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VW California XXL: Ein neues Zeitalter

Mit dem California XXL zeigt Volkswagen eine Wohnmobil-Studie mit viel Liebe zum Details. In knapp 1,5 Jahren könnte sie in Serie gehen.

Sie könnte in 1,5 Jahren Realität werden.

Sie könnte in 1,5 Jahren Realität werden.

Der VW California XXL ist eine Wohnmobil-Studie der Kategorie "Wenn der so auf die Straße kommt, werde ich zum Mörder! Denn dann geht es meinem Sparschwein an den Kragen!" Dass das Schwein sehr groß sein müsste, dürfte natürlich klar sein. Doch für das Geld wird auch einiges geboten. Nicht ohne Grund denken aktuell immer noch sehr viele Menschen beim Begriff mobiler Urlaub an die Marke Volkswagen - dem legendären Bulli und seinen Nachfolgern sei Dank. Da wundert es kaum, dass die Hannoveraner ihr Know How nun im Bereich der Reisemobile bis 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht testen. Wobei der Begriff des Testens vielleicht ein wenig zu negativ rüber kommt. Denn sowohl die Modellreihe California als auch der Crafter, auf dem der California XXL aufbaut, sind zu immer beliebteren Marken avanciert. Hinter dem Mercedes Sprinter liegt der Crafter mit rund 50.000 verkauften Einheiten im Jahr auf Platz zwei und vom California träumt nahezu jeder, der mobil im Urlaub sein möchte. Nur leider scheitert es oft am nötigen Kleingeld. Aktuell beginnt ab 42.567 Euro zumindest der Basis-California-Traum Wirklichkeit zu werden. Beim XXL dürfte der Preis auch in Richtung XXL gehen.

Wohnmobil-Studie: Hier kommt der große Bruder vom VW-Bulli
Sie könnte in 1,5 Jahren Realität werden.

Sie könnte in 1,5 Jahren Realität werden.

Doch bis der XXL-Traum in vielleicht 1,5 Jahren zur Realität wird, darf zuvor ruhig mal ein Blick auf und in die Reisemobil-Studie mit festem Hoch- und Panoramadach und um 24 Zentimeter verlängertem Heck riskiert werden. Vor allem letzteres wirkt im ersten Moment gewöhnungsbedürftig. Wer böse ist, könnte dem Designer eine Vorliebe für die erste Generation des SsangYong Rodius andichten, der eventuell Pate dafür stand. Doch wäre das schon wirklich sehr böse. Zudem erfüllt das überstehende Heck mit Kamera natürlich auch einen Zweck, der nicht designgeschuldet ist: Dank des Bürzels entsteht ein großes Komfortbett mit einer Länge von zwei Metern und einer Breite von 1,70 Meter. Was ebenfalls über die Optik hinwegtröstet ist die Tatsache, dass das elektrische System des California XXL das Bett im Winter beheizen und im Sommer durchlüften und kühlen kann. Neben dem zu öffnenden Heckfenster lässt sich die Nacht dank Panoramaglasdach gefühlt unter dem Sternenhimmel verbringen.

Da der VW California XXL ein Familienfreund ist, findet natürlich auch der Nachwuchs ausreichend Platz in ihm. So bietet das 1,72 Meter lange und 1,32 Meter breite Kinderbett im Alkoven mit seiner Kopffreiheit von 60 Zentimetern, die durch das Panoramadach um einiges größer wirkt, einen perfekten Unterschlupf für angehende Astronomen. Damit die nächste Familie Kopernikus auch dorthin kommt, wo nahezu keine Lichtverschmutzung zum ungehinderten Sternegucken vorhanden ist, dafür verfügt der 6,24 Meter lange, 2,90 Meter hohe und 2,03 Meter ohne Seitenspiegel breite California XXL über einen 177 PS starken Turbodieselmotor und Allradantrieb. Besonders pfiffig: Das Luftfederungsfahrwerk erspart ein umständliches waagerechtes Ausrichten mit Keilen und Co. Einfach die einzelnen Dämpfer der betreffenden Achse in der Höhe variieren, fertig. Wer dann noch die Heckklappe öffnet und den 1,60 Meter langen, 1,85 Meter breiten und 72 Zentimeter hohen Stauraum vorfindet, der zudem auch von innen erreichbar ist, kommt aus dem Strahlen kaum noch heraus. Erfreulich nicht nur für alle bisherigen T3 California-Besitzer: Der 37 Liter fassende Gastank befindet sich außen unter dem Auto. Über zwei Versorgungsklappen links und rechts in der Aufbauverlängerung, wird der California XXL mit Strom, Frischwasser und Gas versorgt.

Damit an Bord selbst nicht mit Langeweile zu kämpfen ist, dafür sorgt zum einen die leicht zu reinigende Küche und die bequeme Sitzecke. Zum anderen bietet ein Beamer, der im Oberschrank am Kopfende des Bettes integriert ist und sein Bild an die gegenüberliegende helle Wand wirft, platzsparend für Unterhaltung. Aber nicht nur der Beamer lässt sich von Smartphone und Co. bedienen. So lassen sich über ein Tablet mit der California XXL App diverse Fahrzeugfunktionen wie Licht, Musik oder auch das Dachfenster im Bad steuern. Ein Bad, dessen Fläche sich von 60 x 60 Zentimeter auf das Doppelte, sprich 1,20 Meter mal 0,60 Meter durch Herausziehen erweitern lässt. Alles in allem wirkt der VW California wie ein gut durchdachtes und zukunftsorientiertes Wohnmobil mit großer Erfolgschance. Bleibt nur zu hoffen, dass der Preis nicht tatsächlich zum Namen passt.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.