HOME

Opel Vectra OPC: Unter Hochdruck

Auf der Essener Motorshow geizt kein Hersteller mit den Reizen seiner Fahrzeuge. Opel zeigt mit der OPC-Version des aktuellen Vectra, dass man die tuningverliebte Fangemeinde auch mit Heizöl im Tank begeistern kann.

Auf der Essener Motorshow geizt kein Hersteller mit den Reizen seiner Fahrzeuge. Spoiler, Alufelgen und Sportfahrwerke gibt's an jeder Ecke. Opel zeigt mit der OPC-Version des aktuellen Vectra, dass man die tuningverliebte Fangemeinde auch mit Heizöl im Tank begeistern kann.

Kann der Vectra OPC an legendäre Opel-Tage anknüpfen?

Der Zafira hat die werkseigene Fitnesskur bereits hinter sich, der alte Astra sowieso. Pünktlich zur Essener Motorshow zeigen die Hochleistungs-Bastler des Opel Performance Centers (OPC), wie man den ohnehin schon sportlichen Vectra GTS noch verfeinern könnte.

Die Serie kann kommen

Obwohl auf dem blauen Opel noch das Schildchen "Studie" klebt, geht in Rüsselheim kaum jemand davon aus, dass der feurige Vectra in irgendwelchen Kellern verschwinden wird. An Bord ist modifizierte Großserien-Technik, sämtliche Zubehörteile wurden für einen Serieneinsatz entwickelt. Opel-Fans wird's freuen.

Gelbe Bremssättel

Vor allem, weil der Vectra OPC auffällt. Neben der blauen OPC-Lackierung signalisiert vor allem der riesige Lufteinlass in der Frontschürze enorme Sportlichkeit und den gestiegenen Sauerstoffbedarf des Opel-Sportlers. In die scharf ausgestellten Radhäuser haben die OPC-Techniker eigens entworfene 18-Zoll-Räder gepresst. Durch die Leichtmetall-Felgen schimmern gelb die Sättel der überarbeiteten Bremsanlage. Zusätzlich bekam der Vectra noch ein tiefer gelegtes Sportfahrwerk spendiert.

Schwarzer Sportauspuff

Am Heck gibt es nicht viel zu sehen. Ein kleines OPC-Logo, die bekannten Zierleisten des Großserien-Vectras und einen schwarzen Sportauspuff. Schwarz? Schwarz! Blitzendes Chrom wäre hier Verschwendung. Das armdicke Rohr wäre recht schnell mit einer dicken Ruß-Schicht überzogen. Unter der Haube des OPC-Vectra nagelt ein Vierzylinder-Diesel, der nicht nur das eine oder andere Ruß-Wölckchen von sich gibt, sondern auch so manchen Sportwagen zum Statisten degradiert.

Ferrari-Werte

Der 1,9 Liter starke Common-Rail-Diesel leistet 212 PS und wuchtet satte 400 Newtonmeter Kraft auf die breiten Vorderräder. Möglich wird die Leistungsexplosion durch zwei Abgas-Turbolader, die die Atemluft mit einem Druck von drei Bar in die Brennräume pressen. Anders als bei herkömmlichen Biturbos sind die Aggregate nicht parallel, sondern in Serie geschaltet. "Sowas hat es bisher nur bei Porsche gegeben", berichtet Opel-Sprecher Sven Markurt nicht ohne Stolz. Das Ergebnis des "Twinturbo" getauften Systems ist eine spezifische Leistung von 112 PS pro Liter Hubraum. Der Ferrari Enzo kommt nur auf 110 PS...

Die Fahrleistungen sind entsprechend. In 6,5 Sekunden geht's auf 100 Sachen, bei 250 km/h dreht die Elektronik dem Selbstzünder sanft den Saft ab.

Ganz nebenbei spart die neue Anordnung der Turbolader Kraftstoff. Opel spricht von einem Durchschnittsverbrauch von sechs Litern Diesel auf 100 Kilometer. Das wäre nicht mehr als das Serienaggregat, das es mit einem Turbolader nur auf 150 PS bringt. Zusätzlich erfüllt das Heizöl-Kraftwerk die ab Januar 2005 geltende Euro-4-Norm.

Jochen Knecht

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.