Microsoft Keine Updates für Raubkopien


Microsoft will vor Online-Updates für Windows XP überprüfen, ob die verwendete Kopie legal ist. Sicherheits-Updates gibt es weiterhin für jeden.

Der Softwarekonzern Microsoft hat die Einführung strengerer Kontrollen bei der Registrierung seines Windows-Betriebssystems angekündigt. Der Konzern hofft, auf diese Weise die unerlaubte Vervielfältigung seiner Produkte einzuschränken.

Vor Viren und Hackern schützen

Microsoft weitet dafür sein Programm "Windows Genuine Advantage" aus, bei dem Nutzer die Authentizität ihrer Software nachweisen müssen, um weitere Zusatzprogramme für das Betriebssystem Windows XP zu bekommen. Sicherheits-Updates, die benötigt werden, um Programmierfehler auszubessern und sich vor Angriffen durch Viren oder Hacker zu schützen, sollen aber weiterhin allgemein zugänglich sein. Damit wolle man verhindern, dass sich Viren im Internet verbreiten, sagte der zuständige Geschäftsführer David Lazar.

Ein Drittel sind Raubkopien

Microsoft hatte das nun ausgeweitete Kontrollprogramm im vergangenen Herbst auf Testbasis gestartet und es im Februar auf 20 Länder ausgeweitet. Dem Konzern zufolge sollen die Nutzer künftig keinen 25-stelligen Code aus Zahlen und Buchstaben mehr eingeben, um die Echtheit ihrer Softwarelizenz zu bestätigen. Stattdessen will das Unternehmen die Hardware überprüfen, um zu verhindern, dass ein Betriebssystem auf mehreren Computern installiert wird. Nach Microsoft-Angaben sind ein Drittel aller weltweit installierten Windows-Programme Raubkopien. Das Unternehmen will versuchen, die dadurch entstandenen Verluste zurückzufordern.

DPA DPA

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