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Unterwegs im BMW-M6-Safety-Car der Moto GP: Tage des Donners

Bisher war der BMW M6 als Safety Car in der Moto GP unterwegs. Doch auch auf der Nordschleife des Nürburgrings macht der 605 PS starke Über-Sechser eine verdammt gute Figur. Beim Klang des Auspuffsounds stellen sich die Haare an den Unterarmen auf.

Wenn der neunfache Motorrad-Weltmeister Valentino Rossi für ein Auto bremst, dann muss es schon ein besonderes Gefährt sein. Das Safety Car der Moto GP ist so eines. Ein BMW M6 Coupé, das die Aufgabe hat, eine ganze Meute geschwindigkeitshungriger Motorrad-Jockeys auf ihren 270-PS-Feuerstühlen, bis zu 350 km/h schnell, zu zähmen. Dazu gehört jede Menge Dampf. Nicht, dass ein regulärer BMW M6 mit 560 PS untermotorisiert wäre, aber auf der Rennstrecke herrschen andere Regeln. Also haben die Techniker aus München noch etwas mehr Vitamine aus dem V8-Biturbo herausgekitzelt. Die Bayern-Power unter der Motorhaube tritt mit rund 605 PS in die breiten 20-Zoll-Gummi-Walzen.

Unterwegs im BMW-M6-Safety-Car der Moto GP: Tage des Donners
Nach der Runde ist jeder zufrieden

Nach der Runde ist jeder zufrieden

Da Motorsport auch während der Safety-Car-Phase die Zuschauer so gut es möglich unterhalten soll, lässt es der Über-M6 krachen - wahrsten Sinne des Wortes. Kaum beginnen die acht Töpfe ihre Arbeit, erwachen die vier Brüll-Tüten unter dem Heck mit einem lauten Knurren zum Leben und krakeelen die Potenz des Achtenders mit einer Inbrunst heraus, dass es den auch dem Fahrer wohlige Schauer über den Rücken jagt. Den Sound der M-Non-Silence wissen auch die vielen Zuschauer an der legendären Nordschleife zu würdigen, die dem weißen Coupé hochgestreckte Daumen entgegenrecken. Das Geheimnis hinter den Trompeten aus München ist die Auspuffanlage mit Carbon-Auspuffrohren. Auf die Vermutung, dass da wohl der Schalldämpfer fehlt, erntet man von den Verantwortlichen nur ein vielsagendes breites Grinsen.

Der satte Klang macht Laune, genauso wie der M6. Der Münchener Dampfhammer feuert um den Ring, dass es eine wahre Freude ist. Bewegt man das Gaspedal, schiebt der in traditionellen BMW-M-Farben lackierte 6er mit einer unwiderstehlichen Wucht an, dass es eine wahre Freude ist. Fuchsröhre, Flugplatz und Pflanzgarten fühlen sich an, wie die natürliche Umgebung des Müncheners. Mit gut 1,9-Tonnen ist das Safety Car alles andere als ein Leichtgewicht, aber auf den langgezogenen Kurven und der Döttinger Höhe, ist diese Masse nicht zwingend ein Nachteil. Dass die Lenkung präzise ist, setzt man ja bei einem M voraus. Genauso, dass das Lenkrad mit einem Alcantara-Kranz gut in der Hand liegt. Ein Blick nach hinten verrät, dass die Rückbank fehlt. Überflüssig bei einem Safety Car. Nötig sind dagegen die Sport-Sicherheitsgurte, die den Fahrer in dem Schalensitz fixieren, sobald es schnell vorwärts geht. Ein riesiger Carbon-Heckflügel sorgt in schnellen Passagen für genügend Anpressdruck.

Damit der spezielle BMW M6 auch im Fernsehen, was hermacht, haben ihn die Münchener mit dem M-Performance-Paket optisch verfeinert: Carbon wohin das Auge blickt: der Diffusor, die Kappen der Außenspiegel und der Hebel der Gangschaltung - alles aus dem Leichtbau-Material. Das Highlight sind aber die rot blinkenden Flasher auf dem Dach. Sobald die mit zwei Knöpfen, die sich auf der Mittelkonsole befinden, aktiviert werden, schnellen die Foto-Handys am Streckenrand hoch. Macht den Bayern nicht nur am Ring nur noch begehrter.

Press-Inform / pressinform
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