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Nach Erfolg auf iPad und iPhone: Apple bringt die Apps auf den Mac

Mit iPhone und iPad macht Apple Milliardenumsätze - nicht zuletzt dank der anwenderfreundlichen Apps. Dieses Prinzip will Firmenchef Stebe Jobs nun auch auf die Mac-Rechner bringen. Mit "Lion", der nächsten Version des Betriebssystems Mac OS soll es soweit sein.

Nach massiven Investitionen in mobile Geräte erneuert Apple jetzt auch seine angestammte Mac-Plattform. Vorstandschef Steve Jobs kündigte am Mittwoch unter dem Motto "Back to the Mac" eine neue Version des Betriebssystems Mac OS an, die das Konzept des Tablet-Computers iPad auf den Mac-Rechner bringen soll. Außerdem stellte er am kalifornischen Firmensitz in Cupertino zwei neue Modelle des besonders dünnen Notebooks MacBook Air vor.

"Wir denken, das ist die Zukunft der Notebooks", sagte Jobs. Die neuen Geräte mit Bildschirmgrößen von 11,6 Zoll (Preis: ab 999 Dollar wie Euro) und 13,3 Zoll (Preis: ab 1299 Dollar wie Euro) verzichten auf eine herkömmliche Festplatte und setzen ganz auf die Technik des besonders robusten Flash-Speichers. Mit einem Gewicht von 1,06 Kilogramm sei das neue MacBook Air das bisher leichteste Notebook von Apple, sagte Jobs. Gefasst in einem einheitlichen Aluminium-Gehäuse, misst das MacBook Air an der breitesten Stelle 1,7 Zentimeter.

"Lion" kommt im Sommer 2011

Das neue Betriebssystems Mac OS X "Lion" soll im Sommer nächsten Jahres eingeführt werden. Es stellt die sogenannten Apps in den Mittelpunkt - diese Art von Anwendungen hat die Bedienung mobiler Geräte in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Die Fingersteuerung der Apps soll das Trackpad unterstützen, also die als Maus-Ersatz genutzte Fläche unter der Notebook-Tastatur.

Der App Store für den Kauf von Software soll den Angaben zufolge schon in den nächsten drei Monaten in das bisherige Mac-System integriert werden. Für Video-Chats kommt die im Juni auf dem neuen iPhone eingeführte Software Facetime künftig auch auf dem Mac im Einsatz - eine Testversion wird schon jetzt bereitgestellt. Das Mac-System wird nach Angaben des Unternehmens von weltweit 40 Millionen Nutzern verwendet. Das mit großem Abstand dominierende Computer-Betriebssystem ist allerdings weiterhin Windows von Microsoft.

iLife 11 mit enger Facebook-Anbindung

Jobs stellte auch eine neue Version des Multimedia-Software-Pakets von Apple vor: iLife 11 bietet unter anderem eine engere Anbindung an beliebte Online-Portale wie Facebook oder Flickr. Neu gestaltet wurde auch die Erstellung von Fotobüchern und Karten, die von Apple selbst produziert werden. Die Video-Software iMovie vereinfacht die Audio-Bearbeitung von Filmen und hat von iPhoto die Technik zur Gesichtserkennung übernommen.

Lesen Sie dazu auch bei unserem Partner in der Schweiz, 20 Minuten Online: "Das neue MacBook Air im Test"

dho/DPA / DPA
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