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Range Extender: Motörchen für den Strom

Bei all den angekündigten Elektroautos könnte man meinen, dass bald nur noch an der Steckdose getankt wird. Doch ohne fossilen Treibstoff kommt auch ein Elektroauto nicht weit: Es schlägt die Stunde der "Range Extender".

Die diesjährige IAA wimmelt nur so von Elektro- und Hybrid-Studien. Viele davon werden vielleicht nie gebaut oder sind ein Vorgeschmack auf kommende Jahrzehnte, doch die Zeit des Elektroautos scheint reif. Innerhalb der nächsten drei Jahre soll man Autos wie den Nissan Leaf, den Opel Ampera oder den Elektro-Smart beim Händler kaufen können.

In der ökologisch korrekten Vorfreude gehen zwei Dinge gerne unter: Erstens fahren auch Elektroautos nicht ganz umweltfreundlich, da der zum Aufladen nötige Strom nicht emissionsfrei produziert wird. Und zweitens erlaubt die gegenwärtige Batterietechnik noch keine großen Reichweiten. Die meisten Stromer kommen 100 bis 200 Kilometer weit, und selbst dabei gibt es Unwägbarkeiten. Elektrische Verbraucher wie Klimaanlage oder Sitzheizung zum Beispiel und viele andere Faktoren können die Reichweite beeinflussen.

Angst vor dem Stillstand

Die "Range Anxiety" – die Angst vor geringen Reichweiten und dem Stranden im Nirgendwo ohne Lademöglichkeit – treibt die Autobauer zu einer Notlösung: Ein Range Extender (Reichweiten-Verlängerer) macht Kurzstrecken-Stromer zu reisetauglichen Familienautos, indem er während der Fahrt elektrische Energie produziert und dafür sorgt, dass die Batterie in einem bestimmten Ladezustand gehalten wird.

Als Range Extender kann zum Beispiel eine Brennstoffzelle dienen, doch die weitaus günstigere Lösung ist ein herkömmlicher Verbrennungsmotor. Der Range Extender hat keine Verbindung zur Antriebsachse. Nach diesem Prinzip arbeiten auch der Chevrolet Volt und sein Schwestermodell Opel Ampera. Bei Elektroautos mit Range Extender handelt es sich um serielle Plug-In-Hybride, auch wenn Opel in Pressemitteilungen gern betont, dass der Ampera "völlig anders" funktioniere als ein Hybrid. Offenbar wollen sich die Rüsselsheimer einfach vom Vorzeige-Hybriden Toyota Prius abheben.

Stunde der Minimotoren

Die Elektromobilität könnte die Autoindustrie mächtig durcheinander wirbeln. Noch verwenden Autohersteller große finanzielle und personelle Ressourcen auf die Weiterentwicklung von Diesel- und Benzinmotoren mit zwei bis zwölf Zylindern, Getrieben und Antriebssträngen. Ein Elektroauto dagegen braucht kein komplexes Mehrstufengetriebe, und als Range Extender reicht ein kleiner Motor. Beim Opel Ampera dient als Basis ein Vierzylinder aus dem Corsa, beim Mercedes BlueZero E-Cell Plus ein Dreizylinder-Turbobenziner. Das Schweizer Elektroauto Mindset kommt sogar mit einem 17 kW starken Einzylinder-Aggregat aus.

Lotus Engineering aus England will die Gunst der Stunde nutzen und stellt auf der IAA einen Motor vor, der speziell als Range Extender entwickelt wurde. Das Dreizylinderaggregat wiegt 56 Kilogramm, hat 1,2 Liter Hubraum und zwei Ventile pro Zylinder. Es verfügt über einen integrierten elektrischen Generator und ist als Monoblock-Konstruktion ausgeführt: Motorblock, Zylinderkopf und Auslasskrümmer werden als ein Teil gegossen. Das spart Gewicht, Kosten und zahlreiche Einzelteile – die Zylinderkopfdichtung zum Beispiel fällt weg. Das Lotus-Kraftpaket produziert je nach Drehzahlniveau zwischen 15 und 35 Kilowatt elektrischen Stroms, ist in einer Pressemitteilung des Unternehmens zu lesen. Das Aggregat wird entweder zum Laden der Hybridbatterie oder zum Betrieb des elektrischen Fahrmotors benutzt. Der Range Extender läuft mit Benzin oder Kraftstoffen auf Alkoholbasis, zum Beispiel Bioethanol.

Entwicklung spezieller Motoren

"Die meisten seriellen Hybride, die zurzeit entwickelt werden, nutzen Adaptionen bereits existierender konventioneller Motoren", sagt Simon Wood, Technischer Direktor von Lotus Engineering. "Die aber sind in ihrer Effizienz eingeschränkt, weil sie in einer großen Bandbreite von Betriebsbedingungen funktionieren müssen", so Wood. Das Lotus-Maschinchen sei dagegen speziell für den Betrieb als Range Extender in einem seriellen Hybridsystem entwickelt worden – es kann also immer im optimalen Wirkungsgrad arbeiten. Zum Verbrauch des Motors gibt es noch keine Informationen, Lotus nennt aber einen CO2-Ausstoß von weniger als 120 Gramm pro Kilometer. In welchen Fahrzeugen der neue Range Extender zum Einsatz kommen könnte, verrät Lotus noch nicht. In der Branche geht das Gerücht um, dass ein angekündigtes Elektroauto des malaysischen Autobauers Proton mit dem Motor ausgerüstet werden soll.

Sebastian Viehmann/Press-Inform

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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