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Hyundai i10 1.0 LPG: Kleiner Saubermann

Der gerade frisch gestartete Hyundai i10 kommt nun auch als LPG-Version auf die Straße. Der Aufpreis von 1.300 Euro kann sich für Normalfahrer durchaus lohnen.

Im Zeitalter von PS-Monstern und Kleinstwagen schlägt die Stunde derer Automobile, die ihre Verbrennungsmotoren nicht nur mit Benzin oder Diesel fluten. Einer von ihnen ist ab sofort der neue Hyundai i10 1.0 LPG. Mit seinem bivalenten Antrieb kann er nicht nur die 40 Liter Benzin, die er in seinem gleichgroß gebliebenen Tank hat, aufbrauchen. Zusätzlich stehen ihm 27,2 Liter Autogas zur Verfügung, die in einem Reserveradmulden-Tank gespeichert werden. Dank dieser Treibstoff-Kombination ist er nicht nur in der Lage bis zu 1.200 Kilometer weit ohne Nachzutanken zu fahren. Er fährt auch sauberer. Verbraucht er im Benzinbetrieb 5,1 Liter auf 100 Kilometern, sind es im Autogasbetrieb zwar 6,5 Liter, doch der CO2-Ausstoß sinkt von 116 auf 104 Gramm pro Kilometer.

Hyundai i10 1.0 LPG: Kleiner Saubermann
Er kostet ab 12.900 Euro.

Er kostet ab 12.900 Euro.

Zudem lohnt sich die grünere Antriebsweise nicht nur für die Umwelt, sondern auch für den Geldbeutel: Autogas, oder Liquified Petroleum Gas, kurz LPG, kostet derzeit an rund 6.500 Gastankstellen knapp 70 Cent. Die Steuerbegünstigung geht noch mindestens bis zum Jahr 2018. Bis dahin wird sich der Mehrpreis zum normalen i10 in Höhe von 1.300 Euro in den meisten Fällen schon amortisiert haben. Der Einstiegspreis für den Hyundai i10 1.0 LPG beginnt in der Trend-Version bei 12.920 Euro.

Damit das Propan-Butan Gemisch - in der Regel liegt das Mischungsverhältnis beider Gase bei 60:40 zugunsten des Propans - auch an den angetriebenen Vorderrädern ankommt, dafür sorgt ein 1,0 Liter großer Dreizylindermotor. Im Benzinbetrieb leistet dieser 69 PS, im LPG-Betrieb 67 PS. Zwischen den beiden Treibstoffversionen kann durch einen einfachen Knopfdruck hin- und hergesprungen werden. Lediglich eine kleine Lampe rechts neben dem LPG-Treibstoff-Anzeiger, der direkt über dem Benzintank-Anzeiger platziert wurde, zeigt, dass es nun günstiger aber auch schwächer vorwärts geht.

Wie sich jeder aber denken kann, ist der Unterschied von zwei Pferdestärken natürlich nicht zu spüren. An der hohen Lautstärke ändert die Verbrennung des Autogases leider auch nichts. Wenn schon Unterschiede erkennbar sind, dann lediglich auf einer Stoppuhr. Denn der Sprint von 0 auf Tempo 100 dauert im LPG-Betrieb mit 15,2 Sekunden genau 0,3 Sekunden länger. Die Höchstgeschwindigkeit ist gleichzeitig um zwei Kilometer pro Stunde niedriger. Sie beträgt dann nur noch 153 Kilometer pro Stunde. Das Drehmoment von 90 Newtonmetern ist bei beiden Verbrennungsarten gleich. Interessanter Weise gibt es aber noch einen Unterschied zu den reinen Benzinern, auf die erst beim genauen Studium seiner technischen Daten gestoßen werden kann. Denn mit einer erlaubten Dachlast von 60 Kilogramm darf er genau 60 Kilogramm mehr auf dem Dach transportieren, als seine Benzinbrüder - die gehen leer aus.

Durch den Einbau des Tanks ist zum einen das Kofferraumvolumen kaum spürbar um 34 Liter auf 218 reduziert worden und zum anderen das Leergewicht auf 1.126 Kilogramm angehoben worden. Durch Umklappen der Rückbank stehen bis zu 1.046 Liter Gepäckraum zur Verfügung; 125 Liter mehr als beim direkten Konkurrenten VW Up sind. An der präzisen Lenkung und dem Fahrwerk, das so manch grobe Straßenunebenheit verzeiht hat sich nichts geändert.

Der 3,67 Meter lange und 1,66 Meter breite Fünftürer- und -sitzer überzeugt auch weiterhin nicht nur durch seine technischen Daten und sein gutes Fahrwerk. In dem 1,50 Meter hohen i10 können sogar Zwei-Meter-Hünen mit noch etwas Luft über dem Haupt das Multifunktionslenkrad in die Hände nehmen. Lediglich auf der Rückbank wird es bei komplett zurückgeschobenen Vordersitzen für Erwachsene zu eng. Zwei Einraststufen weiter vorn sieht das schon wieder ganz anders aus. Die maximale Sitzausbeute von drei Mitfahrern im Fond sollte sich dennoch zuvor gut überlegt werden.

Ein kleines Manko der ansonsten sehr gut passenden und auch ausreichend Seitenhalt bietenden Sitze ist die fehlende Höhenverstellung des Beifahrersitzes. Und wenn nun schon das Haar in der Suppe gesucht wird, dann darf auch die fehlende Tiefenverstellung des Lenkrades erwähnt werden - das war es dann aber auch schon. Zur Serienausstattung gehören eine Klimaautomatik, Lenkrad- und Sitzheizung, schlüsselloses Starten per Knopfdruck sowie höhenverstellbare Kopfstützen. Mit dem Hyundai i10 1.0 LPG kommt zum richtigen Zeitpunkt das richtige Auto auf den Markt. Wenn in naher Zukunft noch eine kleine Sportversion präsentiert wird, finden auch die sportlich ambitionierten Fahrer nur noch wenige Argumente, die gegen diesen Stadtfloh sprechen.

Press-Inform / pressinform
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.