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Mercedes GLE: Neuausrichtung

Mercedes hat bei seiner M-Klasse nicht nur Front- und Heckdesign überarbeitet. Obendrauf gibt es einen neuen Namen: GLE - der große Bruder des GLE Coupés.

Der aufgefrischte und ehemals auf den Namen M-Klasse hörende Oberklasse-SUV soll sich ins Familiengefüge der E-Klasse eingliedern. Damit die Nomenklatur des luxuriösen Allradlers passt, hört er auf sofort auf den Namen Mercedes GLE. Optisch fallen neben dem der geänderten Nomenklatur aufgefrischte Front- und Heckansichten sowie ein leicht modifizierter Innenraum ins Auge. Nach S-Klasse und C-Klasse bietet Mercedes erstmals auch im SUV-Segment eine Version mit Plug-In-Antrieb an, die sich die Technik mit dem S 500e teilt. Der Sechszylinder des 4,82 Meter langen GLE 500e mit seinem aufgeladenen Dreiliter-V6 bietet eine Systemleistung von 325 kW / 442 PS bei einem Normverbrauch von 3,3 Litern auf 100 Kilometern, was einem CO2-Ausstop von 78 g/km entspricht. Der 333 PS starke Benziner wird dabei von einem 85 kW / 116 PS starken Elektromodul unterstützt, das im Gehäuse der Siebengang-Automatik verbaut wurde. Rein elektrisch kann er mit seinem elektrischen Verbrauch von 16,7 kWh/100 km rein elektrisch bis zu 30 Kilometern zurücklegen, wenn er zuvor an der Steckdose Kraft getankt hat. Das dauert mindestens zwei Stunden.

Mercedes GLE: Neuausrichtung
Mercedes GLE 2015 - kommt im Sommer auf den Markt

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Weitgehend unverändert blieben der kleine Vierzylinder-Diesel im GLE 250d, der weiterhin 150 kW / 204 PS leistet und 5,4 bis 5,7 Liter Diesel verbraucht. Wenig standesgemäß ist dieser Einstiegsdiesel auch allein mit Heckantrieb zu bekommen. Deutlich artgerechter ist man im zwei Tonnen schweren Mercedes-SUV mit dem 333 PS starken GLE 400 oder dem GLE 500 mit seinen 435 PS starken V8-Turbo unterwegs, wo serienmäßig beide Achsen angetrieben werden. Die beliebteste Antriebsvariante dürfte in Europa der 258 PS starke GLE 350d bleiben, der seinen Normverbrauch um knapp zehn Prozent auf 6,4 Liter Diesel reduzieren konnte. Ein leistungsstärkerer Topdiesel der 300-PS-Liga fehlt bei den Schwaben jedoch auch weiterhin im Angebot. Die Dieselvarianten sind mit der neu entwickelten Neunstufenautomatik unterwegs, erstmals mit optional lieferbarer Geländeuntersetzung und Zentralsperre.

Zeitgleich mit den normalen GLE-Varianten legt auch die hauseigene AMG-Sportabteilung ihre neuesten Boliden auf. Der Mercedes GLE 63 AMG leistet entweder 557 oder als S-Version 585 PS, bis zu 760 Nm und 280 km/h Spitzentempo. Der Verbrauch: 11,8 Liter Super. Alle Modelle mit vier und sechs Zylindern sind mit einem Stahlfederfahrwerk ausgestattet. Optional ist die empfehlenswerte Luftfederung verfügbar, die nur bei den Achtzylindern ab Werk verbaut ist. Für Sechs- und Achtzylinder sind zudem ein Offroadpaket und ein spezieller Wankstabilisator verfügbar. Sinnvolle Details wie eine elektrische Heckklappe, LED-Scheinwerfer oder ein Navigationssystem sind jedoch nur gehen Aufpreis im neuen Mercedes GLE zu bekommen, der seine Weltpremiere auf der New York Autoshow zum Monatswechsel feiert. Die Preise des Mercedes GLE werden auf dem Niveau des auslaufenden ML-Vorgängers liegen; heißt es geht für das erwartete Volumenmodell Mercedes GLE 350d bei rund 60.000 Euro los. Das sind rund 6.500 Euro günstiger als das vergleichbare Mercedes GLE 350d Coupé.

Press-Inform / pressinform
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.