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"Gottlieb Pinball Classics": Ungenutzte Möglichkeiten

"Gottlieb Pinball Classics" ist auch auf Nintendos Wii-Konsole ein durchaus ordentlicher Flipper, aber auch gleichzeitig eine lieblose Umsetzung der PS2-Fassung. Nur die Steuerung den Gegebenheiten anzupassen, ist zu wenig. Da haben die Macher wohl eine ruhige Kugel geschoben ...

Die mit Sensoren vollgestopften Wii-Controller werden im Grunde nur für das Tilten, also das Wackeln am Tisch, benötigt. Ansonsten gestaltet sich die Handhabe von "Gottlieb Pinball Classics" recht gewöhnlich: Mit dem Z-Button des Nunchucks und dem B-Knopf der Fernbedienung werden die Flipperarme gesteuert. Mehr braucht man für die Highscore-Jagd nicht - leider.

Aber auch in puncto Grafik und Umfang macht sich leichte Enttäuschung breit: keine aufgebohrte 3-D-Engine, keine neuen Tische. Das Game ähnelt der PS2-Fassung zu etwa 95 Prozent. Was gleichzeitig aber auch bedeutet: Der volle Spielspaß entfaltet sich erst nach dem Studium des teils komplexen Regelwerks, das die Geschichte und Besonderheiten der zehn vorhandenen Tische anreißt. Nur wer weiß, welche Rampen und Ziele bei "Victory", "Black Hole", "Genie", Tee'd off" und Co. zuerst angesteuert werden sollen, kann die Highscores knacken und weitere Flipper-Klassiker sowie den Tournament-Modus freischalten. Darin dürfen sich auch bis zu vier Wii-Zocker messen.

Gottlieb Pinball Classics

Hersteller/Vertrieb

System 3/Codemasters

Genre

Geschicklichkeit

Plattform

PlayStation2, PSP, Wii

Preis

ca. 40 Euro

Altersfreigabe

o.A.

Ein halbes Dutzend verschiedene Perspektiven, der charmante Düdelsound und das herrliche Spielhallenflair machen "Gottlieb Pinball Classics" trotz enttäuschter Erwartungen zu einem netten Zeitvertreib - das nötige Kleingeld von knapp 40 Euro vorausgesetzt.

Bernd Fetsch/Teleschau / TELESCHAU
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