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Selbstfahrender Alleskönner Dieser rollende Roboter ist Taxi, Auto und Straßenbahn in einem


Der Weg von A nach B sollte im Idealfall schnell, komfortabel und trotzdem umweltbewusst über die Bühne gehen. Nicht einfach. Selbstfahrende Elektro-Schachteln könnten die Lösung werden. 
Von Heiner Walberg

Berufspendler in Ballungszentren haben bisher die Wahl zwischen Pest und Cholera. Das eigene Auto bietet sich nicht immer an. Neben dem Umweltaspekt nerven Staus und die Parkplatzsuche. Das Fahrrad ist ebenfalls nicht jedermanns Sache. Bei schlechtem Wetter oder auf etwas weiteren Strecken liegen die Nachteile auf der Hand. Bleibt noch die Fahrt mit Bus& Bahn – diese ist leider oft umständlich. Schlechte Verbindungen, überfüllte Abteile, eine mühselige „letzte Meile“ zu Fuß – das sind die gängigen Argumente gegen den öffentlichen Nahverkehr in seiner jetzigen Form.

"Die Zukunft der Fortbewegung" soll die in Italien vorgestellte Studie "Next" sein. Dabei handelt es sich um selbstfahrende Boxen in der Größe eines Smarts. Sie lassen sich in einer Reihe aneinander koppeln, können aber auch autark fahren – rein elektrisch. Aneinandergekoppelt sieht das Ganze aus, wie ein futuristischer Linienbus. Fahren die Module für sich, sehen Sie aus, wie überdimensionale Schuhkartons auf Rollen.

Das Konzept

Die Idee hatte Tommaso Gecchelin. Next eignet sich in den Gedanken des italienischen Erfinders für fast jeden Kunden. Wer bisher lieber sein eigenes Auto gefahren ist, kann in Zukunft stattdessen auf seine eigene Box zurückgreifen und hat keine Nachteile. Wer bisher mit Bus & Bahn gefahren ist, hat allerdings eine Menge Vorteile. Per App lassen sich Start und Zielort eingeben, die nächstgelegene Next-Box dient dann als Zubringer – auf der Hauptstraße koppeln sich mehrere der Boxen automatisch aneinander – die letzte Meile wird dann wieder in der Einzelbox gefahren. Um möglichst wenige Boxen zu nutzen und die Fahrt effizient zu gestalten, kann von Zeit zu Zeit ein Umsteigen zwischen den Boxen fällig werden.

Fazit

Während private Kraftfahrzeuge immer komfortabler und innovativer werden, hat sich (aus Sicht des Fahrgastes) bei den öffentlichen Verkehrsmitteln in den letzten Jahrzehnten wenig getan. Auch wenn es sich beim Next bisher um eine Studie ohne Detailangaben zum Antrieb und zur Steuerung handelt - die Anregung ist willkommen. 


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