzeugproduktion der Flaschenhals, die Nachfrage ist deutlich größer als das Angebot", erläutert Benjamin Kibies - Senior Automotive Analyst bei Dataforce, "daher werden die Hersteller auch 2022 ihren Fokus auf margenstarke Verkäufe richten. Großkunden wie Autovermieter oder die großen Flottenbetreiber bekommen weniger Rabatte und die Eigenzulassungen von Hersteller und Handel werden weiter eingeschränkt."

Gleichzeitig wird davon ausgegangen, dass die Elektrofahrzeuge im kommenden Jahr ihren Marktanteil ausbauen. Das Wachstumstempo soll sich nach Ansicht der Dataforce-Berechnungen jedoch verlangsamen, was für Elektrofahrzeuge und Plug-In-Hybriden einen Zuwachs am Marktanteil von maximal 3,5 Prozent bedeuten dürfte. Eine verbesserte Liefersituation bei den Halbleitern würde es den Herstellern dabei wieder erlauben, mehr traditionelle Benzin- und Dieselfahrzeuge zu produzieren. Durch die weiter steigenden Elektroanteile müssen sich diese außerdem weniger Sorgen um ihre CO2-Ziele machen. Gleichzeitig dürfte es jedoch schwieriger werden, zusätzliche Kunden zu gewinnen. Gerade im ertragreichen Premiumbereich fahren viele Käufer bereits elektrisch.

Bei kleinen und kompakten Pkw ist der Aufpreis der BEVs dagegen noch relativ hoch und die Reichweiten geringer; gleichzeitig reduzieren einige Länder ihr Elektroförderung. "Die neue Regierungskoalition in Deutschland muss 2022 wichtige Entscheidungen zur Förderung im E-Mobilitätsbereich und zum Ausbau Ladeinfrastruktur treffen, damit wir bei der Elektrifizierung vorankommen", so Katharina Wolff von Dataforce, "im Vertrieb an Flottenkunden wird es immer wichtiger, auch User-Chooser anzusprechen. Das ist ein immer häufiger zum Einsatz kommendes Mitarbeiterbindungs-Modell der Unternehmen, wobei der Dienstwagenfahrer sein Fahrzeug selbst aussuchen darf und somit wie eine finanziell gut aufgestellte Privatperson handelt."

pressinform

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker