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Jammer im Auto: 48.000 Dollar Strafe wegen Handy-Störsender

In Florida muss ein Verkehrserzieher 48.000 Dollar Strafe zahlen, weil er Handys und Mobilnetze entlang seiner Route lahmlegte. Er wollte telefonierenden Autofahrern eine Lektion erteilen.

In diesem Auto installierte Jason H. einen Störsender.

In diesem Auto installierte Jason H. einen Störsender.

Jason H. muss sich mächtig über Autofahrer aufgeregt haben, die am Steuer telefonieren. Ihnen wollte er eine Lektion erteilen. Dazu baute Jason H. einen Störsender unter dem Beifahrersitz seinen Toyota Highlanders ein. Der sogenannte Jammer macht das Telefonieren und auch andere Kommunikationsdienste unmöglich. Dummerweise benutzte Jason H. den illegalen Handy-Blocker auf seinem täglichen Weg zu Arbeit. Obendrein war der Jammer leistungsfähig genug, um die Handy-Netze in den Ortschaften entlang seines Arbeitsweges zu blockieren.

Kein Wunder also, dass der regelmäßige Ausfall der Netze die Behörden auf den Plan rief. Schnell ermittelte die Federal Communications Commission (FCC) den Grund, der zur morgendlichen Todeszone im Handynetz führte. H., der immer auf der gleichen Interstate fuhr, wurde im Jahr 2014 geschnappt, aber erst jetzt wurden Strafe und Begründung veröffentlicht.

Störsender war illegal

Als er aus dem Verkehr gewunken wurde, erklärte Jason H. den Beamten seinen Kreuzzug gegen das Telefonieren am Steuer. Doch rechtlich war der Mann in einer dummen Situation. In Florida gibt es keine Gesetze, die das Telefonieren am Steuer verbieten. Versuche, die Kommunikation von Rettungsdiensten und Polizei zu stören, werden dagegen streng geahndet.  "In unserer mobilen Welt sind Mobiltelefone und GPS unverzichtbar. Wer diese Netze stört, beschädigt Kommunikation, Geschäftsleben und die öffentliche Sicherheit", sagte der Chef der Kommunikationsbehörde FCC Travis LeBlanc. Tatsächlich konnten nicht nur die Autofahrer nicht telefonieren, man hätte in der Umgebung von Jason H. auch keinen Krankenwagen rufen können.

Millionenstrafe für chinesischen Händler

Weil H. die Kommunikation monatelang lahmlegte, muss er nun 48.000 Dollar zahlen. Noch schlimmer sieht es allerdings für den chinesischen Versandshop aus, vom dem er den Jammer geliefert bekam. Zwar wurde in China bestellt, aber in den USA sind derartige Geräte verboten. Insgesamt soll der Händler 285 Geräte im Angebot haben. Seine Strafe beträgt 34,9 Millionen Dollar. Ihm wird vorgeworfen, seine Kunden getäuscht zu haben. Auf der Webseite soll der Shop den Kunden vorgemacht haben, die Geräte seien in den USA legal, obwohl sie den Funkverehr im Umkreis von mehreren Häuserblocks lahmlegen.

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Kra
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