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Apple erklärt, warum man Anschlüsse streicht - und sie bei anderen Geräten behält

Beim neuen Macbook Pro wurden kräftig Anschlüsse gestrichen, auch der beliebte SD-Kartenslot. Nun hat Apple erklärt, wie es dazu kam - und warum beim Macbook Pro anders als beim iPhone 7 der Klinkenanschluss Pflicht bleibt.

Von Malte Mansholt

Apple Macbook Pro Kritik Adapter Phil Schiller

Beim Macbook Pro bietet Apple nun je nach Modell nur noch zwischen zwei und vier Thunderbolt-Anschlüssen an, die aber voll mit dem neuen USB-C-Standard kompatibel sind.

Ob beim iPhone 7 oder dem letzte Woche vorgestellten Macbook Pro: Apple macht neben weiterhin toller Technik aktuell vor allem mit einer Entwicklung Schlagzeilen, nämlich dem Streichen von Anschlüssen. Beim iPhone 7 fiel die Klinkenbuchse weg, beim Macbook Pro bleibt sie als einziger Anschluss erhalten, alle anderen wurden durch Thunderbolt ersetzt. Inklusive der Ladebuchse. Jetzt erklärte Apple erstmals, warum auch der beliebte Slot für SD-Karten rausfliegen musste - die Klinke aber bleiben durfte.

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In einem Interview mit dem britischen "Independent" äußerte der führende Apple-Manager Phil Schiller sich zu den neuen Macbook Pro. Und hatte einige interessante Einsichten parat. Bei Foto-Fans und Profi-Fotografen sorgte vor allem der Wegfall des SD-Kartenslots für Ärger. Dafür hat Schiller wenig Verständnis. "Es war ein etwas umständlicher Slot. Die Karte ragte halb heraus. Außerdem gibt es tolle USB-Kartenleser. Die können auch CompactFlash-Karten lesen", erklärte er. Zudem gäbe es immer mehr Kameras mit Wlan-Übertragung. Alle, die regelmäßig ihre SD-Karten ins Notebook steckten, dürfte das wenig versöhnen. Wie beim iPhone will Apple also auf kabellose Übertragung setzen - oder eben auf Adapter.

Tiefenschärfe-Effekt: iPhone 7 Plus: Das kann der neue Porträt-Modus
Der Tiefenschärfe-Effekt (auch bekannt als Bokeh-Effekt) ist neben dem optischen Zoom das neue Feature im iPhone 7 Plus. Der Effekt ist deutlich erkennbar, wie diese Bilder zeigen: Links ist der Bokeh-Effekt aktiviert, rechts ist eine klassische Aufnahme zu sehen..

Der Tiefenschärfe-Effekt (auch bekannt als Bokeh-Effekt) ist neben dem optischen Zoom das neue Feature im iPhone 7 Plus. Der Effekt ist deutlich erkennbar, wie diese Bilder zeigen: Links ist der Bokeh-Effekt aktiviert, rechts ist eine klassische Aufnahme zu sehen..

 

Die Klinke darf bleiben

Beim Klinkenanschluss ist man da beim Macbook Pro allerdings nicht so konsequent. Bei der Präsentation des iPhone 7 sprach Schiller noch vom "Mut", den es erfordere, um auf Althergebrachtes zu verzichten. Beim Macbook Pro sieht er die Situation aber ganz anders: "Das sind Profi-Geräte. Ginge es nur um Kopfhörer, müsste der Anschluss nicht mehr da sein. Wir glauben, kabellose Lösungen sind für Kopfhörer hervorragend geeignet. Viele Nutzer der Macbook Pros haben aber ein Set-up mit Studio-Monitoren, Verstärkern und anderer Profi-Soundausstattung. Und für die gibt es keine kabellose Lösung, sondern nur Klinke." Fast ein bisschen merkwürdig, dass Apple hier nicht auch Adapter empfiehlt.

Mit der weitreichenden Kritik der potenziellen Kunden hat man laut Schiller wohl nicht gerechnet. "Um ehrlich zu sein, war ich etwas überrascht. Andererseits hätte ich es wohl nicht sein sollen. Ich habe noch nie ein großartiges neues Apple-Produkt erlebt, das nicht am Anfang Kritik und Debatten ausgelöst hat. Und das ist in Ordnung. Unsere Kunden sind so leidenschaftlich, das ist großartig."

 

"Es funktioniert einfach"

Ob die Kunden das auch so sehen, steht leider auf einem anderen Blatt. Dass man nicht mal mehr das aktuelle iPhone ohne Adapter mit dem aktuellen Macbook Pro verbinden kann, sorgt im Netz für jede Menge Spott und Ärger. Ein Nutzer fotografierte sein iPhone 7 und das damit über einen Adapter verbundene Macbook. Daneben lag der iPhone-7-Kopfhörer. Das Problem: Während das iPhone am Notebook steckt, kann man die Kopfhörer nicht über den Lightning-Anschluss anstecken, die passende Buchse fehlt aber wiederum dem Macbook. Musikhören und mit dem Rechner verbinden, geht also nicht gleichzeitig - zumindest nicht mit Apples eigener Hardware.

Zu dem frustrierenden Bild schrieb der Nutzer den Satz, den Apple mal als Werbeslogan nutzte, um sich von der überkomplizierten PC-Welt abzusetzen: "It just works" (Es funktioniert einfach). In diesem Kontext trieft der Satz vor Häme. Mal sehen, ob sich Phil Schiller und Co. mit ihrer Vision noch die Herzen der Nutzer gewinnen können.

mma

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