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Fahrbericht: Seat Ibiza Diesel: Selbstbewußt dieseln

Seit dem Sommer ist die neue Generation des Seat Ibiza auf dem Markt. Bislang gab es den kleinen Spanier nur mit Benzinmotoren - jetzt legt Seat einen 1,6-Liter-Diesel mit drei Leistungsstufen nach.

Seat Ibiza TDI 2017

Seat Ibiza TDI 2017

Los geht es mit 59 kW/80 PS. Zumindest beim Drehmoment macht der kleine Diesel einen nicht mehr ganz so schwachbrüstigen Eindruck: Mit 230 Nm, die ab 1.400 U/min. anliegen, kommt er auf gerade mal 20 Nm weniger als seine beiden Brüder. Der Spurt von 0 auf 100 km/h ist dennoch erst in etwas behäbigen 13,3 Sekunden absolviert, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 172 km/h. Den Verbrauch gibt Seat mit 3,8 Liter auf 100 Kilometer an - auch nicht weniger als die zwei stärkeren Versionen.

Selbstbewußt dieseln
Seat Ibiza TDI 2017

Seat Ibiza TDI 2017

Der kraftvollste des Trios liefert 85 kW/115 PS und ein maximales Drehmoment von 250 Nm ab 1.500 U/min.. Das reicht für einen Spurt von 0 auf 100 km/h in zehn Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 195 km/h. Er kommt auf einen Durchschnittsverbrauch von 3,9 Liter auf 100 Kilometer.

Die beste Wahl bei den drei Selbstzündern ist der mit der mittleren Leistungsentfaltung: 70 kW/95 PS haben mit dem 1.253 Kilogramm schweren Ibiza ein leichtes Spiel. Und das maximale Drehmoment liegt mit 250 Nm exakt bei dem des 115-PS-Modells. Die Spurtfähigkeit von 0 auf 100 km/h in elf Sekunden reicht im Alltag durchweg aus. Schaltet man gar in den Sportmodus, so sind Überholvorgänge und innerstädtische Spurts erst recht kein Problem. Der Motor hängt willig am Gas, die Beschleunigung ist gleichmäßig, der Geräuschpegel durchaus zurückhaltend - auch, wenn man den Diesel lange heraushört. Mit 3,8 Liter Diesel auf 100 Kilometer liegt der 95-PS-Diesel gleichauf wie die 115-PS-Version - real muss man je nach Fahrweise mindestens einen Liter draufschlagen.

Vorerst wird der Ibiza Diesel nur mit Handschaltung ausgeliefert, ein DSG-Getriebe mit 1.500 Euro Aufpreis ist für Ende Januar eingeplant. Aber die manuelle Schaltung mit fünf Gängen (sechs beim 115-PS-Modell), passt schon ganz gut. Die Stufen lassen sich präzise einlegen, die Schaltwege sind kurz, nur ganz gelegentlich und bei hektischem Schalten hakelt es etwas.

Ansonsten ist der Ibiza auch als Diesel ein Ibiza: Mit ordentlichem Platzangebot und Laderaum, mit bequemen Sitzen, guter Verarbeitung, übersichtlicher Bedienung, einem großen Bildschirm für Navi und Infotainment, der ganzen Palette an - meist optionalen - Assistenzsystemen vom Tote-Winkel-Assistenten bis zum Tempomaten samt automatischer Abstandsregulierung und mit City-Bremsassistent für die Schrecksekunden des Lebens. Der Ibiza, der auf der gleichen neuen Plattform aufbaut wie der VW Polo oder der kompakte Seat-Crossover Arona, lässt sich flink und behände durch den Stadtverkehr scheuchen, taugt aber auch für längere Überlandfahrten - nicht zuletzt dank der durchweg komfortabelen Federung. Nicht zu vergessen: Die Maße sind kompakt genug, um auch in vollen Innenstädten entspannt auf Parkplatzsuche zu gehen.

Der kleine Diesel ist in Sparversion "Reference" ab 17.635 Euro zu bekommen. Die beiden stärkeren Versionen starten in der "Style"-Ausstattung ab 19.990 (95 PS), beziehungsweise ab 20.890 Euro (115 PS). Diese Preise sind durchaus selbstbewusst: Der neue VW Polo TDI etwa kostet mit 95 PS ab 19.475 - gut 500 Euro weniger.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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