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Gastkolumne: Ein Mann, ein PC

Kolumnist Carsten Scheibe ist im Urlaub. Für ihn schreibt heute Mareen Hoeppner von ihrem alten Schulfreund Stefan, der alles Klischees eines Informatikers erfüllt - bis neulich.

Nein, ich kann nicht nachvollziehen, warum Stefan seine komplette Zeit vor dem Rechner verbringt! Ich - als Frau - kann mir wirklich etwas Besseres vorstellen, wie ich meine Freizeit verbringe, als nur Bits und Bytes durch die Leitung zu schleusen. Stefan studiert natürlich Informatik. Aber auch zu Hause läuft sein Rechner rund um die Uhr. Verlässt er seine Computerhöhle einmal, dann nur, um sich am Kiosk die neue "c't" zu holen.

Computer-Fanatiker sind zu erkennen

Das Schlimme kommt erst noch: Man sieht es ihm an! Schon drei Kilometer gegen den Wind ist sich jeder sicher, das es genau "so einer" ist. Das ist ein typischer Informatiker. Mein Freund meint immer, ich solle nicht so pauschal über die Menschen urteilen. Aber was bitte soll ich denn machen? Es tut mir leid, aber es geht nun wirklich nicht anders! Bei Männern wie Stefan leuchten doch förmlich rote Schilder auf der Stirn, mit Lauflicht drumrum und aufblinkenden Pfeilen: Ich bin Informatiker! Ihr Gang, die Blässe im Gesicht, die ungesteuerten motorischen Bewegungen, die zarte Stimme und die dauernd verdreckten Brillengläser. Sie fordern mich jedes Mal wieder dazu heraus. Ja, sie provozieren mich förmlich, sie als Computer-Fanatiker zu erkennen.

Sicherlich weiß Stefan alles über HTML, Firewire und die diversen Tools, die das Leben am Computer lebenswert machen. Aber ich glaube, er hat noch nie eine Freundin gehabt. Und das mit Mitte 20. Was soll das denn überhaupt für ein Leben sein? Ich meine gut, klar, er hat ein paar Freunde. Aber was für welche! Natürlich sind das auch Informatikstudenten und PC-Freaks. Als der Gute letztens von einer weiblichen Person angesprochen wurde, fing er an zu stottern und seine gesunde Kellerbräune wich einem knalligen Rot. Er tappste verlegen von einem Fuß auf den Anderen und hätte sich am liebsten sofort aus dem Staub gemacht; zurück zu seinem Rechner, der ihm wenigstens keine lästigen Fragen stellt. Wenn Stefan mehr als nur "Ja" oder "Nein" sagen soll, fühlt er sich schon völlig überfordert.

Mann hat Computer im Griff

Ich persönlich ziehe es vor, mein Privatleben mit lieben Menschen zu verbringen. Stefan scheint das anders zu sehen. Frauen sind für Stefan eh alles Zicken. Da ist der Rechner schon ein bedeutend zuverlässigerer Partner. Zwar macht der auch nicht immer alles, was er will. Zumindest kann er aber den Computer bei Bedarf ausschalten; im Gegensatz zu einer Frau.

Stefan kenne ich jetzt seit der Grundschule. Wir hatten nie ein besonders inniges Verhältnis. Worüber sollte ich auch mit ihm reden? Während ich schon immer Hummeln im Hintern hatte und die Welt und ihre Menschen kennen lernen wollte, saß Stefan am Rechner. Den lieben, langen Tag. Wenn ich ihn Mal sah, tauschte er die neuste Software mit anderen Mitschülern aus. Wenn er im Unterricht saß, schaute er mit verklärtem Blick durch seine verdreckte Brille, und las heimlich unter dem Tisch Computer Zeitungen oder träumte von virtuellen Welten.

Die entscheidende Wende kam mit dem Alkohol

Vor kurzem ist eine entscheidende Wende in Stefans Leben eingetreten: Er war das erste Mal betrunken. Ich konnte es erst gar nicht glauben! Der Stefan, der sonst immer nur in seinem stillen Kämmerlein gehockt hat, ist spontan mit Freunden zum Zelten gefahren. Die Freunde waren übrigens keine Informatikstudenten. Als sie wiederkamen, wollten mir die Freunde weiß machen, dass Stefan auf den Boden getrommelt habe wie ein Maikäfer, weil sich alles um ihn herum drehte. Ich glaubte ihnen kein Wort. Bis ich Stefan am Kiosk traf. Ich sprach ihn auf den Zelttrip an und über seinem Gesicht breitete sich ein breites Grinsen aus, wie ich es noch nie bei Stefan gesehen habe. Als ich ihn auf Einzelheiten ansprach, krümmte sich Stefan vor Lachen. Ihm standen die Tränen in den Augen bei den Erinnerungen an seinen Alkoholexzess. Vielleicht besteht ja doch Hoffnung, dass Stefan noch andere schöne Seiten am Leben kennen lernt!? Man weiß ja nie.

Mareen Hoeppner
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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.