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Verkehrszeichen: Neues aus Schilda

Längst gibt es kaum noch eine Straße, Kreuzung oder Straßenlaterne, die nicht mit bunten Schildchen verziert ist. Einige machen Sinn, andere nicht. Das Problem: die Unsinnigen sind in der Überzahl.

Schildermaler sind eine vielbeschäftigte Berufsgruppe. Längst gibt es kaum noch eine Straße, Kreuzung oder Straßenlaterne, die nicht mit bunten Schildchen verziert ist. Einige machen Sinn, andere nicht. Das Problem: die Unsinnigen sind in der Überzahl.

Der ADAC kämpft seit langem gegen die Flut von unnötigen Verkehrszeichen. Erfolge stellen sich nur langsam ein. Bis zum Januar 2003 verschwinden von den Autobahnen die rund 10.000 blau-weißen Blechschilder mit den Hinweisen auf die Frequenzen der Verkehrssender. Der Grund: Die modernen Autoradios finden die Sender längst automatisch.

1974 war nach ADAC-Angaben damit begonnen worden, die Schilder mit den Hinweisen auf Verkehrssender an Autobahnen aufzustellen.

20 Millionen Verkehrsschilder

Die Bundesregierung hat sich das Problem inzwischen auf die Fahnen geschrieben. Die notwendigen Gesetzesänderungen sollen noch in diesem Jahr erfolgen. Für die Reduzierung der rund 20 Millionen Verkehrsschilder müssen mehrere Paragrafen der Straßenverkehrsordnung und Verwaltungsvorschriften geändert werden. Darüber verhandelt die Bundesregierung mit den Ländern.

Nach Ansicht des Bundesrechnungshofes hätten die öffentlichen Haushalte in den vergangenen Jahren allein auf den Bundesfernstraßen durch die Vermeidung überflüssiger Schilder bis zu 100 Millionen Euro einsparen können. Verkehrsexperten halten nach Angaben der Bundesregierung in geschlossenen Ortschaften 20 Prozent der Verkehrszeichen für überflüssig.

Jochen Knecht

Wissenscommunity