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Zu schnell bei Rettungseinsatz: Rasender Notarzt wird nicht bestraft

4500 Euro Strafe sollte ein Notarzt zahlen, weil er bei einem Einsatz zu schnell fuhr. Eine Petition erreichte nun, dass der Strafbefehl zurückgenommen wird.

Gute Nachrichten für Alexander Hatz: Der Notarzt aus Neuburg an der Donau muss nicht vor Gericht.

Gute Nachrichten für Alexander Hatz: Der Notarzt aus Neuburg an der Donau muss nicht vor Gericht.

Dieser Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt: Weil er bei einem Rettungseinsatz zu rasant gefahren war, sollte Notarzt Alexander Hatz aus Neuburg an der Donau 4500 Euro zahlen und für ein halbes Jahr seinen Führerschein abgeben. Doch nun ist der Strafbefehl vom Tisch: Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt nahm ihren Antrag zurück, wie ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft München am Montag mitteilte. Nach nochmaliger Überprüfung des Falls lasse sich dem Notarzt gegenüber "ein strafbarer Vorwurf nicht aufrecht erhalten".

200.000 Unterstützer bei Online-Petition

Mit Blaulicht und Martinshorn war der Mediziner im April 2014 zu einem Einsatz gefahren. Dabei musste alles ganz schnell gehen: Ein Kleinkind drohte zu ersticken, weil es Schnellkleber verschluckt hatte. Auf der Fahrt zum Krankenhaus überholte der Mediziner mehrere Autos. Das beherzte Eingreifen sollte ihm später teuer zu stehen kommen. Ein Autofahrer erstattete Anzeige gegen den Notarzt, weil dieser beim Überholen zu weit ausgeschert sein soll. Deshalb erhielt er einen Strafbefehl wegen Verkehrsgefährdung – womit sich das zuständige Amtsgericht Neuburg jede Menge Unverständnis einhandelte.

Eine im Internet gestartete Onlinepetition für einen "Freispruch" des Mediziners fand bis Montag etwa 200.000 Unterstützer, zahlreiche Medien berichteten über den Fall. Die Empörungswelle zeigte offenbar Wirkung: Die nochmalige Überprüfung des Vorganges habe ergeben, "dass der Sachverhalt eine Verurteilung wegen Straßenverkehrsgefährdung nicht erwarten lässt", hieß es in einer Stellungnahme der Generalstaatsanwaltschaft München.

Notarzt muss nicht vor Gericht

Zu der Entscheidung habe maßgeblich die Schilderung der Einsatzfahrt durch den Notarzt beigetragen, die erst nach Erlass des Strafbefehls bei Gericht einging. Damit kommt es auch nicht zu einem Prozess gegen Hatz. Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt werde das Verfahren gegen den Arzt einstellen, sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft.

las/DPA / DPA

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.