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Bußgeld-Katalog: Drei Monate Besinnung für Drängler

Wandern statt Rasen - Wer dem Vordermann zu dicht auffährt, riskiert schnell ein Fahrverbot. Drängler im Straßenverkehr müssen vom 1. Mai an auch mit höheren Bußgeldern rechnen.

Die wichtigste Änderung der Straßenverkehrsordnung und des Bußgeldkataloges betrifft die Autobahn-Drängler. In Deutschland hält sich hartnäckig der Irrglaube, Schnellfahrer dürften grundsätzlich mehr als langsame Fahrer. Aber Gesetzgeber und der Großteil der Autofahrer haben immer weniger Lust, sich der Tyrannei der Lichthupe zu unterwerfen.

Was sagen Sie zum ewigen Krieg zwischen Bummlern und Rasern?

Abstand der Vernunft

Grundsätzlich sollte ein Abstand vom halben Tachowert eingehalten werden. Zu Erinnerung, bei Tempo 160 km/h ergibt sich bereits ein Abstand von 80 Metern. Ein Bußgeld wird allerdings erst fällig, wenn der Sicherheitsabstand, den die Vernunft gebietet, um mehr als die Hälfte verkürzt wird. Der gesetzliche Mindestabstand beträgt bei 160 km/h mindestens 5/10 des halben Tachowertes (40 Meter). Wir er unterschritten, drohen 40 Euro Bußgeld und ein Punkt im Verkehrszentralregister in Flensburg. Ein Abstand unter 24 Meter (3/10 des halben Tachowerts) kostet 100 Euro und schlägt mit vier Punkten in Flensburg zu Buche. Bei 100 Stundenkilometern droht bei weniger als 15 Metern Abstand ein längeres Fahrverbot.

Zuschlag für die Autobahn

Wer bei einer Geschwindigkeit von mehr als 130 Stundenkilometern zu dicht auffährt, muss sogar mit einer Höchststrafe von 250 Euro statt 150 Euro und einem dreimonatigen statt einem einmonatigen Fahrverbot rechnen.

In der so genannten "Schrecksekunde" legt ein 100 km/h schnelles Fahrzeug bereits über 27 Meter zurück. Eine Reaktionszeit von einer Sekunde gilt als guter Wert. Unkonzentrierte, übermüdete oder anderweitig beschäftigte Fahrer erreichen ihn meist nicht. Die genannten Bußgelder betreffen die reine Annäherung. Wer dieses Manöver mit zusätzlichen Aktionen mit Lichthupe würzt, riskiert wegen der damit verbundenen Nötigung wesentlich höhere Bußen.

Die Links-Bummler

Für die Links-Bummler auf der Autobahn ändert sich übrigens nicht. Hartnäckigen Linksfahrern, die trotz kilometerweit freier rechter Spur die linke Spur blockieren, droht nach wie vor ein Bußgeld von 40 Euro und ein Punkt in Flensburg. Die Hürden sind hier relativ hoch. Die rechte Fahrbahn muss tatsächlich weithin frei sein. Das Ignorieren von Lücken in der Lastwagenkolonne reicht nicht aus.

Reifen und Bahnübergänge

Ferner gilt vom Mai an die neue Winterreifenpflicht. Wer sich nicht daran hält, zahlt künftig 20 Euro. Bleibt das Auto mit Sommerreifen im Schnee stecken, verdoppelt sich das Bußgeld auf 40 Euro und es gibt einen Punkt in Flensburg. Bei Nichtbeachten von Blinklichtern an Bahnübergängen drohen statt bisher 50 nun 150 Euro Buße und ein Monat Fahrverbot. Das Umfahren von Halbschranken kostet 450 Euro Strafe und drei Monate Fahrverbot.

Kra

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.