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Opel Astra: Die Sicheln des Sieges

Der neue Astra muss ein Erfolg werden, wenn Opel überleben will. Die Rüsselsheimer fahren dabei eine Doppelstrategie: Er sieht unverschämt gut aus und bietet ganz simpel mehr Auto fürs Geld.

Von Michael Specht

"Auto des Jahres", 120 000 Bestellungen. Dickes Lob von der Fachpresse. "Der beste Opel aller Zeiten". Mehr geht nicht in der Branche. Opels Flaggschiff Insignia scheint in der Brot-und-Butterklasse eine Art Überflieger zu werden. Die Limousine hilft nicht nur, Geld in die klammen Kassen des angezählten Autobauers zu spülen, sondern auch das Image der Marke nach vorne zu bringen. Plötzlich interessieren sich Leute für einen Opel, die zuvor fortgezogen wären, wenn nur der Nachbar sich einen gekauft hätte.

Mit dem Insignia entschloss sich Opel zu einer "neuen Formensprache", wie es im Design-Deutsch heißt. Weg vom gewöhnlichen Allerlei, hin zu klaren Linien und spannungsreichen Flächen. Sicken und bumerangförmige Sicheln wurden bei Opel zu zentralen Elementen. Dem Insignia stehen sie, er wirkt gefällig, hat harmonische Proportionen und man kann ihm sogar eine gewisse Sportlichkeit nicht absprechen. Vom plumpen und kantigem Vorgänger trennen ihn jedenfalls Welten.

Astra will kein Mini-Insignia sein

Auch beim neuen Astra, der im Herbst zunächst als fünftürige Steilheckversion auf den Markt kommt, entdeckt man schnell die Opel-Sichel. "Wir haben typische Merkmale vom Insignia auf den Astra übertragen", sagt Designer Uwe Müller, verantwortlich für die komplette Außenhaut. Dabei soll der Astra jedoch eigenständig bleiben und keine Kopie abgeben. Während die Sichel beim Insignia in der vorderen Tür hoch läuft, hat man es beim Astra genau umgekehrt gemacht. Hier sorgt der Bogen für dynamischen Schwung in der hinteren Tür. Selbst so Kleinigkeiten wie das Innenleben der Rückleuchten sind in Bumerangform (Zwillingssichel) ausgebildet. "Jeder soll schließlich im Dunkeln erkennen können, wer vor ihm fährt", sagt Müller und spricht beim neuen Opel-Design von "skulpturalen Formen". Gemeint ist beispielsweise der Windschutzscheibenpfosten (A-Säule), der wie ein sehniger Muskelstrang in die Haube hinunter läuft. Auch die Front von Opels wichtigstem Volumenmodell ist geglückt. Keine übertriebene Fratze mit riesigen Lufteinlässen, keine unnötigen Dekor-Elemente, keine Schnörkel, kein Design-Krampf. Und mit den Scheinwerfern – Opel nennt sie "Adleraugen" – wäre selbst ein Audi gut angezogen.

Mit 4,42 Meter einer der Größten der Klasse

Insgesamt steht der neue Astra wohlproportioniert auf den Rädern, selbst wenn er mit 4,42 Meter Länge (+17 cm zum Vorgänger) ziemlich groß geworden ist und damit am oberen Rand der Kompaktklasse fährt. Der Golf ist über 20 Zentimeter kürzer und wirkt gegenüber dem Rüsselsheimer fast wie ein Polo. Parkszenarien in der Stadt dürften mit dem Opel zukünftig ungleich schwieriger werden. Zumal auch die hinteren Fenster sehr schmal geschnitten sind. Das sieht zwar cool und sportlich aus, lässt den Astra eher wie ein Coupé erscheinen, hat aber Nachteile im Alltag. Im Verkauf dürfte der massive Größenzuwachs dennoch förderlich sein. Praktisch bekommt man einen Wagen der nächst größeren Klasse. So sieht es auch Uwe Müller: "Die Leute stören sich nicht an der neuen Außenlänge, sie sehen das gesamte Auto." Ein um sieben Zentimeter verlängerter Radstand kommt vor allem den Gästen im Fond zugute, die deutlich mehr Beinfreiheit genießen als zuvor. Hinter den Rücksitzen bleibt ein geräumiger Kofferraum (380 Liter, 30 mehr als der Vorgänger).

Weniger Mühe gab sich Opel allerdings beim Packaging. Lediglich die Lehnen lassen sich geteilt umlegen und fallen auf die Sitzfläche. Einen ebenen Ladeboden ergibt dies nicht. Auch wer verschiebbare Rücksitze sucht, wird im Astra nicht fündig. Kunden, das ergab eine Opel-interne Umfrage unter 400 Autofahrern, wollen lieber viele Ablagen und Staufächer. In dieser Disziplin dürfte der Astra Bestmarken setzen. Drei Cupholder in der Mittelkonsole plus Platz für eine 1,5-Liter-Colaflasche zwischen den Vordersitzen sind eine stolze Hausnummer. Die dicke Colabuttel passt selbst in die Türablage. Vor dem Schalthebel befindet sich ein weiteres Fach für Kleinkram oder das Handy. Dort sitzt auch der Anschluss für einen iPod.

Prämierte Vordersitze

Um gegenüber dem Klassenbesten Golf 6 beim Thema Qualität nicht weiter abzufallen, hat Opel im Cockpit alle Register gezogen, Schalter und Oberflächen so edel wie möglich zu gestalten. Ein erstes Probesitzen ergab: Die Materialanmutung war nie besser. Lenkrad, Schalthebel und Instrumententräger stammen 1:1 vom Insignia. Und da der Astra vorwiegend Erstfahrzeug im Haushalt sein wird, kann man ihm auch die besten Sitze bekommen, die es derzeit in Deutschland zu kaufen gibt. Sie sind prämiert worden von der "Aktion Gesunder Rücken". Nur drei Sitze haben bisher diese Auszeichnung erhalten – zwei Preise gingen an Opel, einer an Mercedes.

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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