PEUGEOT 406 FAP 406 FAP: Diesel mit weißer Weste


Peugeot hat dem Diesel die Unschuld zurückgegeben. Zwar pusten Selbstzünder generell weniger Abgase in die Luft als Benziner ohne Katalysatoren - wirklich sauber sind trotzdem nicht. Erst die FAP-Technik von Peugeot macht damit zuverlässig Schluss.

Saubere Diesel gibt¿s nicht? Von wegen!

Geht nicht, hieß es in der Automobilbranche lange Zeit. Der Rußfilter verstopfe, hieß es. Geht doch, hat Peugeot inzwischen gezeigt. Hinter dem Kürzel FAP verbirgt sich ein System, das Rußpartikel im Abgas in einem Filter kurzfristig zwischenspeichert und anschließend verbrennt. Normalerweise reichen die Abgastemperaturen nicht aus, um den Ruß im Filter zu entzünden. Möglich wird dies erst durch ein Additiv, das alle 80.000 Kilometer nachgefüllt werden muss. Im Test: Der Peugeot 406 HDI mit FAP-Filter. 133 PS (98 kW) erwachen nach minimaler Vorglühzeit zum Leben, der 2,2-Liter Common-Rail-Diesel brummt gut gedämmt unter der Motorhaube. Und wirklich, kein einziges Rußwölkchen ist beim Kaltstart zu sehen. Selbst ein weißes Taschentuch vor dem Auspuffrohr behält seine unschuldige Farbe. Ein Dauertest von ADAC, Frauenhofer-Institut und Umwelt-Bundesamt hat gezeigt, dass die Technik auch nach mehreren zehntausend Kilometern noch zuverlässig funktioniert.

Damit Sie auch morgen noch kraftvoll dieseln können ...Reinsetzen und wohl fühlen

Der 406 HDI zeigt besonderen Charme zur Urlaubszeit. 430 Liter Kofferraumvolumen schlucken das Reisegepäck einer Familie. Bei Bedarf erweitern die klappbaren Rücksitze den Gepäckraum zusätzlich. Zum Reisekomfort trägt neben der geringen Geräuschkulisse auch die angenehme Federung bei. Dennoch zeigt die Karosserie in schnellen Kurven nur wenig Seitenneigung. Für Sicherheit sorgen ABS sowie Front- und Seitenairbags vorne. ESP bleibt dem 3,0-Liter Sechszylinder vorbehalten.

Innen hui, außen pfuiViel Peugeot fürs Geld

Schon das Basismodell der 2,2-Liter-HDI-Motorisierung - der 406 Premium - ist zum Preis von 47.624 Mark üppig ausgestattet: Funk-Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber, beheizbare Außenspiegel, Klima-Automatik, Radio mit Fernbedienung, Leichtmetallfelgen, Bordcomputer und ein Regensensor, der allerdings von zweifelhafter Qualität ist. Bei Kolonnenfahrt vermutet die Elektronik meist einen Wolkenbruch und verfällt in hektische Wischerei. Wo wir schon beim Meckern sind: Unterschiedliche Spaltmaße und Pfeifgeräusche an den hinteren Türen ab Tempo 170 passen ebenfalls nicht zur sonst so ausgereiften französischen Mittelklasse.

Fazit: Hut ab. Wer den 2.2 HDI gefahren ist, kann die Diskussion um den Rußfilter nicht verstehen. Endlich keine Argumente mehr gegen die sparsame Dieseltechnologie. Krebsangst vor den Dieselabgasen wird im FAP-Filter gleich mitverbrannt. Der Peugeot 2.2 HDI - eine wirklich saubere Sache.

(hs)


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