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Mercedes V-Klasse: Auf das V gekommen

Mercedes-Benz hat den Schleier gelüftet. Aus dem Viano wird die V-Klasse. Passend zur "Pkwsierung" des Schwaben-Vans gibt es jede Menge Assistenzsysteme und ein schnittiges Design.

Marketingstrategen finden immer wieder neue Kniffe, ein Automobil neu zu verkaufen. Also wird aus dem Viano die V-Klasse. Liegt ja bei Mercedes-Benz auch nahe. Das Selbstverständnis des schwäbischen Autobauers ist es, in jedem Segment die Referenz zu sein. Angefangen von der S- bis zur A-Klasse. Jetzt also die V-Klasse. Für Dieter Zetsche Grund genug, mit breit geschwellter Brust bei der Präsentation in München die weißblaue Konkurrenz aufs Korn zu nehmen: "Wir präsentieren ein Modell, dass unser Münchner Mitbewerber noch nicht im Angebot hat", konnte sich der Konzernlenker einen Seitenhieb nicht verkneifen.

Damit den markigen Worten auch Taten folgen, haben die Produktstrategen den Kleinbus bis unter das Dach mit Assistenzsystemen vollgepackt: unter anderem den adaptiven Tempomaten, Brems-, Verkehrszeichen- sowie einen aktiven Einparkassistent inklusive 360-Grad-Kamera und einen Spurwechselwarner. Dazu gibt es noch einen Seitenwind-Assistenten, der bei Böen hilft, mit gezielten Bremseingriffen, die Spur zu halten. Eine ausgetüftelte Klimatisierung erkennt, wie lange die Sonne in den Innenraum scheint und passt die Kühlung dementsprechend an. Je nach Tageszeit, variiert die Automatik die Heizleistung in sieben Stufen. Eher warm in der Nacht und eher kalt am Tag.

Aber auch an die praktischen Dinge des Van-Fahrens haben die Untertürkheimer Cleverles gedacht: Spricht der Fahrer mit der Rasselbande auf den hinteren Bänken, verstärken Mikrofone und Lautsprecher das Gesagte. "Die Kinder sind ja ohnehin laut genug, die brauchen keinen Verstärker", erklärt der strategische Produktprojektleiter Dr. Klaus-Jürgen Benzinger. Damit greift Mercedes-Benz eine Idee auf, die beim Hauptkonkurrenten VW T5 schon Teil des Angebotes ist. Sinn ergibt sie trotzdem. Immerhin finden bis zu acht Personen in der 4,90 Meter langen V-Klasse Platz. Damit die immer kommod unterwegs sind, sind jetzt variable Dämpfer Teil der Aufpreisliste.

So sehr bei der Technik geklotzt wird, bei den Motoren ist Schmalhans Küchenmeister. Zumindest was den Verbrauch angeht. Deswegen haben Sechszylinder-Motoren vorerst ausgedient. Zum Marktstart Ende Mai können die V-Klassen-Fans zwischen drei Diesel-Vierzylindern wählen, die 136, 163 und 190 PS haben. Das 190-PS-Kraftpaket im 250 CDI erreicht mit einem Drehmoment von 440 Newtonmetern, die Fahrleistungen des Sechszylinder-Selbstzünders im Vorgänger, verbraucht im Schnitt sechs Liter auf hundert Kilometer und damit 28 Prozent weniger. Geht es einmal zur Sache, hilft der Overboost und zaubert 14-Extra-PS und 40 Newtonmeter zusätzlich aus den Brennräumen. Das wird den Fahrer genauso freuen, wie die Erhöhung des Service-Intervalls auf 40.000 Kilometer

Das Design ist jetzt schnittiger. Vor allem die Front mit den Voll-LED-Scheinwerfern macht was her. Auch beim Cockpit gibt die Großraum-Limousine den Pkw mitsamt neuem Touchpad-Controller. Hightech ist ja schön und gut, praktisch sollte so ein Van schon auch sein. Also gibt es eine Schiebetür oder auf Wunsch zwei Schiebetüren und die Heckscheibe lässt sich getrennt öffnen. Ende Mai kommt die V-Klasse mit kurzem Radstand und langem Überhang hinten zu Preisen ab 42.900 Euro auf den Markt, eine kompaktere Version soll folgen, ebenso wie die Variante mit langem Radstand.

Dass ein Allradler kommen wird, pfeifen die Spatzen schon von den Untertürkheimer Dächern. Dr. Klaus-Jürgen Benzinger nennt diese Variante schon eine "kleine Bergkatze". Da der strategische Projektleiter ein gewichtiges Wort bei der Modellplanung mitzureden hat, wird auch sein Wunsch nach einer Marco-Polo-Camping-V-Klasse erfüllt werden.

Press-Inform / pressinform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.