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"Demon Chaos": Chaostage auf der PS2

Stumpfes Gehacke im alten Japan: "Demon Chaos" ist ein lausiger PS2-Titel mit Kopfschmerz-Garantie.

Die Programmierer von "Demon Chaos" schreiben das Jahr 1543. Das feudale Japan wird von einem Bürgerkrieg gebeutelt, in dem sich zwei Clans bis aufs Blut bekämpfen. Als wäre das nicht schon ärgerlich genug, tauchen plötzlich auch noch Dämonen aus den Tiefen eines Sees auf und suchen das ganze Land heim wie eine Epidemie.

Schrecklicher aber noch als die Situation ist die Grafik: Selbst hart gesottene Spieler, die Gameplay wichtiger finden als optische Reize, werden sich im ersten Augenblick die Augen reiben und einen verunsicherten Blick auf ihre Konsole werfen: Doch, es ist immer noch die Playstation2 und nicht die Vorgängerin, in der sich die Silberscheibe dreht. In seinem Herkunftsland erschien "Demon Chaos" zwar bereits 2005, die unscharfe und über alle Maßen flimmernde Präsentation allerdings macht den Eindruck, als wäre der Titel schon weit mehr als zwei Jahre vom State-of-the-Art entfernt. Gleiches gilt für die musikalische Untermalung: Der Soundtrack will nach großem Orchester klingen, hört sich aber eher nach spinnwebenbenetztem Spielautomat an. Eine akustische Sprachlokalisation hat sich Konami für Deutschland gespart. Lediglich Untertitel klären darüber auf, was die japanischen Stimmen gerade sagen. Wer gnädig sein will, kann diesem Umstand noch einen exotischen Reiz abgewinnen.

Mit einer minimalistischen Anzahl von Hieben und Stichen schwertkämpft sich der Spieler durch karge, diffus unscharfe Landschaften. Immerhin ein Super-Move steht zur Wahl, der die doofen Gegner reihenweise umsäbelt. "Demon Chaos" wäre eigentlich kaum der Rede wert, wäre da nicht auf der Haben-Seite ein Rekord zu verzeichnen: Mehr Gegner waren selten oder nie gleichzeitig auf dem PS2-Bildschirm sichtbar. Laut Hersteller tummeln sich bis zu 60.000 finstere Kreaturen auf einmal auf der Mattscheibe - gezählt haben wir allerdings nur die Aspirin-Tabletten, die für den Test vonnöten waren: vier.

Der Spieler befehligt nicht nur einen martialischen Götterboten auf einmal, sondern daneben noch eine ganze Armee von Alliierten. Um den Reiz des Gameplays zu erhöhen, sind die eigenen Mannen deutlich verletzlicher als der quasi unkaputtbare Super-Samurai. Sterben alle verbündeten Kämpfer, heißt es auch für den Götterkrieger: Game over. So wird das auf wenige Moves beschränkte Gemetzel um eine taktische Komponente ergänzt. Außerdem können Gegenstände gesammelt werden, um die eigene Wehrhaftigkeit aufzupeppeln.

Demon Chaos

Hersteller/Vertrieb

Konami/Konami

Genre

Action

Plattform

PS2

Preis

ca. 40 Euro

Altersfreigabe

ab 16 Jahren

Alles in allem erinnert das Game an die Xbox-360-Klopperei "Ninety-Nine Nights" - tragischerweise wird bei "Demon Chaos" schmerzhaft deutlich, was vom Gameplay übrig bleibt, wenn das optische Blendwerk wegfällt. Dass man mehr aus dem Titel hätte machen können, beweisen die Cutscenes. Besonders das Intro-Video ist für PS2-Verhältnisse mehr als ansehnlich. Auch die In-Game-Explosionen sind nett anzusehen. Ein schwacher Trost ...

Michael Eichhammer/Teleschau / TELESCHAU
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