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Cadillac XT4 350d AWD Europa-Tournee

Cadillac XT4 350d
Cadillac XT4 350d
© press-inform - das Pressebuero
Cadillac ist in den USA und China eine große Nummer. In Europa gab es zwar immer wieder Applaus - aber trotz guter Modelle nur einen Zuschauerplatz auf die immer erfolgreicher werdende Premiumliga. Jetzt soll der Cadillac XT4 eine echte Alternative zu BMW X1 / X3, Audi Q3 / Q5 und Mercedes GLA / GLC werden.

Um ein Fahrzeug in der SUV-Mittelklasse kommt man heute kaum herum, wenn man bei Stückzahlen und Image glänzen will. So wundert es, dass der edle General-Motors-Ableger lange gewartet hat, ehe man einen ernsthaften Konkurrenten zur Premiumkonkurrenz auch in Europa ins Feld ziehen lässt. Nicht ungewöhnlich für einen Cadillac - der Amerikaner sieht ebenso schick wie gefällig aus. Er ist ein echter Hingucker im Straßenbild, wo sich gerade die SUV der Mittel- und Kompaktklasse oftmals wie ein Ei dem anderen gleichen. Diese Gefahr besteht bei dem 4,59 Meter langen Cadillac XT4 nicht, denn er fällt auf, ohne sich an ihm zu stoßen. Das gilt auch für den Innenraum, wo es vorne wie hinten für die überschaubare Gesamtlänge gute Platzverhältnisse gibt. Im Fond sind Kopfstützen jedoch zu niedrig. Wer die Rückbank umklappt, kann 638 bis zu 1.385 Liter Volumen nutzen.

Beim Antrieb gibt es jedoch allenfalls Mittelmaß, denn die Varianten des Amerikaners sind überschaubar. Die meisten Kunden dürften sich für den Cadillac XT4 350d AWD entscheiden, der vergleichsweise überschaubare 128 kW / 174 PS / 381 Nm leistet. Für eine mindestens 42.900 Euro teure Basisversion geht das in Ordnung, aber leider gibt es keinen stärkeren Brüder, während die Konkurrenz von Audi Q3 / Q5, BMW X1 / X3 und Mercedes GLA / GLC über 250 oder gar 300 PS bietet, wenn es ein Diesel sein soll. Der zwei Liter große Dieselmotor ist zwar neuester Bauart, doch alles andere als ein Leisetreter. Nicht nur beim Kaltstart, sondern auch bei höheren Tempi oder starken Lastanforderungen ist der zwei Liter große Commonraildiesel akustisch deutlich vernehmen. Er hängt gut und sehr direkt am Gas, wird aber bei höheren Geschwindigkeiten allzu blass und ab 170 km/h wird es auch dünn mit dem Vortrieb, ehe die Tachonadel bei 203 km/h ihren Bewegungsdrang beendet. Der Normverbrauch des Allradlers: 6,9 Liter Diesel, was einem CO2-Ausstoß von 180 g/km entspricht. Die Neungang-Automatik arbeitet je nach Fahrprogramm etwas nervös und hebt das Drehzahlniveau im Sportmodus etwas zu ambitioniert für die realen Fahrleistungen an.

Beim Benziner sieht es kaum anders aus, denn hier ist der Amerikaner allein mit einem zwei Liter großen Turbovierzylinder zu bekommen, der 169 kW / 230 PS/ 350 Nm leistet. Auch hier bietet das deutsche Terzett und sogar die Wettbewerber aus den USA, England oder Schweden deutlich mehr - von den über 400 PS, die die Sportversionen bieten, ganz zu schweigen. Serienmäßig bietet der Cadillac eine Neungangautomatik; der Diesel ist wahlweise mit Front- oder Allradantrieb zu bekommen, der Benziner allein als sinnvoller Allradler unterwegs. Um die längst etablierten Plug-In-Hybriden macht Cadillac auch beim XT4 einen Bogen und setzt hier mittelfristig auf reine Elektroantriebe.

Schick sieht der Cadillac aus Kansas City innen wie außen aus. Im Innenraum wurde mit elektrischen Massagesitzen - elegant beledert, beheizt und gekühlt - draufgesattelt. Doch der Navigationsbildschirm in der Mitte der Armaturentafel wirkt ebenso leicht betagt wie die analogen Runduhren hinter dem griffigen Lenkrad oder der Dreh-Drücksteller in der Mittelkonsole. Dabei sind die Bedienelemente übersichtlich, die Verarbeitung gut und das Head-Up-Display projiziert die wichtigsten Informationen ins Blickfeld des Fahrers. Einen weiteren Bildschirm gibt es Innenspiegel, wo sich das Spiegelbild auf Knopfdruck gegen das scharfe Bild einer zweiten Rückfahrkamera tauscht.

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