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Versicherungswechsel: Kfz-Versicherung jetzt kündigen – Sie können bis zu 1000 Euro sparen

Am Ende des Jahres kann die Kfz-Versicherung gekündigt werden. Meist lohnt sich ein Wechsel, denn die Preisunterschiede sind enorm. Einsparpotenziale von bis zu 1000 Euro im Jahr sind möglich.

Die Wahl der richtigen Versicherung und des passenden Leistungen helfen, Geld einzusparen.

Die Wahl der richtigen Versicherung und des passenden Leistungen helfen, Geld einzusparen.

Im Herbst ist Wechselsaison für die Kfz-Versicherung, denn zum Ende des Jahres können die meisten Autofahrer ihre Versicherung kündigen. Für die meisten Kunden ist am 30. November der Stichtag, an dem die Kündigung beim Versicherer liegen muss. Eine Überprüfung der Versicherung und der Versicherungsleistungen lohnt sich immer. Sie haben verschiedene Möglichkeiten, Geld zu sparen.

- Sie können eine vergleichbare Versicherung für weniger Geld finden.

- Sie können auf unnötige oder unnötig gewordene Features verzichten.

- Sie können einen großen Schnitt wagen und auf Vollkasko verzichten oder zu einem Tarif mit Basis-Leistungen wechseln.

Kfz-Versicherung entrümpeln

Es kann leicht passieren, dass man vor Jahren für einen neuen und teuren Wagen eine Police mit Premiumbedingungen abgeschlossen hat, die für den nun älteren Wagen zu teuer sind. Klauseln wie eine Neuwagenentschädigung machen nur Sinn, wenn der Wagen keine 24 Monate alt ist. Auch eine Vollkasko-Versicherung sollte man regelmäßig überprüfen, denn sie wird keineswegs in dem Maße billiger, in dem das Auto an Wert verliert.

+++ Lesen Sie hier: Welche Versicherung braucht Ihr Auto wirklich? +++

Brauchen Sie Vollkasko oder Teilkasko wirklich? 

Diese Versicherungen decken Schäden am eigenen Fahrzeug ab. Vor allem die Vollkasko lohnt sich meist nicht mehr, wenn der Restwert des Wagens unter 5000 Euro liegt. Hier lohnt es sich, Kosten und die maximale Entschädigung in Höhe des Restwerts zu vergleichen. Laut einer aktuellen Analyse von Check24 ist eine reine Haftpflichtversicherung um durchschnittlich 54 Prozent billiger als eine mit Vollkasko. Das ist weniger als die Hälfte. Wer von Voll- auf Teilkasko reduziert, kann im Schnitt immer noch 37 Prozent sparen. 


Den jüngsten Fahrer nicht vergessen

Auf die Gruppe der zugelassenen Fahrer sollten insbesondere Eltern ein Auge werfen: Leben die Kids immer noch im Haus und benutzen das Auto oder kann man die teuren Youngster aus dem Vertrag nehmen? Der teuerste Fehler, den man sich leisten kann, dürfte es sein, wenn man einen 18-jährigen Fahrer im Vertrag mitschleppt und der Nachwuchs inzwischen schon 27 geworden ist.

Wieviel fahren Sie?

Für die Kosten der Kfz-Versicherung sind viele Faktoren wichtig. An Ihrem Alter, dem Wohnort und am Wagentyp können Sie so leicht nichts ändern. Doch auch Wenigfahrer können bei der Versicherung sparen. Wer etwa nur 6000 statt 12.000 Kilometer Jahresleistung angibt, kommt um durchschnittlich 13 Prozent billiger davon. Wenn der Weg zur Arbeit sich verkürzt hat oder gar ganz weggefallen ist, sollte man den Kilometerwert des Vertrages überprüfen.


Preisverfall der letzten Jahre

In den letzten Jahren sind die Preise für Kfz-Versicherungen nur moderat gestiegen oder gar gesunken. Aber Vorsicht: Von der allgemeinen Preisentwicklung profitieren Alt-Kunden meist nicht. Kunden, die sich gar nicht um ihren Vertrag kümmern, werden in der Regel nicht besser gestellt. Im Gegenteil, sie haben häufig die schlechtesten Konditionen. Darum lautet der erste Tipp: Rufen Sie einfach bei Ihrer Versicherung an und kündigen Sie die Absicht an, zu kündigen. Darauf werden Sie häufig ein weitaus besseres Angebot Ihres Versicherers erhalten. Das ist der einfachste Weg, Geld zu sparen.

Kfz-Vergleichsrechner

Etwas aufwändiger ist ein allgemeiner Versicherungsvergleich. bei einem der zahlreichen Vergleichsportale. Musterrechnungen von "Finanztest" zeigen, dass es bei gleichen Leistungen Preisunterschiede von über 100 Prozent gibt. Laut Finanztest musste ein 40-jähriger Musterkunde beim günstigsten Versicherer 463 Euro, beim teuersten 1141 Euro im Jahr bezahlen. Er kann also 550 Euro einsparen - mit einer Unterschrift. Noch mehr lohnt sich ein Umstieg bei einer zweiten Musterkundin. Die 20-jährige Studentin muss als Fahranfängerin mit höheren Summen als der 40-Jährige kalkulieren. Daher kann der Wechsel sogar 1000 Euro im Jahr bringen.

Aber bleiben Sie realistisch: Diese theoretischen Ersparnisse ergeben sich nur, wenn man von der jeweils teuersten Versicherung wechselt, vermutlich dürfte Ihre Ersparnis deutlich geringer sein. 

Das Problem der Basistarife

Sie können auch Geld sparen, wenn Sie Versicherungen mit geringerem Leistungsumfang wählen. Institutionen wie die "Finanztest" empfehlen diese Basistarife wegen ihrer lückenhaften Leistungen nicht. Wir meinen jedoch, dass Billigversicherungen bei minderwertigen Wagen in den letzten Lebensjahren durchaus interessant sein können.

Kostenfalle Rückstufung

Aber Vorsicht: Sehr wichtig ist das Verhalten der Versicherung im Falle eines selbstverschuldeten Schadens. Nach so einem Malheur wird man meist zurückgestuft. Bei manchen Verträgen verliert man eine Stufe oder bei anderen gleich zwei Stufen im Schadensfreiheitsrabatt. Andere Policen gewähren dagegen sogar einen Rabattschutz, mit dem gar keine Rückstufung vorgenommen wird. Da man die schlechtere Stufe bis zum Erreichen des Minimaltarifs mit sich herum schleppt, was Jahrzehnte dauern kann, summieren sich die Differenzen bei so einer Schlechterstellung leicht zu mehreren tausend Euro auf. Bei einem neuen Vertrag also genau hinsehen. Ein Vertrag mit Rabattretter dürfte aber nicht der allerbilligste sein. 

Einschätzung  

1000 Euro sparen, das hört sich verlockend an. Aber welche Werte kann man realistisch betrachtet erwarten? Angenommen Sie müssen – weil Sie doch noch ein paar Prozente haben – für ihren Mittelklassewagen für Haftpflicht und Teilkasko im Jahr etwa 800 bis 1000 Euro zahlen. 1000 Euro werden Sie da sicher nicht einsparen können. Bleibt der Versicherungsumfang komplett erhalten, würden wir eine Ersparnis von etwa 200 Euro durchaus für möglich halten. Specken Sie den Vertrag bei einzelnen Features wie "Jüngster Fahrer", Werkstattbindung, Laufleistung ab, sind auch 300 Euro möglich. Verzichten Sie wegen des Alters des Fahrzeugs auf Voll- und Teilkasko sparen sie auf einen Schlag etwa die Hälfte der Kosten. Dann sind wir bei 400 bis 500 Euro. Kombinieren Sie beide Methoden dürften Sie nur noch ein Drittel der ursprünglichen Kosten übrig haben. Diese Ersparnis erkaufen Sie aber mit einem deutlich geringerem Umfang der Leistungen.


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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.