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Vergreisung der Autokäufer: Angegraut bringt Geld ins Haus

Die Autokäufer werden immer älter. Die Kunden von Jaguar und Mercedes sind im Durchschnitt über 56 Jahre alt. Der Einfluss der Pensionäre wird in Zukunft weiter wachsen, denn sie haben mehr Geld als die Jungen.

Von Gernot Kramper

Die Autokäufer sind so alt, dass auch die jüngste Marke ziemlich alt aussieht. Mini hat in Deutschland die jüngsten Kunden. Mit durchschnittlichen 44,7 Jahre haben diese Youngster allerdings ihre erste Midlifecrisis bereits hinter sich. Dazu kommt: Für jeden Minikunden mit 30 Jahren quält sich statistisch gesehen ein 60-Jähriger in den sportlichen Kleinwagen. Das geht aus einer Studie des Autoforschungszentrums der Universität Duisburg-Essen hervor. Demnach stimmt auch die alte Parole "alt, älter, Mercedes" (Durchschnittalter 56,1 Jahre) immer noch, nur Jaguar-Kunden sind mit 56,5 Jahren im Durchschnitt noch älter.

Grund zum Spotten hat die Konkurrenz nicht. Denn es gilt eben auch: "Angegraut bringt Geld ins Haus." Generell kann man sagen: Je teurer die Wagen, desto älter der Käufer. Insgesamt werden die Neuwagenkäufer der Studie zufolge immer älter. Der Durchschnitt liegt inzwischen bei 50,8 Jahren. Da liegt es nahe, zu konstatieren, dass das Auto für Jüngere unwichtiger wird. Trotzdem greift die Erklärung zu kurz. "Zu den Alten in Deutschland muss man sagen, sie werden immer mehr und sie haben das Geld. Und zwar unabhängig von ihren Autowünschen", fasst Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer die demografischen Grundbedingungen des Automarktes zusammen.

Die "Ü 70"-Gruppe legt zu

Hinzu kommen Sonderfaktoren. Berufsgruppen, die in ihrer aktiven Zeit einen Firmenwagen nutzen, werden erst als Pensionär zum Käufer. Jüngere Zielgruppen sind meist preissensibler. Wenn sie sich einen Neuwagen leisten, ist es häufiger nur ein "fast Neuer" – eine Kurz- oder Tageszulassung. Auf Sonderwünsche bei der Konfiguration verzichten sie wegen des Preisvorteils der Lagerfahrzeuge.

Über zehn Prozent der Erstkäufer sind derzeit bereits 70 Jahre und älter. Früher hätte man sich gefragt, lohnt sich da noch ein Neuwagen? Die Rentner heute sagen jedenfalls "ja". Sie fühlen sich mobil und fit genug für ein neues Fahrzeug. Als Kunden sind die Pensionäre hochinteressant, sie sind ertragsreiche Erstkäufer, die sich einen Wunschwagen zusammenstellen. Und in der Tendenz kaufen sie größere, hochwertige Wagen, an denen die Industrie gut verdienen kann.

In der Folge werden die Älteren und ihre Bedürfnisse immer wichtiger, zumal die Gruppe der Älteren nicht nur die "Ü 70" umfasst. Die Beschwernisse des Alters beginnen nicht mit der Rente. Probleme mit dem Rücken, den Knien und eine eingeschränkte Bewegungsfähigkeit künden sich in jungen Jahren an und sind häufig schon im Alter von knapp 50 Jahren deutlich zu spüren. Käufer mit altersbedingten Handicaps sind als Gruppe daher nicht zu unterschätzen. "Ein Fahrzeug, das die Bedürfnisse dieser Gruppe ignoriert, wird es als Volumenmodell sehr schwer haben", prophezeit Dudenhöffer.

Getarnte Lebenshilfe für Senioren

In der Ansprache wollen die Senioren allerdings als agil and aktiv umworben werden. Ein Image als "rasender Rollstuhl" wäre für ein Fahrzeug tödlich. In der Entwicklung von Fahrzeugen kommt es darauf an, die Gebrechlichkeiten der Käufer geschickt zu kaschieren. Der Fahrer kann sich im Sitzen nicht mehr umdrehen, um nach hinten zu schauen? Lösung: der Parkassistent. Er fürchtet Auffahrunfälle durch langsame Reaktionen? Lösung: der Abstandassistent. Der Kunde kann sich nicht mehr aus einem Sportsitz mit tiefem Fahrwerk herausheben? Dafür gibt es den SUV und andere Bauformen mit bequemer Sitzhöhe. "Die Entwicklung der Fahrassistenzsysteme richtet sich direkt an ältere Herrschaften am Steuer. Abstandswarner und Spurassistenten geben dem älteren Fahrer ein Gefühl der Sicherheit auf der Autobahn", so Dudenhöffer. Bahnbrechend wird die neue Generation der Parkassisstenten sein. "Ein junger Kunde wird die Mehrausgabe scheuen, er kann auch so einparken, ältere Fahrer werden das Assistenzsystem kaufen."

Ein Alter will nicht als Senior erkannt werden. Die Werbung geht daher geschickt vor. Sportlichkeit für diese Gruppe wird nicht durch Extremklettern oder Triathlon signalisiert, sondern durch den Griff zum Golfbag angedeutet. Der intelligente, integrierte Fahrradträger von Opel kann für Radsportler interessant sein, ein wirkliches Kaufargument ist er aber für die Senioren, die ihr Rad nicht mehr auf einen Dachträger hieven können.

Unter der Hand hat sich durch den Einfluss der Rentner der Charakter ganzer Baureihen verändert. Ein 5er-BMW gilt immer noch als sehr sportliche Limousine. Er mutet seinen Kunden heute aber keine Unbequemlichkeiten und Härten mehr zu. Der erste Audi TT war ein spartanisches Spaßgefährt für Aufsteiger, die nächste Generation wurde für die Ausflüge der Best-Ager optimiert. Die ganze Reihe der großen viertürigen Coupés wie Mercerdes CLS, Audi A7 und Passat CC wurde eigens für den Pensionär maßgeschneidert. Es werden aber nicht nur Millionäre im Ruhestand umworben. Der Golf Plus ist der altersgerechte Wagen für alle, denen ein SUV wie der Tiguan zu teuer wäre. Der neue Meriva von Opel punktet in der Serie mit einem sehr bequemen Ein- und Ausstieg, einer hohen Sitzposition und auf Wunsch mit ergonomischen Sitzen. Das spricht junge Familien an, aber der Meriva ist damit auch für ältere Kunden gerüstet.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(